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WoW: Burning Crusade Classic: So gut wie damals? Unser Fazit nach 15 Stunden mit der Beta

Blizzard betreibt viel Aufwand, um die Magie von Burning Crusade neu zu entfachen. Wir haben die Beta gespielt und analysieren, wie gut das gelingt.

von Marylin Marx,
22.05.2021 09:00 Uhr

Werdet ihr Burning Crusade Classic spielen? Werdet ihr Burning Crusade Classic spielen?

Hier sind wir also wieder. Das dunkle Portal ragt bedrohlich über uns auf, hinter dem grünen Teleportationsnebel liegt eine neue Welt, von der wir schon wissen, was uns in ihr erwartet: nämlich das laut vielen Fans und auch nach GameStar-Wertung beste WoW-Addon aller Zeiten.

Doch ist der Kampf in der Scherbenwelt noch genauso spannend und atemberaubend wie vor 14 Jahren? Die kurze Antwort: Es kommt darauf an, was ihr kennt und auf was ihr wert legt. Für die lange Antwort müssen wir etwas ausholen.


Die Autorin
Mary tauchte ungefähr ab 2006 in die Welt von Azeroth ein und erinnert sich noch gut daran, wie sie Burning Crusade damals entgegen fieberte. Die ersten Schritte in der Scherbenwelt, der erste Ritt auf einem Flugmount, das erste Theaterstück in Karazhan - all diese Erinnerungen kramt sie immer wieder hervor, wenn jemand sie auf »das gute alte WoW« anspricht.

Was sie dabei gerne vergisst, sind die vielen Stunden, die sie irgendwelches Urfeuer gefarmt oder wie oft sie vom großen Titanen auf der Höllenfeuerhalbinsel getötet worden ist, weil sie lieber irgendwelchen Mittelalter-Rock, als den Spielsound gehört hat. An manche Dinge erinnert man sich eben erst wieder, wenn man sie wie ein Dejavu erneut durchlebt.

WoW Classic hat bereits bewiesen, dass mehr als nur Nostalgie hinter dem MMO-Phänomen von damals steckt, wie Micha in seiner Plus-Kolumne herausstellt:

WoW Classic ist mehr als nur ein altes Spiel   54     21

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WoW Classic ist mehr als nur ein altes Spiel

Was ändert sich zwischen Classic und Burning Crusade?

Mit dem Sprung durch das Dunkle Portal dürft ihr nicht nur in eine neue Welt mit neuen Fraktionen, Gegnern, Quests und allerlei anderen spannenden Inhalten eintauchen, sondern bekommt auch neue Völker, Stufen und einen Handwerksberuf an die Hand.

Allen voran finden zwei neue Völker den Weg ins Spiel. Die Draenei schließen sich der Allianz an, womit zum ersten mal Schamanen auf Allianz-Seite gespielt werden können. Und bei der Horde stoßen die Blutelfen hinzu, die Paladine werden können - das war wiederum bisher der Allianz vorenthalten. Somit kann mit Burning Crusade jede Fraktion auch jede Klasse auswählen.

WoW Burning Crusade Classic - Draenei-Schamanen und Blutelfen-Paladine vorgestellt 2:30 WoW Burning Crusade Classic - Draenei-Schamanen und Blutelfen-Paladine vorgestellt

Neu eingeführt wird außerdem der Beruf des Juwelenschleifers, der nicht nur Halsketten und Ringe herstellen kann, sondern euch außerdem mit nützlichen Edelsteinen für die neuen Rüstungs-Sockel ausstattet. Neben dem Juwelenschleifer erhalten auch alle anderen Berufe neue Stufen und Rezepte, die durch die Herstellung von Gear-Verbesserungen und Consumables einen wichtigen Teil zum Endgame beitragen, allem voran dem Raiding.

Nicht nur die Berufe erhalten neue Stufen, auch das Maximallevel wird von Stufe 60 auf Stufe 70 angehoben. Ebenfalls feiert die Gruppensuche in Burning Crusade ihr Debüt: Statt mühsam im Allgemeinchat nach Mitgliedern zu suchen, könnt ihr euch jetzt für eine Dungeon-Warteschlange anmelden und werdet entsprechend eurer Rolle zugeordnet.

Die letzte große Neuerung ist das Fliegen. Bisher konntet ihr in World of Warcraft Classic nur zu Fuß, per Reittier oder über feste Flugpunkte über die Karte ziehen. Mit dem Erreichen von Stufe 70 und dem nötigen Kleingold habt ihr in Burning Crusade die Möglichkeit, euch auf eigene Faust in die Lüfte zu erheben. Um einige Teile der neuen Welt zu erreichen, müsst ihr das sogar.

Bis heute sind die Netherdrachen äußerst beliebte Flugreittiere. Bis heute sind die Netherdrachen äußerst beliebte Flugreittiere.

Welche Änderungen gibt es zwischen den Versionen von 2007 und 2021?

Obwohl sich Blizzard um ein originalgetreues Burning Crusade bemüht hat, ist die Classic-Version von 2021 keine exakte Kopie des vierzehnjährigen Originals. So startet Burning Crusade Classic mit Patch 2.4.3, der vor allem Balancing- und Quality-of-Life-Verbesserungen mit sich bringt.

