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Tron 2.0 im Test - Einfallsreiche Filmfortsetzung als Spiel

Wo McAfee versagt, muss der User ran: Computerspieler Jet kämpft beim Ego-Shooter Tron 2.0 in den Tiefen eines PCs gegen fiese Viren. Wir haben die Fortsetzung der Filmvorlage im Test.

von Georg Valtin,
02.09.2003 15:36 Uhr

Ein ganz normaler Tag im Firmenrechner eines Forschungslabors: DJ.Exe spielt in der Progress Bar die angesagtesten Soundsamples, zu denen E-Mails und Skripte abhotten. ROMie flitzt vorbei und transportiert Datenpakete vom CD-Laufwerk in den Arbeitsspeicher. An Adresse 05CF erzählen sich zwei Systemprozesse in C++ die neuesten Defragmentier-Witze. Doch die Datenidylle täuscht: In einem anderen Sektor versucht der machtgierige Obervirus Thorn, die Computerwelt mit Hilfe seiner verseuchten Binärkrieger zu erobern.

Das hochintelligente Betriebssystem des PCs, Ma3a, durchschaut die Pläne des Bösewichts und hat schon einen Retter im Visier. Zufällig tappst nämlich Computerspieler Jet durch das Labor und stellt sich auf das Digitalisier-Pad. Ma3a nutzt die Gelegenheit und importiert den verdutzten Jet als Programm in den Computer. So beginnt der Ego-Shooter Tron 2.0, der mit seinem abgefahrenen Szenario frische Datenströme ins Action-Genre fließen lässt.

Tron 2.0 - Screenshots ansehen

Wie im Film

Nach seiner unfreiwilligen Digitalisierung landet Jet im bizarren Innenleben des Forschungs-Computers. Hier muss er die Viren vernichten, den bösen Thorn aufhalten und außerdem einen Weg zurück in seine reale Welt finden. Bei seinen Plänen spielt das geheimnisvolle Tron-Programm eine wichtige Rolle.

Mit dem lautlosen Elektroschocker brutzeln wir dieses Wächterprogramm. Mit dem lautlosen Elektroschocker brutzeln wir dieses Wächterprogramm.

Obwohl die Handlung von Tron 2.0 einer eigenen Story folgt, basiert das Szenario auf Disneys Filmklassiker Tron aus dem Jahre 1982. Seinerzeit galten die Spezialeffekte als spektakulär, auch wenn die Vorstellungen von der Technik eines Superrechners heute naiv wirken und nostalgischen Charme versprühen. Diesem Neon-Stil blieb Entwickler Monolith (No one lives forever 2) treu, modernisierte die Spielumgebung aber mit knalligeren Farben und Lichteffekten. Programme wandern genau wie in der Filmvorlage als menschliche Figuren durch die Datenleitungen. Das Innenleben der Rechner verpackten die Designer in schmucke, edel gestaltete Levels.

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