Der Titanic Escape Simulator schlägt derzeit (entschuldigt den Wortwitz) riesige Wellen. Denn sofort nach der Ankündigung des Spiels im PlayStation Store zogen die Bilder aus dem Spiel ihre Kreise in den sozialen Medien.
Denn auf den ersten Blick sieht der Titanic Escape Simulator unglaublich detailliert und beinah fotorealistisch aus, eine Darstellung der berüchtigten Passagierdampfers, wie man ihn noch nie zuvor in einem Videospiel gesehen hatte.
Doch spätestens beim zweiten Hinsehen fällt vielen Usern auf: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht.
Viele Likes, wenig Echtes
Auf der Shop-Seite des Spiels bei PlayStation heißt es:
Erleben Sie die berühmteste Schiffskatastrophe der Geschichte in einem fesselnden First-Person-Survival-Gameplay. Während die eisigen Gewässer des Nordatlantiks gegen den Rumpf brechen, navigieren Sie eine detailgetreu nachgebaute Titanic in einem verzweifelten Wettlauf gegen die Zeit, den steigenden Wasserstand und die Physik eines 52.000-Tonnen-Schiffes, das in die Tiefe sinkt. Erleben Sie die Katastrophe mit eindringlicher Genauigkeit – von der anfänglichen Verwirrung bis zu den letzten tragischen Momenten.
Die zugehörigen Screenshots versprechen schiere Bildgewalt und generierten einen regelrechten Hype: Fast 100.000 Likes kassierte ein einzelner Post zum Spiel auf Instagram.
Noch viel unglaublicher: Der Titanic Escape Simulator soll von nur einem Solo-Entwickler im Alleingang produziert worden sein, nämlich Tetyana Vysochanska.
Was aber nur wenigen Leuten auffällt: Das zugehörige Bildmaterial scheint komplett KI-generiert zu sein und Tetyana Vysochanska ist berüchtigt für lieblose Gaming-Massenware.
Der KI-Fake aufgedeckt
Hier sind die offiziellen Bilder zu Titanic Escape Simulator aus dem Shop:
Schaut man sich die Details in den Screenshots an, ist der Fake an vielen Stellen recht schnell aufgedeckt:
- Sich wiederholende Ornamente an Geländern und Lampen sind stark deformiert, nicht identisch und physikalisch teils unmöglich.
- Gestänge auf dem Deck der Titanic ist schief und verbogen, Masten extrem anomal platziert und der Rumpf hat befremdliche Proportionen.
- Texturen auf Böden und Wänden sind verzerrt und verlaufen vor allem im Hintergrund in völlig sinnbefreiten Matsch über.
- Die Körperhaltungen und Proportionen vieler NPCs sind obskur und unnatürlich, Extremitäten teilweise mit dem Hintergrund vermischt.
- Die Schornsteine der Titanic ragen im falschen Winkel auf, die Decks sind zueinander verschoben, die Platzierung der Bullaugen widersinnig.
Entdeckt ihr noch weitere Ungereimtheiten in den Bildern? Schreibt sie uns gern in die Kommentare!
User getäuscht?
Zwar mag es durchaus möglich sein, dass ein Spiel mit dem Titel Titanic Escape Simulator wirklich in Entwicklung ist. Wie das aussieht, ist aber ein großen Rätsel.
Fest steht aber, dass Spieler mit den KI-generierten Bildern in die Irre geführt und ein völlig künstlicher Hype aufgebaut wurde.
Ein User merkt außerdem an: »Dieser Entwickler hat innerhalb des letzten Jahres 20 Spiele rausgehauen, viele davon nutzen KI-Artworks für ihre Promo und sind billige Asset-Filps. Das hier wird wohl nicht anders sein. Titanic-Fans sollten sich anderswo umschauen.«
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