Creative Assembly hatte im Mai bereits überraschend enthüllt, dass sie mit neuem Ehrgeiz selbst ältere Total-War-Spiele mit Updates versorgen wollen. Den Anfang macht dabei das anfangs umstrittene, aber nach wie vor beliebte Rome 2. Es war das letzte klassische, richtig große historische Total War und erschien bereits 2013.
Drei große »Pantheon-Updates« sollen Rome 2 auf Vordermann bringen, das erste davon nennt sich Mars-Update und nimmt logischerweise die Echtzeit-Schlachten ins Visier. Die Beta für besagtes Update ist ab sofort verfügbar! Was sich mit dem Update genau an den Schlachten ändert, hat das Team in einem Blog zusammengefasst.
Insgesamt scheint es so, als wären die Schlachten dadurch etwas schneller vorbei, aber insgesamt durchaus taktischer als zuvor.
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Total War: Rome 2 - Trailer zur Kampagnen-Erweiterung Rise of the Republic
So soll das Mars-Update die Schlachten modernisieren
Mit dem Mars-Update will Creative Assembly viel Feedback umsetzen, das über die Jahre für Rome 2 gesammelt wurde, und zum Teil auch Features nachreichen, die aus späteren Spielen der Total-War-Reihe stammen. Im Fokus steht dabei einzig und allein der Kampf! Denn das Mars-Update will die Echtzeitschlachten optimieren.
Kämpfe
- Jeder Treffer im Gefecht kann jetzt potenziell ein kritischer Treffer sein, der eine Einheit sofort umlegt. Die Chance dafür fällt niedriger aus, je höher der Rüstungswert ist.
- Rüstungen haben nun eine gewisse Chance, Schaden komplett abzuwehren. Rüstungsdurchdringende Waffen reduzieren die Chance.
- Rüstungsdurchdringende Waffen ignorieren Rüstung nicht mehr vollständig. Der Schaden wird jetzt durch die Rüstungsstufe nur weniger reduziert als bei normalen Waffen.
- Die Eigenschaft Expert Charge Defense halbiert jetzt den Ansturmbonus von Kavallerie und die Verteidiger machen mehr Schaden. Pferde weichen zudem vor Speeren zurück, je nachdem, wie lang die Stangenwaffe genau ist.
Moral
- Einheiten bekommen nicht länger grundsätzlich einen Bonus von +30 auf die Moral.
- Der Moral-Malus, wenn jemand der Einheit in die Flanke fällt, wird jetzt wieder angewendet.
- Der Moral-Bonus, wenn viele Einheiten in kurzer Zeit getötet wurden, wurde auf 0 gesenkt.
Erschöpfung
- Verschiedene Aktionen sorgen nun dafür, dass Einheiten schneller verschiedene Erschöpfungsstufen erreichen.
- Stehen oder langsames Gehen lässt die Ausdauer von Einheiten schneller regenerieren.
- Schießen und Nachladen wirkt sich stärker auf die Ausdauer aus.
- Das Abwehren von Fernkampfangriffen mit Schilden zehrt auch stärker an der Ausdauer.
- Erschöpfte Einheiten sind jetzt noch schwächer im Kampf, da auch Ansturm, Nahkampfverteidigung und Präzision beeinflusst werden.
Schilde
- Ein Schild schützt nicht mehr automatisch vor Angriffen von links und von vorne. Stattdessen schützt es in einem 150-Grad-Bogen vor der Einheit. Das soll die visuelle Darstellung im Spiel besser repräsentieren.
- Besondere Formationen wie die klassische Schildkröte können den Grad des Bogens allerdings beeinflussen.
- Die Schildkrötenformation schützt jetzt noch besser vor Pfeilen.
- Schilde haben jetzt keinen Rüstungswert mehr. Wird ein Angriff also nicht geblockt, kommt der volle Schaden durch. Dafür werden Angriffe nun häufiger von Schilden geblockt.
Steuerung
- Einheiten werden jetzt wie in den neueren Spielen mittels Alt + Maus-Drag gezogen.
- Einheiten zudem rotiert werden mittels Strg + Alt + Maus-Drag.
Wie sollen sich die Schlachten dadurch verändern?
Das waren jetzt alles viele Details, aber wie wirkt sich das genau auf die Gefechte aus? Das Team hofft, Schlachten in Rome 2 vor allem wieder taktisch anspruchsvoller zu gestalten. Es soll nicht länger das Gefühl entstehen, dass einfach nur die bessere Einheit gewinnt.
Neue Mechaniken rund um die Ausdauer und die Moral sollen dafür sorgen, dass Flankenmanöver oder andere Taktiken sich mehr auszahlen. Wenn ihr etwa eine Einheit dauerhaft beschießt, senkt das ihre Ausdauer und klopft sie weich, für einen Ansturm. Obendrein kann es öfter passieren, dass aufgrund der kritischen Treffer schon beim ersten Pfeilhagel ein paar Soldaten zu Boden gehen. Insgesamt scheinen Fernkämpfer also etwas stärker zu werden.
Gefechte könnten außerdem sich mit dem Mars-Update wieder etwas flotter abspielen. Abnutzungsschlachten sollen seltener sein, da das schnelle Töten von Einheiten nicht mehr ihre Moral bufft. In der Summe kann es leichter mal passieren, dass eine Einheit flieht. Auch Schildträger sind jetzt anfälliger für Angriffe von der Seite.
Insgesamt ist alles in dem Update darauf ausgelegt, eure Positionierung im Kampf stärker zu belohnen.
So könnt ihr das Update ausprobieren
Allerdings ist noch nicht in Marmor gemeißelt, dass das Mars-Update genau so live geht. Aktuell ist erstmal eine Beta dazu gelauncht. Die Entwickler sammeln also noch Feedback und behalten es sich vor, Details an den Änderungen bis zum richtigen Release des Updates noch zu überarbeiten. So könnt ihr die Beta austesten:
- Macht in eurer Steam-Bibliothek einen Rechtsklick auf Rome 2: Total War.
- Jetzt klickt ihr auf den Menüpunkt »Eigenschaften«.
- Wechselt links nun auf den Punkt »Spielversion und Betas«.
- Wechselt in der Liste von »öffentliche Standardversion« auf »pantheon«.
- Jetzt lädt Steam etwa 20 MB an Daten runter und ihr könnt das Mars-Update ausprobieren.
Bedenkt, dass mit dem Update viele Mods inkompatibel werden oder zumindest nicht richtig funktionieren. Die Entwickler haben das auf dem Schirm. Deshalb wird es nach der richtigen Veröffentlichung der Pantheon-Updates einen dauerhaften Versionszweig auf Steam geben, der Rome 2 so lässt, wie es jetzt ist. Damit bleiben alle eure Mods verfügbar.
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