Zwischen Level 20 und 60 braucht ihr nun weniger Erfahrungspunkte als früher, könnt euer erstes Reittier ab Stufe 30 kaufen und auf eure Gildenbank in den Hauptstädten zugreifen. Außerdem kann der Kader für euer Arena-Team größer sein als die Liste der aktiven Spieler. Das heißt, ihr könnt in einem 3vs3-Arena-Team anstatt drei ganze sechs Spieler eintragen.

Bei den Balancing-Anpassungen darf vor allem die Allianz im Allgemeinen und Paladine im Speziellen jubeln, denn sie haben nun ebenfalls Zugriff auf den Skill »Siegel des Blutes«, der damals lediglich Horden-Paladinen vorenthalten war und im Gegensatz zur Allianz-Version »Siegel der Vergeltung« massive Vorteile brachte. In Burning Crusade Classic können die Paladine beider Fraktionen nun beide Siegel einsetzen.

Auch die Dungeon-Bosse erhalten bereits zu Beginn der Erweiterung einen Buff, sodass sie nicht beim ersten Windhauch umknicken und mehr Herausforderung bieten. Zusätzlich wurden die mächtigen Trommeln der Schlacht mit einem Debuff belegt, sodass sie nur noch alle zwei Minuten eingesetzt werden können.

Technisch wurde an WoW ebenfalls ein wenig geschraubt. So wurde das sogenannte Spell-Batching gestrichen. Anstatt dass der Server wie früher Aktionen wie Attacken, Buffs und Debuffs erst gesammelt und dann in einem Schwung ausgespielt hat, wird jetzt jede Aktion einzeln und ohne Zeitverzögerung ausgespielt. Darüber hinaus gibt es in der 2021-Version kleinere Grafik-Verbesserung wie Raytracing-Schatten. Einen direkten Grafikvergleich seht ihr hier:

2021 2021
2007 2007

Burning Crusade von 2007 (links) und 2021 (rechts)

Wie spielt sich Burning Crusade Classic?

Trotz all der Modernisierungen verzaubert Burning Crusade Classic alte Veteranen genauso wie Neueinsteiger. Der erste Schritt durchs dunkle Portal, die ersten Quests auf der Höllenfeuerhalbinsel - all das sind denkwürdige und beinahe magische Erlebnisse - auch wenn sie beim ersten Mal natürlich allein aus technischer Sicht wesentlich eindrucksvoller waren.

Während eingefleischte Classic-Spieler und Spielerinnen vermutlich nur ein leichtes Lächeln auf den Lippen haben, staunt der Neueinsteiger erstmal über den doch knackigen Schwierigkeitsgrad - erst recht, wenn ihr die Scherbenwelt schon mit Level 58 betretet und noch nicht gut ausgerüstet seid. Dann kann die ein oder andere Quest durchaus zur Herausforderung werden.

Na, wie oft hat euch der Kollege hier kalt erwischt? Na, wie oft hat euch der Kollege hier kalt erwischt?

Grundsätzlich ist das Questen, Dungeons absolvieren und Scherbenwelt erkunden aber noch genauso spaßig wie 2007. Burning Crusade greift damals wie heute die großen Stärken von WoW Vanilla und Classic auf und verbessert sie an vielen wichtigen Stellen, was Burning Crusade zum vermutlich beliebtesten Addon und zur beliebtesten WoW-Ära aller Zeiten macht.

Durch die eher punktuellen Anpassungen und das Balancing, fühlt sich der Weg zu Stufe 70 aber noch genauso an wie damals. Das mag allen Classic-Spielern Freudentränen in die Augen treiben, macht den Einstieg für alle anderen, die mit WoW bisher nichts am Hut hatten oder vom modernen WoW umsteigen, aber genauso schwer wie schon in WoW Classic.

Für wen sich Burning Crusade Classic lohnt - und für wen nicht

Wer Burning Crusade schon 2007 geliebt hat, kann auch 2021 sehr viel Spaß damit haben. Die Detailverbesserungen greifen genau die richtigen Schwächen von damals an, ohne zu viel vom Kern zu verändern. Wer also auf eine Burning-Crusade-Erfahrung »wie damals« hofft, wird nicht enttäuscht. Die volle Nostalgie solltet ihr aber nicht erwarten, denn viele Erinnerungen lassen sich nicht wiederholen.

Ein weiterer Dorn im Auge der sonst eigentlich spannenden Erweiterung ist die Einstiegshürde. Wer bisher nicht WoW Classic gespielt hat, kann zwar direkt per Level-Boost in Burning Crusade einsteigen. Dieser Boost ist mit 40 Euro pro Charakter allerdings unverschämt teuer und nur auf Helden anwendbar, die keine Draenei oder Blutelf sind. Wer wirklich nur in die Scherbenwelt möchte, muss entweder tief in die Tasche greifen oder ist gezwungen, durch Classic zu leveln.

Burning Crusade Classic lohnt sich für...
  • ... alle WoW-Classic-Fans, die frische Inhalte möchten
  • ... WoW-Nostalgiker, die Burning Crusade bereits gespielt und gemocht haben.
  • ... Fans von entschleunigtem Gameplay und knackigen Herausforderungen.
Burning Crusade Classic lohnt sich nicht für...
  • ... Retail-WoW-Spieler, die nicht auf Komfort verzichten möchten.
  • ... Spieler, die in Online-Rollenspielen möglichst schnell das Maximallevel erreichen wollen.
  • ... alle, die Wert auf moderne Grafik legen.

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