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Seite 2: The Witcher auf Netflix: Unsere Serienkritik

Worauf basiert die Witcher-Serie genau?

Sie beginnen meistens mit einer scheinbar recht simplen Monsterjagd und überraschen dann mit mehr moralischen Grauzonen und Verwicklungen als gedacht. Das hat in den Büchern funktioniert, und es sorgt auch in der Serie für unterhaltsame Storys. Zumal die Autoren die Vorlage weitgehend gut umgesetzt haben.

Einige der besten Zitate wie Geralts erstes "Monster" oder die Frage des kleineren Übels stammen direkt aus der Vorlage. Ihr solltet hier aber kein Game of Thrones erwarten, in dem Dutzende Charaktere bei Hofe Ränke um Ränke schmieden - Politik ist ein Teil von The Witcher, aber diese Story konzentriert sich deutlich enger auf ihre drei Kern-Protagonisten und hat dadurch auch mehr von einer klassischen Fantasy-Abenteuergeschichte.

Der Held ist schließlich Monsterjäger, kein Politiker. Und wo Westeros mal abgesehen von den Drachen und dem Nachtkönig kaum Fantasy-Elemente aufwies, lauern in The Witcher Monster in jedem Gebüsch. Aber gemeinsam mit Game of Thrones hat die Serie eine sehr düstere und zynische Welt: Hier gibt's wenig strahlende Ritter und umso mehr schwierige moralische Fragen.

Sind Menschen die wahren Monster?

Die Menschen sind oft schlimmer als die Monster, die Geralt jagen soll und die Serie befasst sich wie schon Bücher und Spiele mit Themen wie dem Rassismus gegen Elfen und weitere "Anderlinge". Geralt selbst ist wegen seiner Mutationen ein Außenseiter, der wenig Dank erhält für den Dienst, den er der Gesellschaft erweist.

Allerdings gehen in der Adaption auch ein paar Nuancen verloren. Zum einen, dass die ersten Witcher-Storys eigentlich eine dunkle Persiflage auf berühmte Märchen waren. Die Räuberprinzessin Renfri war zum Beispiel ein fieseres Schneewittchen - in den Büchern marodiert sie sogar mit einer Räuberbande aus sieben Gnomen durchs Land.

Solche Anspielungen klammert die Serie weitgehend aus. Der Fairness halber ließen die Bücher diesen Aspekt aber später ebenfalls zunehmend fallen und die Spiele bezogen sich auch nur in Ausnahmefällen wie dem Märchenland in Blood and Wine darauf. Will die Serie also eine Story mit konsistentem Ton schaffen, ist es also wohl sogar besser, das von Anfang an wegzulassen.

Wo modifiziert die Netflix-Serie die Vorlage?

Zum anderen wirken aber auch die Handlungsstränge selbst in der Serie nicht immer ganz so reibungslos konstruiert wie in den Büchern. Es sind teils nur Detailänderungen, die dafür sorgen, dass sich manche Konflikte weniger glaubwürdig entspinnen und die Motivationen der Figuren nicht ganz so nachvollziehbar wirken.

Auch wenn ich mir ehrlich gesagt nicht sicher bin, wie sehr das Leuten überhaupt fallen wird, die die Bücher nicht gelesen haben. Ich bin jedoch immer wieder über kleinere Stellen gestolpert, die einfach etwas … komisch wirkten. Auf der anderen Seite nimmt die Serie aber auch einige richtig clevere Story-Änderungen vor.

Zum Beispiel baut sie Nebenfiguren wie die Zauberin Triss Merigold und Geralts besten Bardenfreund Rittersporn in Geschichten ein, in denen sie ursprünglich gar nicht vorkamen, um ihnen schon früher mehr Screentime zu geben. Aber diese Änderungen wirken keineswegs erzwungen oder fehl am Platz, sondern einfach nur logisch, denn die Figuren passen in diese Geschichten.

So wirkt das einfach nur sinnvoll, ähnlich wie im Herrn der Ringe Frodo durch Arwen vor den Nazgûl retten zu lassen statt durch den Elbenfürsten Glorfindel, der danach eh keine Rolle mehr spielen wird. Erst recht, weil viele Nebenfiguren einfach klasse umgesetzt wurden - vor allem Rittersporn, der für einige unterhaltsame Momente sorgt.

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