Einsteiger-Guide zu Teamfight Tactics: Die wichtigsten Tipps zum Start

Wir zeigen euch, worauf ihr in TFT achten müsst: Von den grundlegenden Auto-Chess-Mechaniken bis zu den Besonderheiten der League-of-Legends-Version.

von Maurice Weber,
26.06.2019 18:36 Uhr

Wir erklären euch, wie ihr eure Champions in Teamfight Tactics zum Sieg führt.Wir erklären euch, wie ihr eure Champions in Teamfight Tactics zum Sieg führt.

Teamfight Tactics ist ein völlig neuer Modus für League of Legends, und damit gibt's einiges zu lernen. Vor allem, wenn ihr bislang noch keine andere Auto-Chess-Variante wie Dota Underlords gespielt habt. Denn das ungewöhnliche Spielkonzept unterscheidet sich stark vom klassischen League of Legends. Aber selbst wer Auto Chess kennt, muss hier einige neue Feinheiten lernen. Unser Guide hilft euch dabei!

Wie spielt man Teamfight Tactics überhaupt?

In Teamfight Tactics baut ihr euch über mehrere Runden das bestmögliche Team aus Champions auf und platziert diese strategisch auf eurem Feld. Dann kämpfen diese automatisch gegen das Team eines Feindes. Hier könnt ihr nicht eingreifen! Ihr bestimmt den Ausgang nur durch eure Champion-Komposition, Aufstellung und Itemwahl mit.

Hat der Kampf einmal begonnen, könnt ihr nicht mehr eingreifen.Hat der Kampf einmal begonnen, könnt ihr nicht mehr eingreifen.

Zwischen den Runden kauft ihr neue Champions und schraubt an eurem Team. Die ersten Runden sind PvE-Kämpfe gegen neutrale Feinde, damit ihr einen Grundstock an Gold und Items abstauben könnt. Danach streut das Spiel in regelmäßigen Abständen weitere solche Beute-Runden gegen die KI ein, aber primär kämpft ihr fortan gegen die Teams der anderen sieben Spieler. Jede verlorene Runde kostet euch Lebenspunkte. Es gewinnt, wer als letzter noch steht.

Das müsst ihr bei der Champion-Wahl beachten

Zu Beginn jeder Runde setzt euch Teamfight Tactics ein zufälliges Sortiment an Champions im Store vor und ihr könnt euer Gold investieren, um die Helden eurer Wahl zu kaufen. Sie landen zuerst auf eurer Bank, dann könnt ihr sie aufs Feld ziehen. Im Lauf des Spiels levelt ihr auf und könnt mit jedem Level einen Champion mehr gleichzeitig einsetzen. Aber welche solltet ihr nun kaufen? Das hängt von einer ganzen Reihe an Faktoren ab:

  • Champion-Seltenheit: Die Recken kommen in fünf Seltenheitsstufen und kosten entsprechend eine bis fünf Goldmünzen. Zu Beginn werdet ihr vor allem günstige Charaktere zur Auswahl haben, mit steigendem Level seht ihr zunehmend auch teurere und damit stärkere.
  • Klasse und Herkunft: Wenn ihr mehrere Champions der gleichen Klasse oder der gleichen Herkunft ins Feld führt, schaltet ihr unterschiedliche Boni frei. Zum Beispiel rufen Elementarmagier ein Elementar aufs Feld, wenn ihr drei davon habt. Jeder Champion hat sowohl eine Klasse als auch eine Herkunft, sodass es einige Kombinationsmöglichkeiten gibt.
  • Fähigkeiten: Jeder Champion hat eine aktive oder passive Fähigkeit. Aktive Fähigkeiten verbrauchen Mana. Das sammeln Helden, wenn sie angreifen oder Schaden erleiden. Je niedriger der Manawert eines Champions ist, desto weniger Mana kostet seine Fähigkeit und desto häufiger kann er sie einsetzen.
  • Champions verbessern: Es lohnt sich, den gleichen Champion mehrfach zu kaufen. Besitzt ihr nämlich drei Exemplare eines Helden mit einem Stern, kombiniert ihr die zur stärkeren Zwei-Sterne-Version. Und wenn ihr die dreimal habt, kriegt ihr die mächtigste Dreistern-Form des Champions!

