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Seite 3: The Witcher auf Netflix: Unsere Serienkritik

Triss im Hintergrund

Enttäuschend für Spielefans dürfte dafür sein, dass Triss recht unscheinbar bleibt. Aber das war sie in den Büchern tatsächlich auch, die Spiele haben sich eine ziemliche Freiheit damit genommen, sie zu so einer wichtigen Figur in Geralts Geschichte hochzustilisieren. Von einer getreuen Buchadaption kann und sollte man das nicht erwarten - denn da war immer klar Yennefer die weibliche Hauptrolle.

Und sie wird ähnlich geschickt wie die Nebenfiguren ausgebaut, wir erfahren mehr über sie als je zuvor. Aber die Serie zaubert diese neuen Handlungsstränge nicht einfach aus dem Hut. Sie basieren alle auf Anspielungen und Hinweisen aus den Büchern und fügen sich dadurch nahtlos ein. Ich hatte nie das Gefühl: Nein, das passt nicht zu der Figur wie wir sie kennen.

Was ja erstmal kein Wunder ist, schließlich hat der Buchautor selbst als Berater mitgewirkt. Trotzdem ist es lobenswert, dass die Serienschreiber selbst bei größeren Änderungen und Ergänzungen das Kunststück schaffen, dass sie sich originalgetreu anfühlen. Allerdings sind die Extra-Handlungsstränge für Ciri und Yennefer ein zweischneidiges Schwert.

Ein zweischneidiges Schwert

Sie waren eben in diesem Umfang nicht Teil der ursprünglichen Kurzgeschichten und deswegen überschneiden sich die Storys auch anfangs kaum. Sie laufen eine ganze Weile nebeneinander her, bis sich mal ein gemeinsamer roter Faden herauskristallisiert. Wer sich mit The Witcher noch nicht auskennt, könnte in den ersten Folgen ziemlich verwirrt sein, was diese drei Figuren eigentlich miteinander zu tun haben.

Zumal die Storys auch vom Tempo her nicht so recht zusammenpassen: Geralt erlebt eher gemächlich seine episodischen Abenteuer, während Yennefers Geschichte zwischen zwei Folgen teils so große Sprünge macht, dass man fast glauben könnte, man habe eine Episode verpasst.

Ciris Geschichte wiederum zieht sich zu langsam hin. Als Ergebnis sind zwar einzelne Folgen sehr wohl spannend, die übergreifende Story tut sich aber schwerer damit, uns vollends in ihren Bann zu schlagen.

Hochwertig produziert

Optisch gibt's weniger zu meckern: Die Serie ist eindeutig hochwertig produziert und zaubert sowohl coole Kostüme als auch schöne Bilder von Burgen, Zauberer-Akademien und anderen Fantasy-Sehenswürdigkeiten auf den Bildschirm. Nur die Nilfgaarder Rüstungen stachen mir als störend raus, die wirken irgendwie billig und verblassen neben der Interpretation der Spiele.

Dafür sind Geralts Kampfszenen ein echtes Highlight: Vor allem das allererste größere Gemetzel ist fantastisch choreographiert und so schnell und brutal, dass es Geralt ohne Zweifel als die Kampfmaschine etabliert, die er sein soll. Allerdings merkt man doch, dass es halt eine Serie ist, und noch keine vom Kaliber eines Game of Thrones.

Sie hat schon das Geld, mal eine größere Armee aufmarschieren zu lassen, aber die eigentliche Schlacht kann sie längst nicht so aufwändig inszenieren wie etwa die Schlacht der Bastarde. Aber gut, Game of Thrones musste auch erstmal jahrelang ein absoluter Welterfolg sein, bevor es soweit war - in der ersten Staffel mogelte es sich um größere Schlachtszenen auch noch rum.

Es wäre also unfair, diese Messlatte anzusetzen - und für sich genommen ist die Witcher-Serie weitgehend sehr hochwertig gemacht. Allerdings - und das bringt mich zu meinem Fazit - konnte sie mich noch nicht derart von den Socken hauen, wie es Game of Thrones damals mit seinen ersten Folgen tat.

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