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Ein zentraler Story-Aspekt der Witcher-Spiele sollte eigentlich gar nicht existieren, sagt der Autor der Buchvorlage

Andrzej Sapkowski spricht über ein großes Missverständnis in der Witcher-Welt. Verschiedene Hexerschulen? Das war so nicht geplant.

Wolfsschule, Katzenschule, Vipernschule: Alles Quatsch, sagt der Autor der Witcher-Bücher. Wolfsschule, Katzenschule, Vipernschule: Alles Quatsch, sagt der Autor der Witcher-Bücher.

Im Universum von The Witcher ist man nicht von Geburt an Hexer, man wird dazu gemacht. Nachdem Magier an Kindern mit Experimenten versucht hatten, die perfekten Krieger zu erschaffen, mussten die Resultate auch irgendwo untergebracht werden.

Die heranwachsenden Kämpfer wurden fortan in sechs verschiedenen Hexerschulen untergebracht und weiter ausgebildet - dachten wir zumindest.

Tatsächlich gehen hier die Witcher-Spiele und -Bücher hier deutlich auseinander. Andrzej Sapkowski, der Autor der Romanvorlage, spricht auf Reddit über eines der größten Missverständnisse der Adaption.

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»Einer Entwicklung nicht würdig und erzählerisch falsch«

Geralt von Riva selbst wurde laut den Spielen in der Wolfsschule ausgebildet, deren Wappen zu den ikonischsten Symbolen der Reihe gehört. Genau diese Schule wird auch in den Büchern von Sapkowski erwähnt, allerdings bleibt es bei dieser einzelnen Erwähnung.

Alle anderen Schulen, wie die Greifen- und Bärenschule, wurden von den Entwicklern der Spiele hinzugedichtet. Sapkowski ist von dieser Ergänzung aber offenbar nicht so angetan, wie er jetzt in einem Reddit-AMA (»Ask me anything« - »fragt mich alles«) offenbart.

Ein einziger Satz über eine »Wolfsschule« fand auf mysteriöse Weise seinen Weg in Der letzte Wunsch [eine der originalen Kurzgeschichten-Sammlungen]. Später hielt ich ihn für einer Entwicklung nicht würdig und erzählerisch falsch, ja sogar schädlich für die Handlung.

Daher habe ich später nie wieder Witcher-Gryffindors oder Slytherins erwähnt oder darauf Bezug genommen. Niemals. Dieser eine Satz reichte jedoch aus. Adaptoren, insbesondere die Videospielleute, haben sich mit bemerkenswerter Hartnäckigkeit an diese Idee geklammert und diese Witcher-Schulen auf wunderbare Weise vervielfacht. Völlig unnötig.

Da sich in den Köpfen der Fans aber mittlerweile das Bild der Hexerschulen manifestiert hat, will sich Sapkowski eine Lösung überlegen. Der mittlerweile 77 Jahre alte Autor ist sich jedoch noch unsicher, wie er mit der Idee umgeht.

So überlege er, den Satz über die Wolfsschule einfach aus künftigen Ausgaben von Der letzte Wunsch zu streichen. Oder aber er erklärt das Thema in späteren Büchern und beleuchtet die Herkunft des Hexermedaillons auf seine eigene Weise. »Es gibt viele Möglichkeiten, the sky is the limit«, schreibt er auf Reddit.

In dem Thread zeigt sich Sapkowski aber auch versöhnlich … irgendwie. Adaptionen und Original funktionierten unabhängig voneinander, aber »das geschriebene Wort triumphiert immer und eindeutig über Bilder, und kein Bild – ob animiert oder nicht – kann mit der Kraft des geschriebenen Wortes mithalten.«

Abgeneigt von weiteren TV-Umsetzungen ist er jedenfalls nicht. Die Hussiten-Trilogie würde er gerne als Bewegtbild umgesetzt sehen und macht sogar ein wenig Hoffnung darauf: »Es ist nicht ausgeschlossen, dass eine solche Adaption umgesetzt wird. Allerdings kann ich derzeit keine Details dazu nennen.«

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