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Steams neues Login-Feature ist ein Segen, aber ich bin wohl auch die Ausnahme

Netflix-Feeling bei Steam: Als Peter den neuen Login-Bildschirm bei Steam bemerkte, war er erst skeptisch. Inzwischen will er das Feature jedoch nicht mehr missen.

Peter loggt sich als Spieleredakteur bei Steam auf verschiedenen Accounts ein. Diese Arbeit hat ihm Valve jetzt erleichtert. Aber wie viele Spieler profitieren wirklich davon? Peter loggt sich als Spieleredakteur bei Steam auf verschiedenen Accounts ein. Diese Arbeit hat ihm Valve jetzt erleichtert. Aber wie viele Spieler profitieren wirklich davon?

Einmal bitte Hand heben: Wer wechselt bei Steam öfters seinen Account? Eins, zwei ... ja, okay, nicht allzu viele Menschen, das habe ich mir schon gedacht. Wieso sollte man als PC-Spieler auch mehrere Konten haben, wenn es nicht gerade darum geht, einen VAC-Ban bei CSGO auszuhebeln?

Nun, ich wechsle quasi ständig mein Konto, manchmal mehrmals an einem Tag. Das hat berufliche Gründe. Vielleicht bin ich deshalb einer der wenigen, die das jüngste Update beim Steam-Login mit offenen Armen begrüßt haben. Auch wenn ich anfangs ob der Netflix-artigen Oberfläche und Datenschutz-rechtlicher Bedenken zuerst einmal die Nase gerümpft habe.

Update vom 11. April 2023: Inzwischen gibt es eine Auswertung zur Umfrage über den neuen Steam-Login bei GameStar.de

Was bei Steam seit Kurzem anders ist, wieso ich als Spieleredakteur direkt davon betroffen bin und weshalb ihr selbst vielleicht noch keine Änderung wahrgenommen habt, erkläre ich euch im folgenden Text. Wer ich bin, das lest ihr hier:

Peter Bathge
Peter Bathge

Für Peter gibt es nichts Schöneres, als sich aufzuregen. Über kaputte Spiele. Über dumme Geschichten. Über hinrissige Mechaniken. Das macht er nun schon bald seit 20 Jahren beruflich, in Fürth und München, auf Messen wie E3 und Gamescom. Als Kolumnist und Report-Experte liebt er es, freien Autoren und Autorinnen Ideen einzuflüstern und Überschritten zu brainstormen. Wenn er weder spielt noch schreibt, schaut er am liebsten Filme oder liest ein gutes Buch aus den Bereichen Fantasy und Science-Fiction.

Steam: Valves Login-Updates nehmen kein Ende

An der Login-Oberfläche der wichtigsten PC-Spiele-Plattform wird schon seit einer ganzen Weile gefeilt. Entwickler Valve startete vor rund sechs Monaten mit einem neuen Design, das das jahrealte Fenster beim Start ersetzte.

Darauf folgte die Möglichkeit, sich per QR-Code einzuloggen und nun wurde wohl im März 2023 das jüngste Update freigeschaltet: Eine »Wer spielt?«-Abfrage mit Profil-Icons, wie man sie von den Streaming-Apps Netflix, Amazon Prime Video oder Disney Plus kennt.

Steam zeigt jetzt die Profilbilder der Accounts auf meinem Rechner an. Was denkt ihr, welches Bild gehört zu meinem Privatkonto? Schreibt mir euren Tipp in die Kommentare, zu gewinnen gibt es viel Ruhm und Ehre! Steam zeigt jetzt die Profilbilder der Accounts auf meinem Rechner an. Was denkt ihr, welches Bild gehört zu meinem Privatkonto? Schreibt mir euren Tipp in die Kommentare, zu gewinnen gibt es viel Ruhm und Ehre!

Ich bin komplett zufällig auf diese neue Funktion gestoßen. Das liegt auch daran, dass Valve solche Neuerungen nicht groß ankündigt, sondern sie stattdessen in ellenlangen Change-Logs begräbt, die wahrscheinlich nur die wenigsten der 124 Millionen monatlich aktiven Steam-Nutzer lesen.

Korrektur: In einer früheren Version dieses Textes behauptete ich, dass Valve Steam-Änderungen nicht in Blog-Posts dokumentieren würde. Tatsächlich gab es zum Client-Update vom 15. März 2023 einen entsprechenden Beitrag. Vielen Dank an den Hinweisgeber.

