1.200 Ubisoft-Mitarbeiter legen die Arbeit nieder: Internationaler Großstreik soll Warnung an die Chefetage senden

Drei Wochen nach Bekanntwerden der Umwälzungen bei Ubisoft sind Mitarbeiter des Publishers weltweit in einen dreitägigen Streik getreten. Sie protestieren gegen den Wegfall der Homeoffice-Regelung und das Management unter Firmengründer Yves Guillemot.

Bei Ubisoft hängt aktuell der Haussegen schief: Nach Bekanntwerden von Umstrukturierungen streiken jetzt die Mitarbeiter. Bei Ubisoft hängt aktuell der Haussegen schief: Nach Bekanntwerden von Umstrukturierungen streiken jetzt die Mitarbeiter.

Ubisoft steckt aktuell in einem der größten Umbrüche seiner beinahe 40-jährigen Firmengeschichte. Nach zwei miserablen Geschäftsjahren, mehreren Flops und eingestellten Projekten verkündete das Management um CEO Yves Guillemot Ende Januar einen radikalen Konzern-Umbau.

Sämtliche Spielemarken sollen in Zukunft in themenspezifischen Creative Houses verwaltet werden, die schneller als bisher auf die Erfordernisse des Marktes reagieren können. Außerdem muss Ubisoft sparen. Mehrere Studios werden geschlossen; mindestens sechs in Entwicklung befindliche Spiele wurden bereits eingestellt.

Und auch bei den Studios, die nicht geschlossen werden sollen, setzt das Management den Rotstift an und will Personal abbauen. Branchen-Insider Tom Henderson prognostiziert, dass bei Ubisoft in den kommenden zwei Jahren bis zu 2.400 Stellen wegfallen könnten. Denn Anfang macht die Konzernzentrale in Paris, wo nun etwa 200 Stellen auf der Kippe stehen. Die Mitarbeiter sollen nicht gekündigt werden, sondern im Rahmen eines Abfindungsprogramms möglichst freiwillig gehen.

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