Operation Scarlet Spear von Warframe ist selbst den härtesten Grind-Fans zu viel

Warframe veröffentlicht mit Operation Scarlet Spear den dritten Teil seiner Railjack-Inhalte. Die große Neuerung: Squad Link. Doch die Fans sind unzufrieden.

von Mathias Dietrich,
26.03.2020 08:40 Uhr

Die Spieler von Warframe meinen, dass ihre Zeit nicht mehr gewürdigt wird. Die Spieler von Warframe meinen, dass ihre Zeit nicht mehr gewürdigt wird.

In Warframe könnt ihr im Event Operation Scarlet Spear mit anderen Teams zusammenarbeiten, um die Invasion der Sentient zu verlangsamen. Dafür gibt es - wie nicht anders zu erwarten - Belohnungen. Doch wer die alle haben will muss ausdauernd sein. Zu ausdauernd, finden selbst Warframe-Veteranen.

Ein Spieler berechnete, wie viel Aufwand es benötigt, um diese Belohnungen freizuschalten. Dabei kam er auf das Ergebnis, dass man für eine einzige Event-Waffe mindestens vier Stunden spielen muss - sofern man in einem Run stets die maximale Punktzahl erhält. Die meisten Spieler werden also wesentlich mehr Zeit dafür aufbringen müssen.

Zu viel des Grind dank Operation Scarlet Spear

Dass Warframe ein Grind-Spiel ist, ist kein Geheimnis. Nicht umsonst verbringen viele Nutzer abertausende Stunden in dem Titel. Und an sich ist dies für Fans auch kein Problem: Denn der kostenlose Koop-Shooter bietet viel Content, der meistens sehr belohnend und motivierend ausfällt. Jetzt hat Digital Extremes der Community zufolge jedoch »eine Grenze überschritten«.

Viele Nutzer finden, dass sich Warframe derzeit mehr wie Arbeit anfühle und weniger wie ein Spiel. Der Reddit-Nutzer SpartanG01 - der sich selbst als Fanboy des Spiels bezeichnet - verliert deswegen harte Worte über Warframe. Im zufolge handele es sich um Operation Scarlet Spear um »das schlechteste Spielerlebnis in Warframe«, das er je hatte. Seine Kernaussage: Er will kein »Warframe: Die Karriere«. Und das Event ist für ihn nur die Spitze des Eisberges.

Dass er mit dieser Meinung nicht alleine dasteht, zeigt die Zahl an Upvotes seines Beitrages. Innerhalb von gerademal zehn Stunden stimmten ihm mehr als 3.400 andere Nutzer zu. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Community mit den jüngsten Änderungen an Warframe unzufrieden ist.

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Entwickler reagiert mit Hotfixes auf die Kritik

Der Entwickler sitzt nicht tatenlos rum, sondern geht bereits mit Hotfixes auf die Community-Kritik am Event selbst ein. So veränderte man die Berechnung der Victory-Points, die man erhält, wenn man die feindlichen Murex-Schiffe erfolgreich zurücktreibt.

Zuvor waren diese vom eigenen Rang in einer Flotte abhängig. Jetzt werden sie auf Basis der höchsten persönlich erreichten Punktzahl berechnet. Die Änderungen genügen den Spielern jedoch noch nicht. Nach wie vor finden sie, dass »ihre Zeit nicht genug gewürdigt« wird.

Mathias Dietrich

Mathias Dietrich
@kawaraban_japan

Quo vadis Warframe? Ich muss zugeben: Ich selbst bin ebenfalls kein allzu großer Fan von langwierigem Grind. Warframe konnte mich dennoch fesseln und ist mit derzeit über 1.500 Stunden der Titel, mit dem ich in meiner 26-jährigen Videospielerfahrung mit Abstand die meiste Zeit verbracht hab.

Doch in letzter Zeit scheint das Spiel zu wanken: Ich freue mich riesig über die Ankündigungen von Lichen und Railjack, nur um im Nachhinein feststellen zu müssen, dass die finalen Inhalte eher enttäuschend ausfallen. Klar: Es folgen immer Patches, die sich die Community-Kritik zu Herzen nehmen. Doch die stellen letztendlich eher ein hastig aufgeklebtes Pflaster auf aufgerissene Wunden dar.

Denn das eigentliche Potential dieser Inhalte bleibt stets auf der Strecke. Anstatt dieses auszubauen, feuert das Team direkt den nächsten Content hinterher und der Kreislauf »Update, Spieler-Kritik, Patch, nächstes Update ...« beginnt von vorne. Qualität über Quantität sollte das Motto von Warframe sein. Ich will nicht endlos viele Inhalte, ich will gute.


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