Beachtet, dass alle Spieler aus einem gemeinsamen Champion-Pool kaufen. Wenn ihr also jedes Exemplar eines Helden aufkauft, das euch unterkommt, reduziert ihr die Chancen, dass eure Gegner ihn erhalten - und umgekehrt. Es kann sogar passieren, dass ein Champion komplett vergriffen ist. Allerdings wandern die Champions eines Spielers zurück in den Pool, wenn er besiegt wird.

Diese Tabelle von Riot zeigt nach Seltenheitsstufe, wie oft ein einzelner Champion dieser Stufe im Pool existiert und wie hoch die Chance ist, dass ein Champion dieser Stufe bei uns im Store auftaucht. Zum Beispiel gibt es jeden Helden der Seltenheits-Stufe 1 39-mal im Pool. Wenn wir selbst im Level aufsteigen, steigt unsere Chance auf höherstufige Helden im Store, während sie bei niedrigstufigen sinkt.Diese Tabelle von Riot zeigt nach Seltenheitsstufe, wie oft ein einzelner Champion dieser Stufe im Pool existiert und wie hoch die Chance ist, dass ein Champion dieser Stufe bei uns im Store auftaucht. Zum Beispiel gibt es jeden Helden der Seltenheits-Stufe 1 39-mal im Pool. Wenn wir selbst im Level aufsteigen, steigt unsere Chance auf höherstufige Helden im Store, während sie bei niedrigstufigen sinkt.

In jedem Fall lohnt es sich also, die Kompositionen der Gegner im Auge zu behalten. Zum einen, um sie mit euren eigenen Champions zu kontern - zum anderen, weil ihr so einschätzen könnt, welche Champions sie wohl noch kaufen wollen und welche noch gut verfügbar sind.

Seht ihr einen bestimmten Champion etwa schon mehrmals mit zwei oder gar drei Sternen beim Feind, stehen eure Chancen schlechter, ihn selbst noch oft genug zusammenzukriegen. Habt ihr eure Strategie darauf ausgelegt, ihn zu ergattern, solltet ihr vielleicht umdenken. In Teamfight Tactics zahlt es sich aus, flexibel zu sein und auf die Strategien eurer Gegner zu reagieren.

Übersicht: Alle Champions in Teamfight Tactics und ihre Eigenschaften
Rangliste: Welche Champions ihr immer kaufen und welche ihr meiden solltet
Guide: So kombiniert ihr Champions zu den besten Teams

So nutzt ihr das Karussell zu eurem Vorteil

Die auffälligste neue Spielmechanik verglichen mit anderen Auto-Chess-Spielen ist in Teamfight Tactics das Karussell. Das erlebt ihr gleich zu Beginn: Euren allerersten Champion kauft ihr nicht im Store, sondern ihr schnappt ihn euch vom Karussell. Der Haken ist, dass die anderen Spieler das gleiche tun! Ihr müsst also schnell sein, um euren Lieblings-Champion zu ergattern - aber trotzdem vorsichtig, denn ihr bekommt den Champion, den ihr zuerst berührt. Einen zweiten Versuch gibt's nicht.

Im Karussell wetteifern Spieler um die rotierenden Champions in der Mitte.Im Karussell wetteifern Spieler um die rotierenden Champions in der Mitte.

Im späteren Spielverlauf kehrt das Karussell zurück, dann aber mit einem zusätzlichen Kniff: Wer in der Rangliste hinten liegt, darf zuerst wählen. So habt ihr die Chance, noch einmal aufzuholen und gratis einen wertvollen Champion abzustauben.

Gold verdienen und schlau ausgeben

Vor allem nutzt ihr Gold, um euch neue Champions zu kaufen. Das ist aber nicht alles: Ihr könnt es alternativ auch in Erfahrungspunkte stecken. Die erhaltet ihr zwar auch automatisch nach jeder Runde, aber so könnt ihr schneller in der Stufe aufsteigen und eure Feinde überholen. Mit jeder Stufe könnt ihr einen Champion auf dem Feld platzieren. Außerdem erhöht sich - wie ihr weiter oben in der Tabellengrafik seht - eure Chance auf seltenere Champions im Store.

