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Seite 2: Pimax 5K+ und Pimax 8K - NextGen-VR mit extrem großem Sichtfeld

Technische Daten

Gegenüber der sich seit 2016 auf dem Markt befindlichen aktuellen VR-Generation macht Pimax einen Sprung bei Auflösung (und damit dem störenden Pixelraster) und Field of View. Die Auflösung von 1080x1200 Bildpunkten pro Auge bei HTC Vive und Oculus Rift beziehungsweise 1440x1440 bei WMR und 1440x1600 bei Vive Pro und Samsung Odyssey steigert Pimax auf 2560x1440 bei der Pimax 5K+ und sogar 3840x2160 bei der Pimax 8K.

Allerdings mit einem Haken: Da die annähernd 8K hohe Auflösung der Pimax 8K jede aktuelle Grafikkarte stark überfordern würde, wird das Display intern ebenfalls mit 5120x1440 angesprochen und das Bild mittels eines integrierten Upscalers hochgerechnet - erst die zukünftige Pimax 8Kx wird auf den Upscaler verzichten.

Der Anschluss erfolgt über Displayport 1.2 und USB 3.0, zusätzlich ist am Kabel der Pimax-Brillen ein Stromanschluss für Netzstrom vorgesehen. Ein Alternativkabel mit Nvidias auf USB-C basierendem Virtual-Link-Anschluss soll im kommenden Jahr erscheinen.

Kopfhörer integriert das Unternehmen nicht, hier müssen eigene Headsets herhalten oder man muss auf den von Pimax angekündigten Kopfgurt (ähnlich dem Deluxe Audio Strap für das HTC Vive) warten. Mit ein wenig Bastelarbeit lässt sich auch HTCs Gurt mit der Pimax nutzen wie MRTV im Video zeigt.

Die recht simple Kopfhalterung reicht in der Praxis, um die Pimax-VR stabil und wackelfrei auf dem Kopf zu halten – auch bei Creed, Beat Saber oder Sprint Vector. Die recht simple Kopfhalterung reicht in der Praxis, um die Pimax-VR stabil und wackelfrei auf dem Kopf zu halten – auch bei Creed, Beat Saber oder Sprint Vector.

Das Field of View steigt von (diagonal gemessen) 110 Grad, wie es bei so gut wie allen aktuellen VR-Brillen ist, auf bis zu 200 Grad bei Pimax. Das ist auch der mit Abstand größte Vorteil der Pimax-Brillen - und er ist tatsächlich beeindruckend. Allerdings mit Einschränkungen: Pimax kämpft noch immer mit Verzerrungen an den Bildrändern, die sich offenbar nur sehr schwer beheben lassen.

Die Konkurrenz in Form der voraussichtlich mehrere tausend Euro teuren StarVR One brauchte laut einem Sprecher des Unternehmens zwei Jahre, um Linsen mit möglichst wenig Verzerrungen zu entwickeln und setzt zusätzlich Eye-Tracking dagegen ein.

Erstaunlich gering ist das Gewicht der sehr breit konstruierten Pimax-Brillen - 5K+ und 8K unterscheiden sich hier übrigens nicht voneinander und hätte Pimax den beiden von uns getesteten Brillen keine Typenaufkleber verpasst, wäre es unmöglich gewesen die beiden Headsets äußerlich voneinander zu unterscheiden.

Mit nur 560 Gramm sind die Pimax-HMDs auch mit dem recht einfachen beiliegenden Kopfgurt nicht frontlastig oder zu schwer. Selbst beim Spielen des mitunter recht hektischen Beat Saber und bei Boxkämpfen in Creed verrutscht die Brille nicht.

FOV-Vergleich: Oculus Rift Kein übertriebenes Werbebild, so klein ist das Sichtfeld bei der Oculus Rift und HTC Vive im Vergleich tatsächlich, auch wenn das beim Spielen weniger stark auffällt.

FOV-Vergleich: Pimax 8K Im Direktvergleich ist das Sichtfeld bei Pimax 5K+ und 8K gigantisch. Der Unterschied fällt sofort ins Auge, ein Zurück auf das FOV der Vive fällt sehr schwer.

Das Tracking übernimmt Valves Lighthouse-Technologie, wie sie auch bei der HTC Vive zum Einsatz kommt. Entsprechend beliebt sind gebrauchte Vive-Sets aktuell unter Kickerstarter-Unterstützern der Pimax: Die Lighthouse-Trackinglösung von Pimax wird erst im kommenden Jahr auf den Markt kommen, gleiches gilt für die (ebenfalls zur Vive kompatiblen) Controller.

Valve selbst wird, voraussichtlich ebenfalls im kommenden Jahr, mit den Knuckles-Controllern neuartige VR-Eingabegeräte auf den Markt bringen, die mit den Pimax-Brillen funktionieren werden.

Wer sich VR nur für Sim-Racing oder Flugsimulatoren anschaffen will, sollte trotzdem das Lighthouse-Tracking hinzukaufen: Zwar sind Kopfdrehungen auch ohne möglich, Bewegungen in den virtuellen Raum sind aber nur mit mindestens einer Lighthouse-Station möglich. Unpraktischerweise lässt sich SteamVR nur einrichten, wenn mindestens zwei Stationen verbunden sind.

Pimax setzt zum Betrieb der Brillen das hauseigene PiTool voraus, das Einstellungen zum Supersampling (eine höhere virtuelle Auflösung, um das Bild auf Kosten von Rechenleistung zu schärfen) aber auch für das genutzte Field of View ermöglicht.

Von der Nutzung des größten angebotenen FOV können wir nur abraten - bei beiden Brillen fällt der Bildeindruck nur kaum sichtbar besser aus als bei der mittleren Einstellung, im Gegenzug steigen aber die Verzerrungen und vor allem die Hardware-Anforderungen stark an. Das kleine FOV hingegen bietet immer noch mehr Sichtfeld als von aktuellen VR-Brillen gewohnt, minimiert die Verzerrungen aber weiter und benötigt noch weniger Grafikleistung.

Während Oculus Rift und HTC Vive sowie Samsungs Odyssey auf OLED-Displays setzen, kommt bei Pimax auf niedrige Latenzen getrimmtes LCD zum Einsatz. Gegenüber OLED bietet LCD sichtbar schlechtere Schwarzwerte, finstere Dungeons sind also eher schummrig-düster. Auch die Farbdarstellung ist gegenüber OLED schwächer. Vor allem der schlechtere Schwarzwert ist uns im Test ins Auge gefallen, allerdings fallen sie etwas besser aus als bei WMR und Oculus Go.

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