Oh. Ihr habt trotz der Überschrift auf diesen Artikel geklickt? Dann muss ich jetzt aber auch abliefern! Ich war ja erst skeptisch, ob ich euch wirklich zu meiner spoilerfreien Filmkritik locken kann, denn seien wir mal ehrlich: Egal, wie gut oder schlecht Super Mario Galaxy bewertet wird, der Film wird massenhaft Zuschauer in die Kinos locken.
Schon der erste Teil (also der von 2023, nicht der Film von 1993) hat mit Leichtigkeit die Milliarden-Dollar-Marke geknackt, während die Zuschauer-Wertungen im Durchschnitt an der vollen Punktzahl kratzen. Auch für Galaxy sieht die Prognose fürs Startwochenende laut Deadline schon mal ziemlich vielversprechend aus.
Die ersten Kritiker-Reviews … eher weniger. Von 0 bis 10 sind so ziemlich alle Wertungen dabei und aktuell pendelt sich der Durchschnittswert auf Rotten Tomatoes bei 44 Prozent ein.
Und da ihr immer noch hier seid, wollt ihr offensichtlich meine Meinung zu Super Mario Galaxy wissen. Ich fühle mich ohne Witz geschmeichelt!
Was ihr zum Super Mario Galaxy Film wissen solltet
Aber kommen wir erstmal zu den harten Fakten:
- Super Mario Galaxy startet am 1. April 2026 in den deutschen Kinos.
- Für die Regie ist abermals Matthew Vogel verantwortlich, der bereits den ersten Teil für das Minions-Studio Illumination in Szene setzte.
- Gerade im englischen Original setzt der Film auf einen hochkarätigen Cast: Zu Chris Pratt (Mario), Charlie Day (Luigi), Anya Taylor-Joy (Peach) und Bowser (Jack Black) stoßen jetzt Stars wie Brie Larson (Rosalina), Ben Safdie (Bowser Jr.) und Donald Glover (Yoshi).
- Im Deutschen sind wiederum Leonhard Mahlich, Dalia Mya Schmidt-Foß, Gerrit Schmidt-Foß, Tobias Meister, Dirk Petrick oder Patrick Roche am Start.
Worum es überhaupt geht? Die Story ist wirklich schnell zusammengefasst: Nach dem Sieg über Bowser verdingen sich Mario und Luigi sogar jenseits des Pilz-Königreichs als Klempner und treffen so auf einen kleinen Dino, meinen absoluten Lieblings-Nintendo-Charakter Yoshi.
Der ist genauso goldig wie eh und je, aber leider ist Mario Galaxy kein Yoshi-Film, sondern dreht sich stattdessen um die nächste Prinzessinnen-Entführung: diesmal schnappt statt Bowser Jr. Rosalina statt Bowser Peach und damit ist wirklich alles anders!
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Im offiziellen Trailer zum Super Mario Galaxy Film trifft Mario endlich auf einen seiner treuesten Begleiter
Für wen ist der Super Mario Galaxy Film interessant?
Kleiner Scherz. Im Endeffekt handelt es sich bei der Story von Super Mario Galaxy um eine eher fadenscheinige Entschuldigung, uns am Rockzipfel von Mario, Peach und Co. auf ein Neues durch allerlei Set-Pieces der Nintendo-Spiele zu jagen.
Und das muss ich dem Film lassen: Das sieht schon alles wahnsinnig gut aus! Wer sich auch nur ansatzweise mit den Videospielen beschäftigt hat, wird überall vertraute Kulissen, Figürchen oder Easter Eggs sehen und hören. Der Super Mario Galaxy Film ist in seinen besten Momenten wie ein bunter Freizeitpark, bei dem man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt.
Bei mir hat es schon gereicht, dass Yoshi Yoshi-Dinge machen darf, um mich dümmlich zum Kichern zu bringen - wie zum Beispiel sein grandioses Gecko-Geräusch oder Leute fressen und als Eier rauspressen (mir ist bewusst, wie falsch das klingt …). Irgendwas von der Palette, die der Super Mario Galaxy Film auffährt, wird euch wahrscheinlich auch abholen, und wenn es nur Glen Powell als supercooler Fox McCloud ist.
Doch wagt man nur einen kurzen Blick über den Rand des mit Nostalgie und Merchandising prall gefüllten Tellers hinaus, wird es sehr schnell sehr dünn. Das fängt schon an der schwachen Story an, in deren Zuge wirklich kein einziger Charakter so etwas wie eine Entwicklung durchmachen darf.
Bei zwei Schlüsselfiguren (und ich bleibe hier bewusst vage, weil etwa anderes könnte ich bei diesem Film gar nicht spoilern) wird persönlicher Fortschritt zwar angetäuscht, aber dann kommt es doch zu einem Rückzieher. Und das macht einen ohnehin schon schalen Film umso unbefriedigender.
Nicht nur das: Solltet ihr eure Kleinen mit ins Kino schleppen oder von ihnen mit ins Kino geschleppt werden, geht damit wirklich jeglicher pädagogischer Mehrwert flöten. Und dabei bringt den eigentlich so gut wie jeder Film mit, der an ein jüngeres Publikum gerichtet ist. Findet Nemo bringt uns bei, dass wir uns unseren Ängsten stellen. Alles steht Kopf, dass unsere Gefühle nur menschlich sind. Oder Der König der Löwen, dass wir das Leben auch einfach mal genießen sollen.
Versteht mich nicht falsch: Für mich muss nicht jeder Film die Moralkeule schwingen. Und die oben genannten Beispiele schaffen das auch oft (aber nicht immer) auf ziemlich subtile Art und Weise. Doch nach dem Kinobesuch habe ich mich schon gefragt, was ich aus Super Mario Galaxy überhaupt mitnehmen soll?
Denn bis auf spektakuläre Animationen, charmante Vertonungen, ein paar nette Gags und Easter Eggs hat das 98-minütige Nostalgie-Fest nichts zu bieten. Eigentlich eine ideale Kinoerfahrung für Zuschauer mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne, aber für mich kein Film, den ich mir ein zweites Mal anschauen werde.
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