Selbst rausfinden heißt somit die Devise und das kann manchmal ganz schön frustrieren. Gut, dass die Kollegen euch und mir einige der versteckten Funktionen von Steam erklärt haben:

Apropos Kollegen: Bei einer kurzem Umfrage in der GameStar-Redaktion fiel mir auf, dass nicht jeder diesen neuen Login-Bildschirm hat. Liefert Steam den etwa nur an bestimmte Teile seiner Spielerschaft aus? Um das zu ergründen, brauche ich eure Hilfe: Nehmt jetzt Teil an der Umfrage unten und bringt Licht ins Dunkel!

Wie der neue Login funktioniert und warum das praktisch ist

Der Gedanke hinter dem neuen Feature ist clever: Wer sich auf dem gleichen PC häufiger ein- und ausloggt (etwa, weil eine Familie mehrere Steam-Accounts besitzt), der kann dies bei zuvor gespeicherten Daten (Name und Passwort) nun viel einfacher mit jeweils einem Klick auf das entsprechende Profilbild tun.

Mir persönlich kommt das sehr entgegen, denn ich benutze sowohl meinen persönlichen Steam-Account als auch mehrere GameStar-Konten. In denen aktivieren wir als Redaktion bestimmte Presseversionen, Demo-Keys oder Vollversionen, damit mehrere Personen Zugriff auf das gleiche Spiel haben.

Das ist etwa bei großen Tests unabdingbar, wenn Publisher vor Release nur wenige Keys rausrücken - zuletzt geschehen im Fall von Hogwarts Legacy. Nun sorgt diese an und für sich sinnvolle Strategie aber dafür, dass ich mehrmals zwischen Steam-Accounts hin- und herwechseln muss, wenn ich an einem Tag unterschiedliche Spiele zu Recherchezwecken anwerfe.

Altes Design Aktuelles Design Altes Design Aktuelles Design

Sah ich vor der jüngsten Änderung am Interface häufiger: das alte beziehungsweise aktuelle Steam-Login-Fenster.

Dafür jetzt nicht mehr immer den Account-Namen und das zugehörige Passwort raussuchen zu müssen, erspart mir natürlich immens viel Arbeit. Aber ich dürfte mit dieser sehr speziellen Situation wahrscheinlich eher in der Minderheit sein.

Nach einmaliger Steam-Guard-Überprüfung habe ich meinen PC bei allen Accounts permanent freigeschaltet, habe die Passwörter gespeichert und kann jetzt in Sekundenschnelle zwischen den Konten wechseln. Und während ich diese Zeilen schreibe, schlägt irgendwo ein Datenschutzbeauftragter fassungslos die Hände über den Kopf zusammen.

Video starten PLUS 13:34 Warum nicht mal die Steam Charts umdrehen? Sascha hat für euch sieben Spiele gespielt, die sonst niemand will

Bequem, aber auch gefährlich

Denn natürlich öffnen Valve (und ich als fauler User) Manipulationsversuchen so die Tür. Sollte jemand Zugriff auf meinen PC erhalten, ob nun lokal oder aus der Ferne, er hätte nicht mehr nur Zugriff auf einen einzigen mageren Steam-Account, sondern gleich auf ein halbes Dutzend inklusive mehrerer hundert Spiele. Ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko.

Zu Recht fragen sich manche User, wie sie nachträglich Accounts aus dem Übersichtsfenster entfernen können. Tatsächlich geht das ganz einfach, ihr müsst dazu nur mit der Maus auf das Profilbild fahren, auf die nun daneben auftauchenden drei Punkte klicken und »Diesen Account entfernen?« auswählen sowie die anschließende Sicherheitsabfrage bestätigen.

Peter entfernen? Das hat sich schon so mancher Leser gewünscht! Bei Steam gehts nun ganz einfach. Fortschritt nennt man das! Peter entfernen? Das hat sich schon so mancher Leser gewünscht! Bei Steam geht's nun ganz einfach. Fortschritt nennt man das!

Das dürfte auch für Eltern einer der sichersten Wege sein, trotz Netflix-artigem Familien-Login die Kleinen davon abzuhalten, mit dem Ab-18-Account der Großen loszuspielen. Davon abgesehen steht natürlich weiterhin Steam Guard zur Verfügung beziehungsweise die Möglichkeit, das Passwort jedes Mal neu einzugeben. Aber genau das mache ich inzwischen gar nicht mehr - und liebe es!

Was denkt ihr über den neuen Steam Login? Benutzt ihr die Funktion schon oder seht ihr sie noch gar nicht? Schreibt es mir in den Kommentaren!

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