Nach sieben Jahren und fünf Staffeln ist es mit The Boys aus und vorbei … zumindest, bis 2027 mit Vought Rising das mittlerweile dritte Spin-off bei Prime Video aufschlägt. Und ausgerechnet auf der Zielgeraden hat sich die Hauptserie viel Zeit genommen, um darauf vorzubereiten.
Dabei handelt es sich um einen der größten, aber freilich nicht den einzigen Kritikpunkt an der finalen Season von The Boys. Der Unmut und die Enttäuschung zahlreicher Zuschauer spiegeln sich unter anderem in vielen Foren oder auch den Wertungen zur fünften Staffel wider – auf Rotten Tomatoes oder IMDb gibt es beispielsweise gleich zwei Negativrekorde.
Die Online-Welt repräsentiert nicht die echte Welt
Und was sagt der Serien-Chef dazu? Im Interview mit TV Line wurde Eric Kripke auf die arg durchwachsene Resonanz gegenüber dem Ende von The Boys angesprochen. Und hier lässt der 52-jährige Showrunner durchblicken, dass ihm die wohl keine schlaflosen Nächte bereitet.
Ganz im Gegenteil: Er steht offen dazu, wie die fünfte und letzte Staffel geworden ist. Aber lest am besten einfach mal selbst:
Ich gehe in dieser Hinsicht nicht so gesund damit um, dass ich sagen würde, ich schaue mir [all das Feedback] gar nicht erst an. Ich sehe das alle. Und natürlich gibt es dabei sehr viele unglückliche Leute online, zu denen ich zwei Dinge sagen möchte: Zuerst: Ich freue mich aufrichtig darüber, dass Leute so viel Leidenschaft mitbringen.
Es ist mein Job, dass die Leute leidenschaftlich in Bezug auf die Arbeit sind, die ich mache. Wenn sie sich darüber streiten oder darüber aufregen [...] dann ist das auch Leidenschaft. Du schaust dir [meine Serie] an und das ist alles in Ordnung. Meine Aufgabe ist, eine emotionale Reaktion hervorzurufen und nicht unbedingt vorzugeben, wie die auszusehen hat.
Ich musste aber auch schon tausende Male die gleiche Lektion lernen, dass die Online-Welt nicht die echte Welt repräsentiert. Wir haben [mit Staffel 5 von The Boys] mehr als 60 Millionen Zuschauer [zum Einschalten gebracht], daher macht jeder Online-Aufruhr, der sich sehr umfassend anfühlt, tatsächlich nur einen Bruchteil eines Prozentpunktes aus.
Natürlich hat jeder das Recht auf eine eigene Meinung, und wenn ich euch enttäuscht habe, tut es mir leid. Aber das war nun mal die Geschichte, die ich erzählen wollte.
Man muss das einfach relativieren und im Hinterkopf behalten, dass [die Empörung] von einem kleinen, lautstarken Publikum handelt, während die große Mehrheit offenbar gerne einschaltet.
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»Hier ist das Budget von Staffel 5 hingeflossen« - Der erste Teaser zu Vought Rising ist da! Doch der Schmerz über das enttäuschende The-Boys-Finale sitzt bei Fans noch tief
Folgen wir Kripkes Logik, bedeutet eine hohe Einschaltquote, dass das übergreifende Publikum mit Staffel 5 von The Boys zufrieden ist. Eine These, die so nur schwer haltbar ist.
Denn hohe Zuschauerzahlen oder Einspielergebnisse sagen wenig über die eigentliche Qualität eines Films oder einer TV-Serie aus. Oft genug haben Produktionen mit objektiven Problemen Rekorde gebrochen und umgekehrt sind ein paar Meisterwerke der Kino- und Fernsehgeschichte baden gegangen.
Fairerweise muss sich Eric Kripke nun nicht mehr allzu viel Gedanken über The Boys machen. Mit Staffel 5 wurde die Hauptserie beendet und bei Vought Rising ist er nur noch als Produzent involviert. Die Rolle des Showrunners übernimmt hier Paul Grellong, der schon seit Jahren an der Haupt-Serie beteiligt ist.
Vought Rising startet irgendwann 2027 bei Prime Video – ein genauer Release-Termin ist aktuell nicht bekannt. Das Prequel spielt sich im New York der 1950er Jahre ab und dreht sich um Soldier Boy (Jensen Ackles) sowie Stormfront (Aya Cash).
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