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Seite 4: Pimax 5K+ und Pimax 8K - NextGen-VR mit extrem großem Sichtfeld

Verzerrungen am Bildrand

Allerdings kämpft Pimax noch immer mit einem nervigen Problem in Folge des großen Sichtfeldes: An den Bildrändern entstehen mit steigendem FOV störende Verzerrungen, die bei Bewegungen mitwandern. Dieser Effekt ist schwer zu beschreiben - an den äußeren Bildrändern gibt es einen kleinen Versatz in der Grafik, der wie eine Bugwelle mitläuft und den guten Bildeindruck stark stört.

Diese Verzerrungen treten vor allem bei hellen Inhalten direkt am Bildrand besonders stark in Erscheinung, bei dunkleren Szenen fallen sie hingegen kaum störend auf. Pimax bietet im SteamVR vorgeschalteten PiTool außerdem die Möglichkeit, das Sichtfeld künstlich zu begrenzen.

Selbst die kleinste der drei verfügbaren Einstellungen sorgt für ein gegenüber Rift, Vive und WMR sichtbar größeres Field of View, die mittlere Einstellung erscheint mir als bester Kompromiss aus Distortions und FOV. Vor allem, da sich der Bildeindruck beim großen FOV kaum verbessert, die Verzerrungen aber deutlich zunehmen. Dazu kommt, dass die maximale FOV-Einstellung noch einmal spürbar mehr Rechenleistung kostet.

Bildverzerrungen (Distortions) lassen sich leider nicht auf Video oder Foto festhalten. Sie stören vor allem bei hellen Szenen. Bildverzerrungen (Distortions) lassen sich leider nicht auf Video oder Foto festhalten. Sie stören vor allem bei hellen Szenen.

Ob und in welchem Ausmaße Pimax das Problem der Distortions lösen kann, ist noch vollkommen unklar. Updates am PiTool sorgen allerdings bereits jetzt für kleinere Optimierungen. Die Verzerrungen am Bildrand sind aber bislang der größte Kritikpunkt an den Pimax-Brillen und könnten einen Erfolg auf dem Markt verhindern. Bei der Pimax 5K+ treten diese Verzerrungen allerdings sichtbar weniger stark auf als bei der Pimax 8K. Die aktuell beste Kombination ist daher die Pimax 5K+ mit dem mittleren FOV.

Wie stark die Verzerrungen wahrgenommen werden, liegt aber offenbar auch am Nutzer selbst, vermutlich trägt der individuelle Augenabstand eine Mitschuld. Stimmen vom Backer-Meetup in Berlin beschreiben teils sehr unterschiedliche Eindrücke. Allerdings ist auch die genutzte Software für Unterschiede verantwortlich: Bei dunklen Bildinhalten fallen die Verzerrungen kaum auf, bei hellen dafür deutlich.

Freunde von Renn- und Flugsimulationen leiden ebenfalls weniger unter den Verzerrungen, bei schnellen Actiontiteln mit hellen Außenbereichen wie In Death hingegen fällt es schwer, sich nicht dauernd auf die fehlerhafte Darstellung am Bildrand zu konzentrieren.

Hardware-Anforderungen

Während die stetig zunehmende Rechenleistung aktueller Gaming-PCs für sinkende Einstiegspreise für Rift- und Vive-PCs sorgt - schon mit einem günstigen Quadcore-Prozessor und einer GPU der Leistungsklasse GTX 1060 beziehungsweise RX 570 lässt sich die virtuelle Realität angenehm genießen - benötigen die Pimax 5K+ und 8K deutlich mehr Rechenleistung.

Zwar sind einige Spiele bereits mit einer GTX 1070 passabel spielbar, zumindest mit heruntergestellten Details, so richtig Spaß macht die virtuelle Pimax-Realität aber erst ab einer GTX 1080 Ti - von AMD gibt es aktuell keine ausreichend schnelle Grafikkarte. Mehr Leistung kann nicht schaden, so dass Enthusiasten sogar zu einer RTX 2080 Ti greifen können, auch wenn Raytracing in VR-Titeln vorerst keine Rolle spielen dürfte.

Die hohe Auflösung sowie eventuelles Supersampling fordern ihren Tribut aber auch beim Grafikspeicher: 8 GByte lassen sich problemlos ausreizen, so dass Karten mit 11 oder mehr Gigabyte hier ihre Daseinsberechtigung finden.

Der Prozessor ist weniger wichtig, ein aktueller Intel-Prozessor mit vier oder sechs Kernen oder ein AMD Ryzen 5 oder Ryzen 7 reichen in vielen Spielen für flüssige Bildwiederholraten aus wie das praktische Tool fpsVR beweist.

Aufgrund des enormen Grafikhungers der Pimax-Brillen kommt dennoch nur ein teurer Highend-PC als Basis in Frage. Simulations-Fans, die Project Cars 2 oder DCS spielen wollen, sollen aber generell nicht bei der CPU sparen.

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