Swatting ist strafbar, übrigens auch in Deutschland. Wer der Polizei per anonymem Anruf irgendein Verbrechen vorgaukelt, damit sie unschuldigen Leuten die Tür eintritt, behindert nämlich nicht nur Polizeiarbeit, sondern riskiert auch Leben. Durch Swatting kamen bereits mehrere Menschen zu Tode. Aber das hält natürlich irgendwelche vermeintlichen Scherzkanonen trotzdem nicht davon ab.
Prominentes Opfer ist Ned Luke, der Synchronsprecher und Darsteller von Michael De Santa aus GTA 5. Lukes private Daten wurden vor Jahren geleakt – und weil er selbst regelmäßig streamt, machen ihn einige Zuschauer zur Zielscheibe von Swatting-Anrufen. Die Polizei stand schon so oft vor seiner Tür, dass die Beamten seine Adresse bereits auswendig kennen und ihm frohe Weihnachten gewünscht haben, als sie zum Jahreswechsel mal wieder wegen eines Swatting-Anrufs bei ihm auftauchten (via IGN).
Man kann Luke eine gewisse Verbitterung also nicht verübeln – und die erklärt auch seine harsche Wortwahl, denn jetzt ging es einem dieser Swatter rechtlich an den Kragen.
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Zu vier Jahren Haft verurteilt
Ned Luke teilte auf X ein Schreiben der US-Behörden, die ihn darüber informierten, dass einer seiner Swatter verurteilt wird: zu vier Jahren Haft, 200 Dollar Strafe und daran anschließend zu weiteren drei Jahren unter besonderer Beobachtung. Luke kommentiert die Verurteilung mit sehr ... blumigen Worten:
Lass bloß nicht die Seife in der Dusche fallen, du Pfosten. Wirst wohl für eine ganze Weile niemanden mehr swatten – und die Polizei knöpft sich jetzt auch alle von euch vor, die er wiederum verpfiffen hat.
Luke garniert seine Brandrede mit fünf Fahndungssternen in bester GTA-Manier. Luke streamt übrigens nicht nur GTA und GTA Online, sondern beispielsweise auch das neueste Resident Evil Requiem. Der 67-Jährige hat auf YouTube über 400.000 Subscriber, 2025 trat er im Rahmen eines Updates für GTA Online zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt wieder als Michael De Santa auf.

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