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Seite 2: Total War: Shogun 2 - Fall of the Samurai im Test - Ein Hoch auf den Untergang

Katana gegen Kanone

Schiffe können nun das Landesinnere bombardieren. Schiffe können nun das Landesinnere bombardieren.

Dabei verändern technologische Fortschritte das Kampfgeschehen radikaler als in allen anderen Total War-Titeln. Maschinengewehre, Panzerschiffe, Hinterlader-Gewehre und neue Geschütze bringen ein gewaltiges Zerstörungspotenzial, dem althergebrachte Taktiken nicht gewachsen sind.

Während wir etwa zu Beginn des Krieges mit wenig furchteinflößenden Holz(!)-Kanonen auf den Feind feuern, dürfen modernisierte Reiche dank ausländischer Handelspartner bald auf moderne Artillerie und Gatling-Geschütze zurückgreifen, die im Alleingang ganze Samurai-Regimenter niedermähen.

Moderne Waffen Im Laufe der Kampagne halten moderne Waffensysteme wie Gatling-Kanonen, Panzerschiffe, Torpedos oder neuartige Feldartillerie Einzug. Verglichen mit den bis dahin erhältlichen Einheiten sind diese Hightech-Waffen natürlich übermächtig und erzwingen so neue Gefechtstaktiken. Spannend und lehrreich!

Ego-Perspektive Schiffe, Artilleriegeschütze und Gatlings können wir auf Wunsch mit der selbst abfeuern, um gezielt wichtige Ziele aufs Korn zu nehmen. Allerdings benötigt das Einschießen jedes Mal etwas Zeit und wir überlassen unsere anderen Einheiten derweil sich selbst. Deshalb setzen wir die Action-Perspektive nur sporadisch ein.

Tradition vs. Moderne Bei vielen Entscheidungen, Gebäuden oder Forschungszielen müssen wir zwischen Tradition und Modernisierung wählen. Letzteres bringt überlegene Waffen, aber auch die Gefahr von Samurai-Aufständen. Also müssen wir unsere industrielle und gesellschaftliche Entwicklung sorgfältig austarieren. Anspruchsvoll!

Eisenbahn Die im Land verteilten Telegrafenämter können wir, die entsprechende Forschungstechnologie vorausgesetzt, zu Eisenbahnstationen ausbauen, mit denen wir in Windeseile unsere Truppen quer durchs Land transportieren. Das kommt erst sehr spät zum Tragen, wenn wir eh schon halb Japan besetzt halten – dann aber richtig!

Seekrieg Dem Seekrieg kommt in Fall of the Samurai eine größere Bedeutung zu, da der Truppentransport, der Handel und vor allem die wichtigen Auslandsbeziehungen zu den Kolonialmächten allesamt auf dem Seeweg stattfinden. Dazu lassen sich Häfen blockieren und Seeeinheiten können an Land Feuerunterstützung gewähren.

Ausland Ausländische Großmächte wie die USA, Frankreich oder England nehmen nun Einfluss auf das Spielgeschehen, besonders über ausländische Handelsposten. Dort dürfen wir neue Spezialeinheiten wie den Veteranen oder Elite-Truppen rekrutieren. Im Gegenzug steigt die Unzufriedenheit im Land. Belebend! Daumen: hoch

Angesichts solcher vernichtenden Waffen ist mit Schwertduellen und Kavallerie-Attacken natürlich kein Staat mehr zu machen. So dreht sich Total War: Shogun 2 - The Fall of the Samurai um den Kriegswandel vom Katana zur Kanone – den die Erweiterung auch hervorragend umsetzt.

Tradition gegen Moderne

Wir errichten einen britischen Handelsbezirk. Wir errichten einen britischen Handelsbezirk.

Auch die gesellschaftlichen Folgen der Industrialisierung spiegelt Fall of the Samurai wider, in Japan entbrennt ein Konflikt zwischen Tradition und Moderne. Jeder Schritt in Richtung Technologie oder Industrie steigert die Unzufriedenheit in der Bevölkerung, vor allem in besetzten Provinzen.

Wenn wir zum Beispiel eine Kadettenschule errichten, um moderne Linieninfanterie rekrutieren zu können, kommt das bei der Bevölkerung ebenso schlecht an wie Fabriken, Handelshäfen oder der Ausbau von Großstädten. Damit unser Militär mithalten kann, müssen wir die Modernisierung vorantreiben, gleichzeitig aber darauf achten, dass unsere Bürger nicht rebellieren.

Shogun 2: Fall of the Samurai - Test-Video 6:30 Shogun 2: Fall of the Samurai - Test-Video

Senken lässt sich die Unzufriedenheit mit Traditionsgebäuden wie Teehäusern oder klassischen Samurai-Dojos, die aber wertvollen Bauplatz wegnehmen und weniger effektiv arbeiten als ihre modernen Pendants.

Alternativ greifen wir zu teuren Repressionsmaßnahmen wie Polizeistationen, schwer ausgebauten Festungen oder vor Ort stationierten Armeeeinheiten. Wenn nämlich die Unzufriedenheitsrate die der Repression und Zufriedenheit übersteigt, droht eine gefährliche Samurai-Revolte. Und die wollen wir um jeden Preis verhindern.

Mehr Anspruch, mehr Spaß

Im neuen Technologiebaum erforschen wir moderne Waffen, aber auch zivile Errungenschaften wie die Eisenbahn. Im neuen Technologiebaum erforschen wir moderne Waffen, aber auch zivile Errungenschaften wie die Eisenbahn.

Wer auf modernes Kriegsgerät und gute Handelsbeziehungen zum Ausland wert legt, muss also viel Geld und Aufwand investieren, damit es nicht zum Aufstand kommt. Während wir an den Vorgängern immer wieder gerne kritisiert haben, dass Geld viel zu leicht zu verdienen war, müssen wir nun sorgfältiger haushalten.

Wenn wir die schweren Waffen, Geschütze und Schiffstypen haben wollen, müssen wir nämlich mit teuren Maßnahmen unser Volk unterdrücken. Oder setzen wir auf ein zufriedenes Volk und volle Kassen, ziehen dann aber nur mit veralteten Samurai-Einheiten ins Gefecht?

Dieser Spagat macht die Kampagne auf der Verwaltungsebene deutlich anspruchsvoller als in Shogun 2 – ein klarer Fortschritt, der zudem bestens zum Szenario passt.

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