Steam - Das kommt 2019: Neue Bibliothek, Trust-System und mehr

Valve nennt die Verbesserungen, die Steam im Jahr 2018 erhielt und geht zugleich auf Features ein, die 2019 kommen sollen. Dazu gehören unter anderem eine neue Bibliothek und Steam Trust.

von Mathias Dietrich,
15.01.2019 12:00 Uhr

Valve blickt auf das Jahr 2018 zurück und nennt einige Features, die Steam 2019 erhalten wird.Valve blickt auf das Jahr 2018 zurück und nennt einige Features, die Steam 2019 erhalten wird.

Valve hat eine Zusammenfassung ihrer Onlinevertriebsplattform für das Jahr 2018 veröffentlicht. In der geht der Entwickler von Spielen wie Half-Life 2, Portal 2 und Left 4 Dead 2 nicht nur auf die Highlights des Jahres ein und nennt interessante Zahlen, sondern verrät auch einiges über die Pläne für 2019.

Für dieses Jahr plant Valve unter anderem die Steam-Bibliothek zu überarbeiten, eine neue Mobile-App für den Steamchat und Steam Trust, um das Leben von Cheatern in Onlinespielen zu erschweren.

Steam 2018 in Zahlen

Valves Plattform war einer der ersten größeren Versuche seiner Art und stieß zu Beginn auf viel Kritik. Vor allem die benötigte Onlineverbindung als Kopierschutzmaßnahme war vielen Spielern ein Dorn im Auge. Seit dem ist der Service stets gewachsen und lässt sich heutzutage kaum noch wegdenken. Die Zahlen belegen das: Jeden Monat loggen sich 90 Millionen Accounts ein und nutzen das Angebot des Half-Life-Entwicklers.

Steam 2018 in ZahlenSteam 2018 in Zahlen

Für diese verbesserte der Entwickler letztes Jahr die Funktionen seines Shops. Als Errungenschaften für 2018 nennt Valve in dem Blogpost die folgenden Features:

  • Liste für kommende Releases nützlicher gestaltet
  • Inhaltsfilter erweitert, um nicht jugendfreie Inhalte zu unterstützen
  • Maßnahmen gegen betrügerische Entwickler eingeführt
  • Funktionen für Steam Kuratoren
  • Entwickler- und Publisher-Seiten
  • Neue Analyse-Werkzeuge für Entwickler

Weiter übertrug Valve allein im Jahr 2018 ganze 15,39 Exabyte an Daten. Um das in Relation zu setzen: 1 Exabyte sind 1 Millionen Terabyte.

Zusätzliche Community-Funktionen

Bei den Community-Funktionen legte man 2018 besonderen Wert auf den Chat. Hier will Valve scheinbar Discord Konkurrenz machen, die ihrerseits mit einem eigenen Shop angefangen haben in die Gefilde von Valve vorzustoßen. Und das gar mit weniger Gebühren für die Entwickler als jeder andere Onlinestore.

Die Features beinhalten hier:

  • Verbesserter Gruppenchat
  • Flexibel anpassbare Freundesliste
  • Neues Sprachchatsystem mit besserer Qualität und mehr Sicherheit
  • Steam.tv
  • Zusätzliche Moderationsfunktionen für das Forum
  • Community-Events

Vorstoß Richtung Linux und Treiber für Controller

Für Valve und für Linux-Gaming an sich war 2018 zudem ein wichtiges Jahr. Der Launch von Proton ermöglicht es über 3.000 Spiele ohne offiziellen Linux-Support mehr oder weniger problemlos auch auf dem OpenSource-Betriebssystem zu spielen. Dafür unterstützt das Team die Entwicklung des Compatibility-layers Wine und DXVK - das DirectX-Anfragen auf Vulkan umleitet.

Außerdem ist es dank Steam möglich, Third-Party-Controller wie zum Beispiel den Playstation-4-Controller DS4 oder den Controller der Nintendo Switch ohne Probleme am PC zu verwenden. Auch Rock Band-Instrumente und ähnliches zählen dazu.

Pläne für Steam im Jahr 2019

In diesem Jahr will Valve weiter an der Plattform arbeiten und gibt bereits einen Ausblick auf die kommenden Features.

  • Neues Empfehlungssystem
  • Ausbau der Kuratorfunktionen
  • Expansion nach China mit Perfect World
  • Überarbeitete Steam-Bibliothek
  • Neues Event-System für die Steam Community
  • Ausbau von Steam.tv
  • Neue Mobile-App für den Steam Chat
  • »Trusted Matchmaking« aus CS:GO wird Steamfunktion namens »Steam Trust«
  • Zusammenarbeit mit Internet-Cafés

Konkurrenz für Steam

2018 war ebenfalls ein Jahr, in dem neue Firmen versuchen, den Kampf mit Steam aufzunehmen. Neben den bereits erwähnten Store von Discord, ist die größte Konkurrenz aber wohl der Epic Games Store, der derzeit versucht Kunden mit Exklusivtiteln und Gratisspielen zu locken.

Kolumne: Epic, Steam und der Kampf der Online-Stores - Meinung: Der Kunde verliert

Der wird jedoch häufig kritisiert, da er, gerade im Vergleich mit Steam, sehr funktionsarm ist und zum aktuellen Zeitpunkt nur die grundlegende Möglichkeiten eines Online-Stores bietet. Auch der Aufkauf von Exklusivtiteln stößt vielen Spielern sauer auf.

Entwickler hingegen begrüßen die geringeren Abgaben. Statt 30%, wie Steam sie verlangt, will Epic nur 12% der Einnahmen von einem Spiel sehen. Hier gibt es mittlerweile Gerüchte, dass Epic die Kosten an den Kunden weitergibt, indem sie für die jeweiligen Zahlungsmethoden Gebühren verlangen.

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