Die Hexenkatze ist aus dem Sack: Wizards of the Coast haben auf der gamescom das erste Gameplay aus ihrem kommenden D&D-Spiel Warlock gezeigt. Darin steckt jede Menge Magie und Action – für die einen Grund zum Jubel, für andere gibt’s noch Gründe, skeptisch zu bleiben.
So oder so steht fest, dass Warlock ein spannendes Experiment wird. Während sich D&D-Rollenspiele wie Baldur’s Gate, Neverwinter Nights und Solasta längst etabliert haben, soll es nun in ein anderes Genre gehen: ins Action-Adventure. Ein weiterer Aufbruch in neue Gefilde, den die Marke aktuell an mehreren Fronten wagt.
D&D soll mehr sein als immer nur Rundentaktik
Natürlich bieten sich rundenbasierte Kämpfe an, immerhin besteht das Regelwerk des bekanntesten Pen&Paper-Rollenspiels ja aus ihnen. Dass die meisten Videospiele das entsprechend umsetzen, liegt nur nahe.
Mit Warlock will das Entwicklerstudio Invoke nun beweisen, dass sich die Marke auch für schnelle Echtzeitkämpfe, Effektgewitter und weitläufige offene Welten eignet, wie wir sie aus anderen Fantasy-Universen kennen. Rasante Action statt sich stundenlang in eine Bibel von einem Regelwerk hineinzufuchsen - für viele ein verlockendes Versprechen. All das gibt’s im frisch enthüllten Gameplay zu sehen:
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Erstes Gameplay zu Warlock: Neues D&D-Spiel schickt euch als finstere Hexenmeisterin in eine düstere Open World
Der D&D-Unterbau ist klar zu erkennen. Uns erinnert das viele Gezauber außerdem an Hogwarts Legacy. In Warlock sollen wir besonders kreativ mit unseren magischen Fähigkeiten umgehen können, uns etwa auch die Umgebung zunutze machen. Zu sehen ist das in der Demo schon mit Nebelschritt, Windstoß und anderen, aus dem Regelwerk bestens bekannten Zaubern – und ja, bei einer Hexenmeisterin wie unserer Spielfigur darf natürlich der Schaurige Strahl nicht im Repertoire fehlen.
Allerdings wirkt das Gezeigte noch nicht sehr organisch, sondern eher wie eine Demo auf Schienen. Genau darum dürfte es sich auch handeln - einen sorgfältig kuratierten Einblick, der noch nicht das finale Spiel zeigt. Bis zum Release dürfte sich noch einiges ändern, hoffentlich auch am UI. Bisher ist etwa nicht so ganz ersichtlich, wie man die vielen verschiedenen Magietricks auswählt.
D&D fährt momentan eine Offensive sondergleichen, um sich noch prominenter zu platzieren. Zur Strategie gehören auch neue Videospiele. Ein Welterfolg wie Baldur’s Gate 3 lässt sich nicht einfach so wiederholen – zumal vorher wenige damit gerechnet hätten, dass sich ein Vertreter des nischigen Rundenkampf-Rollenspiels so durchsetzt, und die Entwicklung massiv Ressourcen verschlungen hat.
Wir rechnen damit, dass da noch mehr Experimente in verschiedene, potenziell massentauglichere und einfacher zu entwickelnde Richtungen gewagt werden. Warlock deckt bald schon mal das zugängliche Action-Genre ab. Es muss jetzt »nur noch« gut werden.
Was sagen die Leute?
Die Resonanz in den sozialen Medien zum Reveal fällt überwiegend positiv aus, wenn auch mit einer gewissen Vorsicht. Viele zeigen sich erfreut über die schicke Optik und die vielen D&D-Elemente, die Fans sofort erkennen, nicht nur bei den Zaubern. Die Patronin Tasha und der Betrachter, der kleine Teufelsbegleiter – das alles sprüht vor D&D-Flair, und das wird gelobt.
Bei YouTube schreibt ein scharfäufiger Fan namens HollowYves etwa:
Ich liebe das Detail, dass der Feind aktiv versucht, dem magischen Stoß zu widerstehen. Fühlt sich an, als ob er einen Rettungswurf würfelt.
Andere hingegen sind skeptisch, weil alles so poliert wirkt, dass es sich für sie eher nach Tech-Demo als nach echtem Spiel anfühlt. ThisIsTheNewSleeve bei Reddit drückt es so aus:
Der Kampf ist seltsam. Es sieht fast so aus, als würde er auf Schienen ablaufen? Ich verstehe nicht, wie diese Sachen ausgelöst werden. Mal ist es ein Zauber, mal ein Schwertangriff, mal eine spezielle Animation, die nur bei diesem Gegner vorkommt. Vieles davon sieht cool aus, aber ich habe keine Ahnung, wie diese Aktionen im Kampf funktionieren.
Bis zum Release ist es gar nicht mehr so lange hin, denn Warlock soll schon 2027 erscheinen. Es wird also interessant zu sehen, was sich bis dahin noch tut.
Wie gefällt euch das bisher Gezeigte? Ist es für euch genug zur positiven Einstimmung auf das Spiel oder hättet ihr euch mehr dynamisches Gameplay gewünscht? Ist D&D für euch automatisch mit Rollenspiel verbunden oder seid ihr offen, die etablierten Settings auch mal in ganz anderen Genres auszuprobieren? Versuche gab es ja schon, wenn auch bisher mit mäßigem Erfolg. Glaubt ihr, mit Warlock wird sich das ändern? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
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