Watch Dogs Legion: Gestohlener Source Code soll ins Netz gelangt sein

Nachdem angeblich 560 GB an Quellcode von Watch Dogs Legion veröffentlicht wurde, reagiert Ubisoft und stellt Ermittlungen an. [Update]

von Christian Just,
05.11.2020 12:40 Uhr

Berichten zufolge ist der komplette Quellcode von Watch Dogs Legion im Internet aufgetaucht. Berichten zufolge ist der komplette Quellcode von Watch Dogs Legion im Internet aufgetaucht.

Update vom 5. November 2020, 12:30 Uhr: Im Zuge einer Stellungnahme hat der Videospielentwickler- und Publisher auf die Meldungen des angeblich veröffentlichten Quellcodes von Watch Dogs Legion reagiert.

Demnach stellt Ubisoft nun Ermittlungen an, was es mit den Behauptungen der Hacker-Gruppe Egregor auf sich hat. Dass der Quellcode von Watch Dogs Legion tatsächlich ins Internet gelangt ist, bestätigte das Studio jedoch nicht.

GameStar liegt das folgende Statement von Ubisoft vor, in dem uns neue Infos versprochen werden, sobald sich des Themas ausgiebig angenommen wurde:

"Uns sind die Behauptungen der Gruppe bekannt und wir führen entsprechende Untersuchungen durch. Wir werden Sie über neue Erkenntnisse informieren, sofern möglich."

Wir werden diese Meldung aktualisieren, wenn es neue Informationen gibt.

Ursprüngliche Meldung: Offenbar ist der Quellcode von Watch Dogs Legion im Internet aufgetaucht. Hacker hatten diesen zuvor angeblich von Ubisoft entwendet und versucht, den Publisher damit zu erpressen. Wir hatten über einen möglichen Cyberangriff auf Ubisoft und Crytek berichtet.

Dies könnte nun die Folge des Angriffs sein. Wie die Website DSOGaming.com berichtet, finden sich 560 GB an Daten mit der Bezeichnung »Watch Dogs Legion Sourcecode« auf einschlägigen Internetseiten. Diese Daten sollen die komplette Engine und den Quellcode für das neueste Ubisoft-Spiel enthalten.

Erpressungsversuch anscheinend gescheitert

Sollte es sich sowohl bei dem Hack als auch bei dem jetzt geleakten Quellcode um authentische Informationen handeln, liegt die Vermutung nahe, dass Ubisoft sich nicht auf den Erpressungsversuch eingelassen hat. Die Hackergruppe »Egregor« könnte demnach die Drohung wahrgemacht und die Daten im Internet veröffentlicht haben.

Die Website DSOG zeigt sich zumindest überzeugt davon, dass es sich sowohl bei dem Leak als auch der Erpressung um ein wahrheitsgemäßes Bild der Ereignisse handelt. Wir sehen aus rechtlichen Gründen davon ab, die Quellen tiefergehend zu prüfen und berufen uns bei Darlegung und Einordnung ausschließlich auf die Aussagen von DSOG.

Sucht nicht nach dem Sourcecode! Wir empfehlen allen Interessierten, zu ihrer eigenen Sicherheit von weiterer Recherche abzusehen. Einen Überblick über die vorangegangene Erpressung bekommt ihr in unserem Artikel:

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Achtung: Wer bei uns im Forum Links oder Hinweise zum Quellcode verbreitet, muss mit Sanktionen rechnen.

Was folgt daraus?

Sollte es sich um den tatsächlichen Code handeln, ist der potenzielle Schaden für Ubisoft groß. Ein geleakter Quellcode öffnet etwa Raubkopierern Tür und Tor. Diese könnten Cracks für Watch Dogs Legion entwickeln, den Kopierschutz damit aushebeln und das Spiel illegal zum Download zur Verfügung stellen. Es gibt aber auch harmlosere Formen der Code-Nutzung. So können beispielsweise Modder mithilfe des Quellcodes leichter Änderungen am Spiel vornehmen.

Ob Watch Dogs Legion nun ein gutes Spiel ist oder nicht, da gehen die Meinungen auseinander. Plus-Redakteur Peter Bathge gibt euch daher eine Reihe von Tipps, um mehr Spaß mit dem Hacker-Abenteuer zu haben:

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Cyberangriffe auf große Unternehmen und deren Produkte sind keine Seltenheit in der Techszene. Oft verwenden Hacker sogenannte Ransomware, um Geld zu erpressen. Dies ist aber nur eine von vielen kriminellen Möglichkeiten. Im Jahr 2020 wurde unter anderem Twitter mithilfe von Social Engineering gehackt, wodurch zahlreiche prominente Konten kompromittiert wurden.

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