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Entwickler klagt an: »Steam hat über 10 Jahre Arbeit ruiniert«, der Bug betrifft weniger als 100 von 86.000 Spielen

Auf Reddit gibt ein Entwickler Valve die Schuld am Scheitern seines vielversprechenden Spiels. Unrecht hat er damit nicht und Valve hat sich auch entschuldigt.

Frustration beim Entwickler Permadeath – ein technischer Fehler bei Steam hat den Release ihres Spiels wohl ruiniert. Frustration beim Entwickler Permadeath – ein technischer Fehler bei Steam hat den Release ihres Spiels wohl ruiniert.

Auf Reddit hat kürzlich ein Entwickler des kleinen Indie-Studios Permadeath sein Leid geklagt und dabei Valve ins Visier genommen, denen er eine Mitschuld am Scheitern seines langjährigen Spieleprojektes namens Planet Centauri (zum Spiel bei Steam) gibt.

Besser gesagt beschwert er sich über die Abhängigkeit vieler Studios von einer derart relevanten Plattform wie Steam und wie ein einziger, extrem unglücklicher Fehler diese Abhängigkeit zum Problem macht.

Vor allem für ihn, denn tatsächlich war ein Bug der Grund, weshalb das Spiel des Studios völlig untergegangen ist und damit zehn Jahre an Entwicklungszeit den Bach runtergingen.

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»Der Release war ein totaler Flop«

In dem Post erklärt der Entwickler wohl stellvertretend für das Studio, was genau passiert ist. Demnach wurde das Spiel, wobei es sich um ein von Terraria inspiriertes Sandbox-Spiel auf einem Fantasyplaneten mit Sci-Fi-Elementen handelt, schon vor über zehn Jahren entwickelt.

2016 startete dann der Early Access auf Steam und das sehr erfolgreich. Laut den Entwicklern wurden in dieser Phase über 100.000 Einheiten verkauft und das Spiel stand auf der Wunschliste von über 130.000 Menschen. Ein großer Erfolg! Allerdings blieb es dann auch lange im Early Accesss.

Video starten 2:08 Planet Centauri startete erfolgreich als Terraria-Konkurrent in den Early Access - ist dann aber komplett untergegangen

Zum 1.0 Release im Dezember 2024 hatte sich das Team aufgrund des initialen Erfolgs erhofft, sehr prominent auf Steam aufzutauchen und abermals zahlreiche Verkäufe zu machen – dazu kam es aber nicht:

Wir waren also gespannt auf die Veröffentlichung von 1.0, denn mit so vielen Wunschlisten würde das Spiel gut sichtbar sein, wir würden aufgrund der Verkaufszahlen in den Kategorien „Neuerscheinungen“ und „Trends“ erscheinen usw.

Die Veröffentlichung von 1.0 erfolgte im Dezember 2024 … wir verkauften … 581 Einheiten in 5 Tagen.

Das Spiel erschien nicht einmal auf Seite 2; wir waren unsichtbar; der Release war ein totaler Flop. Und bis heute haben wir nie verstanden, warum.

Dass das Team jetzt weiß, was das Problem war, liegt an einer E-Mail von Valve.

Keine Kraft zum Wütendsein

Über neun Monate nach dem Release von Planet Centauri hatte Permadeath plötzlich eine Mail von Valve im Postfach. Hier berichtet das Unternehmen von einem Steam-Bug, der eine sehr kleine Anzahl an Spielen überhaupt betroffen hat. Steam spricht von weniger als 100 Spielen seit 2015.

Planet Centauri war offenbar darunter und das hatte eben katastrophale Folgen. Der Bug sorgte dafür, dass E-Mail-Benachrichtigungen für die 130.000 Wishlist-Einträge niemals verschickt wurden. 130.000 potenzielle Käufer haben also gar nicht mitbekommen, dass das Spiel überhaupt erschienen ist.

Um das wiedergutzumachen, verspricht Valve die Teilnahme an einem Daily Deal, doch für die Entwickler ist das nur ein schwacher Trost:

Ich habe nicht einmal die Kraft, wütend zu sein. Wir waren so frustriert, angewidert und völlig verwirrt. Jetzt wissen wir Bescheid, verstehen besser, dass es unfair ist und wir nichts daran ändern können. Wir haben ein zweites Projekt gestartet, weil es finanziell unmöglich ist, unser Spiel weiter zu patchen, und wir machen weiter, weil es das Einzige ist, was wir tun können.

Dieser Artikel war wohl meine Art, meine Wut auszudrücken, aber auch um zu zeigen, welche Probleme eine Plattform, die 99 % des PC-Spielemarktes beherrscht, verursachen kann, wenn die Zahnräder nicht so funktionieren, wie sie sollten.

Immerhin generiert jetzt der Post der Entwickler einiges an Aufmerksamkeit und womöglich können so noch ein paar Menschen ihr Spiel in Augenschein nehmen und entscheiden, ob sie sich dafür interessieren.

Valve allein kann man an dem Scheitern von Planet Centauri allerdings auch nicht die Schuld geben. Immerhin hängt in diesem Fall so einiges hinten dran. Darunter eben auch, dass die Entwicklungszeit überhaupt so lange war und das Team offenbar extrem abhängig von Steam war.

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