The Acolyte: Der wichtigste Jedi aus Folge 4 hätte nie existiert, wenn es nach George Lucas gegangen wäre

Der Schöpfer des Star-Wars-Franchises hat vor etwa 50 Jahren eine kuriose Regel aufgestellt. Die neue Serie wirft diese Regel über den Haufen.

Der Wookie Kelnacca (gespielt von Joonas Suotamo) in The Acolyte ist ein Jedi. Foto: Lucasfilm Ltd. + TM Der Wookie Kelnacca (gespielt von Joonas Suotamo) in The Acolyte ist ein Jedi. Foto: Lucasfilm Ltd. & TM

Mace Windu, Plo Koon, Ahsoka Tano – Die Jedi-Akademie steht jedem offen, ob Menschen, Kel’Dor oder Togruta. Selbst jener unbekannten Spezies, der Yoda angehörte. Doch stand sie wirklich allen offen?

Offenbar nicht so ganz, wie sich jetzt in der aktuell auf Disney+ laufenden Serie The Acolyte zeigt. Denn die bricht als erste Realverfilmung mit einer Regel, die Altmeister und Franchise-Schöpfer George Lucas vor etwa 50 Jahren aufgestellt hat.

Von der Regel war auch KotOR 2 betroffen

In Folge 4 von The Acolyte lernen die Zuschauer erstmals den Jedi names Kelnacca (gespielt von Joonas Suotamo) kennen – einen Wookie. Und das ist fast eine Premiere.

Denn laut collider.com hat Lucas bereits bei der ersten Trilogie festgelegt, dass Wookies nicht in demselben Maß die Macht beherrschen sollen, wie etwa Luke Skywalker. Anders als andere Spezies im Star-Wars-Universum waren die Wookies in ihrer Rolle mehr oder weniger festgelegt.

Diese kuriose Regel soll auch der Grund gewesen sein, ein Videospiel anders zu konzipieren. Denn laut Wookieepedia war der Kopfgeldjäger Hanharr in Star Wars Knights of the Old Republic 2: The Sith Lords zunächst als dunkler Jedi konzipiert.

The Acolyte: Disney zeigt schon jetzt, wie die Kämpfe der neuen Star-Wars-Serie entstanden sind Video starten 1:13 The Acolyte: Disney zeigt schon jetzt, wie die Kämpfe der neuen Star-Wars-Serie entstanden sind

Aufgrund der oben genannten Regel habe sich Obsidian damals aber gezwungen gesehen, diese Pläne zu verwerfen. Der Comicbuchautor Randy Stadley erklärte in einem Forum die Regel laut Lucasfilm folgendermaßen:

Es gibt offenbar eine Reihe von Spezies, die entweder nicht die Fähigkeit haben, die Macht zu nutzen, oder denen es an dem für die Jedi-Ausbildung erforderlichen Feingefühl fehlt.

Neben den Wookies betrifft dies auch die Sandleute von Tatooine oder die Ewoks vom Waldmond Endor. Warum gerade diese Spezies davon betroffen waren, ist nicht bekannt.

Wookie-Jedis in Büchern und Comics

Allerdings wurde die Regel nicht konsequent umgesetzt. So schließt sich etwa Lowbacca, ein Neffe von Chebacca, dem Jedi-Orden nach dem Sturz des Imperiums an, beschrieben in dem Buch Young Jedi Knights: Heirs of the Force (Die Hüter der Macht) von Kevin Anderson.

In der Star Wars Serie des Comicbuchverlages Dark Horse aus den frühen 1990er-Jahren tritt der Jedi-Meister Tyvokka auf, der den späteren Meister Plo Koon ausbildet.

Und auch auf den Bildschirmen gab es schon einen Wookie-Jedi-Schüler: Gungi, der in der Serie The Clone Wars vorkommt. Allerdings bringt The Acolyte zum ersten Mal einen Wookie in einer Realverfilmung der Star-Wars-Saga auf die Leinwand. Zum ersten Mal seit dem Kinostart des ersten Films, Krieg der Sterne, im Jahr 1977.

Trotz dieser Premiere kommt The Acolyte bei euch nicht gut an, wie jüngst unsere Community-Umfrage ergab.

Eine große Mehrheit der Teilnehmer attestierte der Serie dort mittlere bis große Mängel. Der Hälfte der Umfragen-Teilnehmer gefällt die Serie überhaupt nicht. Den Link zur Umfragen-Auswertung findet ihr in der obigen Info-Box.

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