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Seite 2: The Crew im Test - Von wegen Auto-MMO!

Wenn's piept, muss man suchen

Wie es sich für ein Open-World-Rennspiel gehört, gibt es auch abseits der Storymissionen jede Menge zu erledigen. Wer sein Radar aufmerksam beobachtet, sieht es an manchen Stellen der Spielwelt blinken und gleichzeitig piepen. Je nach angezeigtem Symbol befindet sich dann eine versteckte Sendestation oder ein verborgenes Auto in der Nähe.

Wird das Piepen schneller und die Farbe des Radars wechselt zu Gelb und schließlich Grün, sind wir auf der richtigen Spur. Haben wir eine Sendestation entdeckt, zoomt die Kamera auf besondere Orte in der Umgebung und alle Herausforderungen werden auf der Karte markiert - hat da jemand Assassin's Creed gesagt? Und die rostigen Autos belohnen uns mit einem Zusatzfahrzeug - vorausgesetzt, wir finden genug von ihnen.

The Crew - Launch-Trailer: Crashs und LaFerrari 2:56 The Crew - Launch-Trailer: Crashs und LaFerrari

Unnötige Mikrotransaktionen
Neben Assassin's Creed Unity ist The Crew das zweite aktuelle Ubisoft-Spiel mit Mikrotransaktionen. Für echtes Geld können wir sogenannte Crew-Credits kaufen und damit dann neue Autos, Tuning-Teile oder optische Gimmicks wie neue Lackierungen oder Aufkleber erwerben. 45.000 Crew-Credits kosten beispielsweise 4,99 Euro, für 600.000 Credits sind 49,99 Euro fällig. Zum Vergleich: Ein Startauto kostet 22.500 Credits, also umgerechnet ungefähr zwei Euro. Alle Inhalte in The Crew sind auch normal erspielbar, allerdings dauert das teilweise recht lange. Wir hatten während der gesamten Spielzeit aber nicht einmal das Gefühl, Echtgeld einsetzen müssen, um voranzukommen.

Wer die Augen offen hält, kann zudem knapp 250 Sehenswürdigkeiten finden und fühlt sich dann fast wie ein echter Amerikatourist. Egal ob Central Park, Hoover Dam oder Santa Monica Pier - Ivory Tower hat an fast alle ikonischen USA-Highlights gedacht, auch wenn manche Attraktionen wie die Niagarafälle ihren Vorbildern in etwa so stark ähneln wie Hauptcharakter Alex einem Laternenpfahl. Jede angesteuerte Sehenswürdigkeit belohnt uns mit einem Schuss Erfahrungspunkte.

Aber auch ganz ohne Belohnungen ist es ein großer Spaß, einfach nur durch die Gegend zu cruisen und die Spielwelt auf sich wirken zu lassen. Ein Sonnenuntergang im Monument Valley, ein Trip bei Nacht durch New York oder ein Ausflug in die Sümpfe Louisianas - es sind die Vielfalt und Glaubwürdigkeit dieser Eindrücke, die The Crew so besonders machen. Die übersichtliche Karte sorgt zudem dafür, dass wir uns in der Weltgewalt des Rennspiels nicht vollkommen verlieren. Große Erleichterung: Dank praktischer Schnellreisefunktion können wir jeden Punkt ansteuern, den wir schon einmal besucht haben. Nervig dagegen: Die Karte ist nicht stufenlos zoombar, so geht eine Menge Komfort flöten.

Städtetour: Chicago In Chicago beginnt der USA-Trip von Alex. Hier verdient er sich mit dem Street-Kit seine ersten Sporen.

Detroit In "Motor City" erledigt der Protagonist weitere Aufträge und taucht tiefer in die Welt der Straßengang 510 ein.

New York In New York rüstet Alex seine Karre mit dem Gelände-Kit aus und erledigt Aufträge für Schrauber Harry.

Miami Die Stadt in Florida ist das Terrain der attraktiven Alita. Alex fährt hier hauptsächlich Rennen mit dem Performance-Kit.

Las Vegas In der Casino-Metropole wechseln wir auf das Rallye-Kit und treffen die mysteriöse Roxanne. Auch FBI-Cop Coburn finden wir hier.

Los Angeles In Kalifornien steigt der Showdown gegen 510-Boss Shiv. Dabei setzt Alex hauptsächlich auf das hochgezüchtete Racing-Kit.

San Francisco Nach getaner Arbeit erkunden wir den Rest der virtuellen USA. Empfehlenswert: San Francisco mit der Golden Gate Bridge.

Und was ist mit MMO?

