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Seite 3: Valve Index VR - das beste VR-Gesamtpaket

Die bislang bequemste VR-Brille

Ein oft unterschätzter Punkt bei VR-Brillen ist der Tragekomfort. Die beste Hardware bringt nur wenig Spaß, wenn die Brille beim Spielen auf der Nase drückt und bei schnellen Bewegungen droht herunterzufallen - hallo Pimax.

Zudem ist VR im Grunde eine erstaunlich soziale Angelegenheit: In einer Gruppe bei Beat Saber abwechseln bringt mehr Spaß als wenn man allein eine Solo-Performance über den Abend streckt.

Dafür muss die Brille sich aber bequem und schnell an unterschiedliche Kopfformen anpassen können. Und genau das ist Valve vorbildlich gelungen:

Der Kopfgurt erinnert an das Deluxe Audio Strap der HTC Vive und wird auf der Rückseite mit einem Drehregler angepasst. Die eigentliche VR-Hardware kann vor den Augen hochgeklappt werden, für einen bequemen Sitz sorgen weiche Kunststoff-Polster - diese sind zumindest an der Vorderseite auch bequem per Magnetanschluss abnehmbar.

Wir haben alle relevanten VR-Brillen auf dem Kopf gehabt - aber bislang war keine so bequem wie die Valve Index.Wir haben alle relevanten VR-Brillen auf dem Kopf gehabt - aber bislang war keine so bequem wie die Valve Index.

Wir haben unterschiedliche Kopfformen (und Frisuren) mit der Valve Index getestet und waren erstaunt, wie gut sie so ziemlich jedem Nutzer mit nur wenig Einstellen passte. Einzig sehr große Brillengestelle passen nicht immer bequem unter die Index - eventuell erscheinen in Zukunft aber noch Gesichtspolster mit breiteren Aussparungen für Sehhilfen.

Für besonders kleine Köpfe liegt in der Packung noch ein Kunststoff-Polster, das am Hinterkopf den Abstand verringert und die VR-Brille sogar für Kinder kompatibel macht.

Satter Klang

Sehr überrascht waren wir von den Klangeigenschaften der Lautsprecher. Um Kopfhörer handelt es sich nicht, denn sie schweben etwas über den Ohren. Das ist praktisch, da sich die Index so sehr leicht aufsetzen lässt, ohne sich Gedanken über die Kopfhörer machen zu müssen.

Einen sonderlich satten Klang haben wir davon aber nicht erwartet - und wurden positiv überrascht. Der Sound ist kraftvoll und lässt sich auch zu hohen Lautstärken bewegen ohne zu scheppern. Beat Saber klingt mit der Index deutlich besser als selbst mit der Samsung Odyssey+ oder HTC Vive Pro.

Valve Index nutzt über dem Ohr schwebende Lautsprecher mit verblüffend guten Klangeigenschaften.Valve Index nutzt über dem Ohr schwebende Lautsprecher mit verblüffend guten Klangeigenschaften.

Im Gegensatz zu Oculus Rift S und Oculus Quest ist der VR-Sound für umstehende Personen nur recht leise zu hören. Bei mittleren Lautstärkeeinstellungen sind dafür auch für den VR-Spieler Zwischenrufe aus der realen Welt gut verständlich - die Lautsprecher lassen sich aber auch nach hinten klappen oder sogar ganz abmontieren, sodass eigene Kopfhörer genutzt werden können.

Ebenfalls positiv überrascht waren wir von der Qualität des Mikrofons. Dieses schlägt bei der Sprachqualität selbst viele Ansteckmikrofone der mittleren bis oberen Preisklasse und nimmt zudem nur sehr wenig Nebengeräusche aus den verbauten Lautsprechern auf.

Kopfhörer und Mikrofon statt Gaming-Headset - die besten Kombis

Wenig Innovation beim Bild

Auf hohem Niveau enttäuscht hat uns allerdings die Bildqualität der Valve Index. Auf hohem Niveau, da die VR-Brille eine der Odyssey+ und Rift S vergleichbar gute Bildqualität abliefert - sogar etwas brillanter als bei den genannten.

Wer hingegen nur Playstation VR kennt: Index bietet einen vergleichbar geringen Screendooreffekt mit deutlich besserer Bildschärfe, aber etwas weniger knackigen Farben und Kontrasten.

Valve Index ist vergleichsweise kompakt und leicht, dazu ist das Bild frei von Verzerrungen.Valve Index ist vergleichsweise kompakt und leicht, dazu ist das Bild frei von Verzerrungen.

Störend sind hingegen auffällige Godrays in kontrastreichen Szenen. Hier überstrahlen helle Bildbestandteile auf dunklem Hintergrund, was zusammen mit dem Fresnell-Schliff der Linsen zu störenden Bildeffekten an den Bildrändern führt.

Diese treten aber nicht in jedem Spiel gleich stark hervor, oft stören sie beim Spielen sogar eher wenig. Die Godrays sind bei der Valve Index aber stärker ausgeprägt als bei Oculus Rift S oder Quest.

Schwarzwert nicht top

Die Index LCDs reichen beim Schwarzwert nicht an die OLEDs früherer VR-Headsets heran - das ist schon bauartbedingt nicht machbar. Valve ist hier nicht ausgenommen, die Index bietet aber ein subjektiv etwas satteres Schwarz als die Rift S.

Der Weltraum in Elite: Dangerous ist entsprechend nicht tiefschwarz, aber akzeptabel dunkel. Horrorspiele wie Paranormal Activity leiden stärker unter dem schlechteren Schwarzwert, werden aber nicht unspielbar.

Field of View

Das Sichtfeld (Field of View, FoV) der Index VR lässt sich individuell per Drehregler einstellen. Das macht eine Vergleichbarkeit schwerer. Mit einem Sichtfeld-Messtool in VR haben wir Werte von (horizontal) etwa 116-120 Grad ermittelt, was den von Valve angegebenen (bis zu) 130 Grad diagonal entspricht.

Das ist mehr als die ca. 90 Grad der HTC Vive und die etwa 100 Grad der Vive Pro. Mehr FoV bietet bislang nur Pimax - dort sind es (horizontal) bis zu 170 Grad, allerdings schon mit Verzerrungen im Außenbereich.

Pimax bietet drei FoV-Einstellungen: 170 Grad / 150 Grad / 130 Grad horizontal. Die Valve Index liegt subjektiv etwas unter dem kleinen FoV der Pimax 5K+/8K.

Das rechtfertigt für den einen oder anderen eventuell den Kauf der Pimax-Hardware, allerdings bietet Valve das rundere Gesamtpaket und den deutlich besseren Tragekomfort.

Project Cars 2 durch die Linsen der Valve Index (Foto: MRTV, Sebastian Ang)Project Cars 2 durch die Linsen der Valve Index (Foto: MRTV, Sebastian Ang)

Auch wenn das Sichtfeld der Index VR also nicht spektakulär ausfällt, ist das größere FoV in Spielen doch positiv bemerkbar. Es fühlt sich nicht mehr so stark nach dem Blick durch eine Taucherbrille an wie noch bei älteren VR-Brillen.

Tipp: Wer die Index an einem PC nutzt, auf dem bereits eine andere SteamVR-Brille installiert war, kann durch einen Bug ausgewaschene Farben und einem irritierend starken Screendooreffekt bemerken. In diesem Fall hilft es, die SteamVR-Dateien in Steam überprüfen und reparieren zu lassen - es handelt sich nicht um einen Hardwaredefekt.

Probleme beim Erkennen der Index oder der Controller lassen sich aktuell oft durch einen Wechsel des USB-Ports beheben.

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