Zuletzt lässt sich Gold auch noch einsetzen, um den Store zu rotieren und eine neue Auswahl an Champions zu erhalten. Dies kann nützlich sein, wenn ihr etwa ganz gezielt einen bestimmten verbessern wollt und mehr Exemplare von ihm braucht. Ihr erhaltet Gold auf folgenden Wegen:

  • Automatisch zu Beginn jeder Runde
  • Für Siege gegen andere Spieler
  • Als Bonus für Sieges- oder Niederlagenserien zu Beginn einer Runde
  • Als Zinsen für euer angehäuftes Gold: Für alle zehn Münzen, die ihr besitzt, erhaltet ihr eine Münze Zinsen bis zu einem Limit von fünf Münzen
  • Durch den Verkauf bereits gekaufter Champions

In ihrer Grundform könnt ihr Champions für ihren Einkaufspreis wieder verschachern. Champions mit zwei oder drei Sternen verkauft ihr aber nicht mehr zum vollen Preis, hier macht ihr ein Verlustgeschäft. Die Wirtschaft ist enorm wichtig in Teamfight Tactics. Gebt nicht all eurer Gold auf einmal aus, sondern spart auf die wertvollen Zinsen.

Trailer zu Teamfight Tactics erklärt die Auto-Chess-Version von League - 1:44 Trailer zu Teamfight Tactics erklärt die Auto-Chess-Version von League -

Items sammeln und kombinieren

Starke Champions sind nur die halbe Miete, ihr müsst sie auch noch mit Items ausstatten. Die sammelt ihr auf zweierlei Weise: Ihr könnt sie am Ende Beute-Runden gegen neutrale Monster erbeuten oder mit den Helden aus dem Karussell einsacken. Die kommen bereits mit Ausrüstung.

Achtet darauf, welche Items zu welchem Champion passen! Ihr könnt jedem Helden einen Gegenstand geben, indem ihr das Item einfach auf den Champion zieht. Der Giant's Belt erhöht zum Beispiel die Lebenspunkte und eignet sich damit am besten für eure Tanks an der Front. Die Auswahl ist besonders wichtig, weil ihr Items danach nicht mehr tauschen könnt - habt ihr einem Champion mal ein Item verpasst, könnt ihr es ihm nur wieder entreißen, wenn ihr den Helden verkauft.

Ihr könnt ihm allerdings noch weitere Items geben und sie so kombinieren. Die besten Items bekommt ihr, indem ihr zwei Grund-Gegenstände verbindet. Wenn ihr ein Item wählt und mit der Maus über einen bereits ausgerüsteten Champion fahrt, seht ihr, was die Kombination ergeben würde. Jeder Champion kann bis zu drei kombinierte Items tragen.

Es empfiehlt sich oft, Items lieber auf einem besonders starken Charakter zu stapeln, statt sie gleichmäßig zu verteilen. Schließlich synergieren die Gegenstände: Mehr Angriffskraft wird besser, wenn der entsprechende Held obendrein auch noch mehr Angriffsgeschwindigkeit erhält.

Alle Items und Kombinationen: Unser Item Cheat Sheet zu Teamfight Tactics

Champions richtig positionieren

Nur weil ihr eure Helden nicht aktiv steuert, heißt das nicht, dass ihr keinen Einfluss auf das Kampfgeschehen habt. Ihr bestimmt ja die Aufstellung eurer Truppe. Es empfiehlt sich in der Regel, Tanks an die Frontlinie zu stellen und verwundbare Fernkämpfer dahinter.

Offensive Nahkämpfer solltet ihr so aufstellen, dass sie zwar früh zum Feind kommen, aber nicht gleich sein erstes Angriffsziel werden, zum Beispiel in die zweite Reihe direkt hinter den Tanks oder etwas nach hinten verschoben an den Seiten für einen Flankenangriff.

Zum Sieg gibt's ein kleines Feuerwerk - das seht ihr mit der richtigen Aufstellung umso häufiger!Zum Sieg gibt's ein kleines Feuerwerk - das seht ihr mit der richtigen Aufstellung umso häufiger!

Die Fähigkeiten und Eigenschaften der Helden können stark beeinflussen, wie ihr sie am besten aufstellen solltet. Yasuo wird als Exilant beispielsweise etwa stärker, wenn er abseits der anderen Champions startet. Und Assassinen springen zu Schlachtbeginn automatisch zu weit entfernten Feinden - seid darauf gefasst, wenn ihr eure zerbrechlichen Fernkämpfer postiert. Wenn ihr mit Assassinen rechnet, könnt ihr sie überraschen, indem ihr in eurer hinteren Linie unerwartet einen Tank postiert.

Wenn ihr auf den Namen eines Gegners klickt, seht ihr sein Feld und könnt damit im Auge behalten, wie eure Feinde sich aufstellen und wie ihr am besten darauf reagiert.


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