Thronebreaker: The Witcher Tales - CD Projekt Red: Nicht so erfolgreich wie erhofft

Der Witcher-Ableger Thronebreaker scheint sich nicht so gut zu verkaufen, wie von CD Projekt Red vorab erhofft. Von einem Fehlschlag geht man aber nicht aus.

von Stefan Köhler,
16.11.2018 15:34 Uhr

Thronebreaker: The Witcher Tales ist nicht der erfolgreiche Witcher-Ableger, den sich CD Projekt Red erhofft hat.Thronebreaker: The Witcher Tales ist nicht der erfolgreiche Witcher-Ableger, den sich CD Projekt Red erhofft hat.

Die Fans des Witcher-Universums wollen offensichtlich mehr Geralt-Abenteuer, aber eher keinen Ableger wie Thronebreaker: The Witcher Tales. Denn wie der Entwickler CD Projekt Red im jüngsten Quartalsbericht zugibt, bleibt der Rollenspiel-Kartenspiel-Mix hinter den selbstgesteckten Erwartungen (via Eurogamer).

Die Nachricht kommt nicht ganz unerwartet: Thronebreaker wurde zuerst exklusiv auf CD Projekts Plattform GOG.com veröffentlicht, tauchte keine zwei Wochen später aber auch auf Steam auf. CD Projekts Geschäftsführer Adam Kicinski gab während der Telefonkonferenz zu, dass Steam natürlich die größere Plattform und damit mehr potentielle Kunden hat.

Kein Finanzgrab

Wirklich düster scheint es aber nicht auszusehen, denn Kicinski erklärt weiter, dass Thronebreaker aller Wahrscheinlichkeit nach Schwarze Zahlen schreiben wird. Die Erwartungen seien nach den guten Wertungen in der Presse schlicht sehr hoch gewesen:

"[..] Wertungen von Journalisten und Spielern entsprachen gleichermaßen unseren Erwartungen, das Spiel wurde gut aufgenommen - und es ist anzumerken, dass es ein deutlich weniger ambitioniertes Projekt als die drei Teile der Witcher-Serie ist, was es deutlich schwieriger macht, sonderlich gute Noten einzustreichen. Nichtsdestotrotz kam der Titel bei der Community gut an, wir haben deswegen unsere Erwartungen an den Verkaufserfolg nach oben geschraubt. Traurigerweise wurden diese Erwartungen bisher nicht erfüllt. Wir bleiben trotzdem optimistisch - wir haben ein weiteres Spiel in unserem Portfolio und damit insgesamt vier Spiele, und alle drei Spiele der Witcher-Hauptreihe haben sich langfristig gut verkauft. Wir vermuten, dass sich Thronebreaker viele Jahre lang verkaufen lässt, auch wenn die Startphase nicht unseren Vorstellungen entsprach."

Für den langfristigen Erfolg sollen die üblichen Mittel helfen: Baldige Rabattaktionen in Sales und Veröffentlichungen auf weiteren Plattformen, im Dezember steht schließlich der Konsolen-Release an. Der Steam-Release sollte ebenfalls seinen Beitrag für die PC-Version leisten.

Ob noch mehr Ableger aus der Witcher-Tales-Reihe geplant sind, wollte Kicinski nicht kommentieren. Auf Nachfrage bestätigte er allerdings, dass diese Entscheidung natürlich auch auf Basis der Thronebreaker-Verkaufszahlen getroffen wird.

Hohe Erwartungen hat der Witcher-Entwickler derzeit auch bei seinem neuen Riesen-RPG Cyberpunk 2077. Über die sprach er kürzlich in einem Finanzbericht und schlussfolgerte auf Basis der bisherigen Trailer-Abrufe, dass die Spieler sehr großes Interesse an dem Scifi-Projekt haben.

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