Wie viele CPU-Kerne nutzen Spiele 2019?

In einem aktuellen Benchmark-Video wird die Performance in Spielen eines Prozessors mit vier, sechs, acht, zehn und zwölf CPU-Cores verglichen.

von Alexander Köpf,
27.08.2019 20:13 Uhr

Prozessoren mit 6, 8 oder sogar 12 Kernen werden immer günstiger - doch was bringen die zusätzlichen Kerne in Spielen?Prozessoren mit 6, 8 oder sogar 12 Kernen werden immer günstiger - doch was bringen die zusätzlichen Kerne in Spielen?

Bereits seit einigen Jahren forciert AMD die Entwicklung Richtung Mehrkern-Prozessoren. Zuletzt wurde mit der Zen-2-Architektur nachgelegt und das Mainstream-Portfolio um den Zwölfkerner Ryzen 9 3900X (ca. 520 Euro) erweitert. Mit dem im September erwarteten Ryzen 9 3950X steht sogar ein Sechzehnkern-Modell in den Startlöchern.

Doch wie viele Rechenkerne braucht man als Gamer wirklich und wo liegt der Sweetspot? Ein Youtube-Kanal will Antworten darauf liefern - wir fassen zusammen.

Konfigurationen zwischen vier und zwölf Kernen

»Testing Games« testet namensgemäß CPUs, Grafikkarten und andere Hardware-Komponenten hinsichtlich ihrer Performance in Spielen. In einem aktuellen Video geht der Kanal der Frage der Performance-Skalierung mit der Core-Anzahl in diversen Spielen nach.

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Der Ryzen 9 3900X bietet als erste Mainstream-CPU 12 Kerne und 24 Threads für aktuell etwas über 500 Euro.Der Ryzen 9 3900X bietet als erste Mainstream-CPU 12 Kerne und 24 Threads für aktuell etwas über 500 Euro.

Zum Einsatz kommt ein Ryzen 9 3900X, bei dem bis zu acht Kerne deaktiviert werden - getestet werden also Konfigurationen der CPU mit 4, 6, 8, 10 und 12 Kernen.

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Auf die virtuelle Kernverdoppelung (Simultaneous Multithreading, SMT) verzichten die Hardwarespezialisten, ein entsprechender Vergleich zwischen aktiviertem und deaktiviertem SMT wird in einem weiteren Video nachgereicht (siehe unten).

Testsystem:

  • Windows 10 Pro
  • AMD Ryzen 9 3900X (SMT Off)
  • Gigabyte X570 Aorus Pro
  • Geforce RTX 2080 OC
  • 16GB DDR4 @ 3600 MHz

Um den Prozessor möglichst auszulasten und nicht in ein Grafikkarten-Limit zu laufen, werden alle Spiele zwar in Ultra-Settings aber nur in 1080p getestet.

Die Ergebnisse fallen bei Battlefield 5, Rainbow Six Siege, Assassin's Creed Odyssey, Hitman 2 und The Witcher 3 recht ähnlich aus: das Setup mit vier Kernen (und 4 Threads) ist allen anderen Konfiguration zum Teil deutlich unterlegen.

Der größte Unterschied zwischen schlechtestem und bestem Ergebnis wird in Battlefield 5 gemessen. Die 12-Kern-Anordnung erzielt über 80 Prozent mehr Bilder pro Sekunde (174 statt 96 fps). Eine mögliche Erklärung hierfür könnte die Verwendung von DirectX 12 sein, Angaben dazu werden im Video allerdings nicht gemacht.

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Generell schneidet der Aufbau mit maximaler Kernzahl durchgehend am besten ab, zumeist liegen die 8- und 10-Kern-Konfiguration jedoch nur knapp dahinter. Auch 6 Kerne liefern noch ein gutes Ergebnis, obgleich unserer Meinung nach der Sweetspot aus Preis und Leistung für Gamer bei 6 oder 8 Kernen liegt.

Virtuelle Kernverdoppelung

Die virtuelle Kernverdoppelung indes wirkt sich anscheinend überwiegend negativ aus, wie Testing Games in einem weiteren Video zeigen will. Allerdings fallen die Unterschiede auf dem Ryzen 7 3700X mit acht Kernen und optional 16 Threads sehr gering aus und sind während des Spielens kaum bemerkbar.

Vierkern-CPUs dürften von SMT und dann acht Threads auch in Spielen teils deutlich mehr profitieren.

Battlefield 5 bildet beim Ryzen 7 3700X dagegen erneut eine Ausnahme: aktiviertes SMT liefert die gleichen Ergebnisse wie deaktiviertes SMT (176 fps). Als einziges getestetes Spiel profitiert Watch Dogs 2 von der virtuellen Kernverdoppelung.


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