Klingt bisher eher nach einem Solo-Rennspiel, oder? Und trotz benötigter Internetverbindung fühlt es sich auch genau so an. Dabei war The Crew doch als MMO mit Tausenden Spielern gleichzeitig angekündigt. Es kann gut sein, dass Tausende Spieler gleichzeitig in den virtuellen USA unterwegs sind. Nur: Nicht auf unserem Server. In einer Instanz sind nämlich maximal acht Spieler zugelassen, für die Größe der Spielwelt ist das nahezu lächerlich. So rauscht uns alle Jubeljahre mal ein menschlicher Spieler entgegen, der versucht uns dann aber meistens, von der Straße zu rammen.

Dafür funktioniert das namensgebende Crew-Feature exzellent. Wir können uns mit bis zu drei anderen Spielern in einer Crew zusammenschließen und zum Beispiel Storymissionen gemeinsam absolvieren (insbesondere die frustigen Verfolgungsmissionen werden so etwas einfacher), die Gegend erkunden oder gegen andere Crews antreten. Das gibt dann ein paar zusätzliche Erfahrungspunkte und Bucks.

Die Sendestationen sind teilweise gut versteckt, belohnen uns aber mit der Anzeige aller Highlights in der Umgebung. Die Sendestationen sind teilweise gut versteckt, belohnen uns aber mit der Anzeige aller Highlights in der Umgebung.

Wer dagegen besonderen Wert auf PvP setzt, steuert eine der auf der Karte verteilten PvP-Arenen an. Blöd hierbei allerdings: Die Wartezeiten sind teilweise extrem lang. Wir empfehlen daher, grundsätzlich mit bekannten Spielern oder Freunden in den Ring zu steigen. Und so spaßig es auch sein mag, mit anderen die riesige Karte unsicher zu machen: Von einem echten Auto-MMO ist The Crew in etwa so weit entfernt wie ein Muscle-Car von umweltschonenden Abgaswerten. Wieso kann man zum Beispiel keine Bauteile mit Crew-Mitgliedern tauschen? Warum gibt es keine Raid-Entsprechungen für bis zu acht Spieler? Wo ist der Serverbrowser? Und warum kann man seiner Crew im Spiel kein eigenes Logo basteln oder einen Namen geben?

Details im Ubisoft-Baukasten

Technisch hat Ivory Tower in Anbetracht der gigantischen Spielwelt einen tollen Job gemacht. Denn trotz der riesigen Größe wurde nicht an Details gespart, die der Welt Lebendigkeit verleihen. Zivilverkehr, Tiere und Menschen tummeln sich in der virtuellen Miniversion der USA, am Himmel ziehen immer mal wieder Flugzeuge entlang und Vogelschwärme flattern vorbei. Bei den Rennen setzt sich diese Detailverliebtheit fort: Bei einem Rennen in den schneebedeckten Rocky Mountains werden neben der Piste Bäume gefällt, an anderer Stelle donnert direkt neben uns eine Lawine zu Tal.

Je nach Tageszeit blendet uns die tiefstehende Sonne bei den Rennen - wie hier im Death Valley. Je nach Tageszeit blendet uns die tiefstehende Sonne bei den Rennen - wie hier im Death Valley.

Auch die Lichtstimmung ist äußerst gut gelungen. Wenn die Sonne zum Beispiel durch die Baumwipfel in den Nationalparks fällt, wir zur Mittagszeit durch den gigantischen Grand Canyon fahren oder nachts aufs grell beleuchtete Las Vegas zusteuern, ist das schlicht eindrucksvoll und extrem atmosphärisch. Die USA-Reise ist optisch aber alles andere als perfekt, denn dazu ploppen in der Distanz zuviele Objekte ins Bild.

Auf dem PC ist The Crew dank vieler Grafikoptionen und einer 60fps-Option aber trotzdem die insgesamt schönste Version - entsprechend potentes Equipment vorausgesetzt. Allerdings vermissen wir Wettereffekte wie Regen oder Schnee, die hätten dem dynamischen Tag-und-Nacht-Wechsel die Krone aufgesetzt. Böse Zungen behaupten zudem, dass vieles wie aus einem »Ubisoft-Baukasten« zusammengesteckt aussieht.

Tatsächlich fehlt The Crew im Vergleich zu Flitzern wie Burnout Paradise der unverkennbare Stil, die schiere Dimension und die grafische Vielfalt machen das allerdings mehr als wett. Soundtechnisch macht der Titel ebenfalls eine gute Figur. Die Motorengeräusche klingen satt und gut abgemischt, der Soundtrack bleibt dagegen recht subtil und eher im Hintergrund. Nur die deutschen Sprecher fallen, ungewöhnlich für Ubisoft-Verhältnisse, negativ aus dem Rahmen. Aber auch die sind spätestens dann Makulatur, wenn man die Karte öffnet. Meine Fresse, ist das riesig!

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