Originalmeldung: Valve hat eine Zusammenfassung ihrer Onlinevertriebsplattform für das Jahr 2018 veröffentlicht. In der geht der Entwickler von Spielen wie Half-Life 2, Portal 2 und Left 4 Dead 2 nicht nur auf die Highlights des Jahres ein und nennt interessante Zahlen, sondern verrät auch einiges über die Pläne für 2019.
Für dieses Jahr plant Valve unter anderem die Steam-Bibliothek zu überarbeiten, eine neue Mobile-App für den Steamchat und Steam Trust, um das Leben von Cheatern in Onlinespielen zu erschweren.
Steam 2018 in Zahlen
Valves Plattform war einer der ersten größeren Versuche seiner Art und stieß zu Beginn auf viel Kritik. Vor allem die benötigte Onlineverbindung als Kopierschutzmaßnahme war vielen Spielern ein Dorn im Auge. Seit dem ist der Service stets gewachsen und lässt sich heutzutage kaum noch wegdenken. Die Zahlen belegen das: Jeden Monat loggen sich 90 Millionen Accounts ein und nutzen das Angebot des Half-Life-Entwicklers.
Für diese verbesserte der Entwickler letztes Jahr die Funktionen seines Shops. Als Errungenschaften für 2018 nennt Valve in dem Blogpost die folgenden Features:
- Liste für kommende Releases nützlicher gestaltet
- Inhaltsfilter erweitert, um nicht jugendfreie Inhalte zu unterstützen
- Maßnahmen gegen betrügerische Entwickler eingeführt
- Funktionen für Steam Kuratoren
- Entwickler- und Publisher-Seiten
- Neue Analyse-Werkzeuge für Entwickler
Weiter übertrug Valve allein im Jahr 2018 ganze 15,39 Exabyte an Daten. Um das in Relation zu setzen: 1 Exabyte sind 1 Millionen Terabyte.
Die zehn bestbewerteten Steam-Spiele
Zusätzliche Community-Funktionen
Bei den Community-Funktionen legte man 2018 besonderen Wert auf den Chat. Hier will Valve scheinbar Discord Konkurrenz machen, die ihrerseits mit einem eigenen Shop angefangen haben in die Gefilde von Valve vorzustoßen. Und das gar mit weniger Gebühren für die Entwickler als jeder andere Onlinestore.
Die Features beinhalten hier:
- Verbesserter Gruppenchat
- Flexibel anpassbare Freundesliste
- Neues Sprachchatsystem mit besserer Qualität und mehr Sicherheit
- Steam.tv
- Zusätzliche Moderationsfunktionen für das Forum
- Community-Events
Vorstoß Richtung Linux und Treiber für Controller
Für Valve und für Linux-Gaming an sich war 2018 zudem ein wichtiges Jahr. Der Launch von Proton ermöglicht es über 3.000 Spiele ohne offiziellen Linux-Support mehr oder weniger problemlos auch auf dem OpenSource-Betriebssystem zu spielen. Dafür unterstützt das Team die Entwicklung des Compatibility-layers Wine und DXVK - das DirectX-Anfragen auf Vulkan umleitet.
Außerdem ist es dank Steam möglich, Third-Party-Controller wie zum Beispiel den Playstation-4-Controller DS4 oder den Controller der Nintendo Switch ohne Probleme am PC zu verwenden. Auch Rock-Band-Instrumente und ähnliches zählen dazu.
Pläne für Steam im Jahr 2019/20
In diesem Jahr hat Valve bereits einige geplante Ziele wie ein neues Empfehlungssystem in Form von Steam Labs umgesetzt. Einige Projekte, beispielsweise eine neue Library, sind noch in Arbeit.
- Neues Empfehlungssystem
- Ausbau der Kuratorfunktionen
- Expansion nach China mit Perfect World
- Überarbeitete Steam-Bibliothek (mehr dazu auf Seite 2)
- Neues Event-System für die Steam Community (mehr dazu auf Seite 2)
- Ausbau von Steam.tv
- System gegen Reviewbombing
- Neue Mobile-App für den Steam Chat
- »Trusted Matchmaking« aus CS:GO wird Steamfunktion namens »Steam Trust«
- Zusammenarbeit mit Internet-Cafés
Konkurrenz für Steam
2018 war ebenfalls ein Jahr, in dem neue Firmen versuchen, den Kampf mit Steam aufzunehmen. Neben den bereits erwähnten Store von Discord ist die größte Konkurrenz aber wohl der Epic Games Store, der Kunden mit Exklusivtiteln und Gratisspielen lockt.
Kolumne: Epic, Steam und der Kampf der Online-Stores - Meinung: Der Kunde verliert
Der wird jedoch häufig kritisiert, da er, gerade im Vergleich mit Steam, sehr funktionsarm ist. Mittlerweile hat Epic jedoch bereits einige Funktionen nachgeliefert und in einer Roadmap zusammengefasst, welche in Zukungt noch folgen. Ein weiterer Dorn im Auge vieler Spieler: der Aufkauf von Exklusivtiteln.
Entwickler hingegen begrüßen die geringeren Abgaben. Statt 30 Prozent, wie Steam sie verlangt, will Epic nur 12 Prozent der Einnahmen von einem Spiel sehen. Hier gibt es mittlerweile Gerüchte, dass Epic die Kosten an den Kunden weitergibt, indem sie für die jeweiligen Zahlungsmethoden Gebühren verlangen.
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PLUS
27:50
Marktanteile, Sales, Longtail - Wie wichtig ist Steam noch für deutsche Publisher?
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