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Wreckfest im Test - Darauf haben FlatOut-Fans gewartet!

Mit Wreckfest erscheint endlich mal wieder ein Rennspiel, bei dem die Konkurrenz nach allen Regeln der Vollkontaktkunst verschrottet werden darf. Ein Fest für FlatOut-Fans, auch wenn die Qualität der Vorgänger nicht ganz erreicht wird.

von Benjamin Braun, Heiko Klinge,
09.06.2018 14:21 Uhr

Wreckfest - Testvideo zum besten Zerstörungs-Rennspiel seit FlatOut 2 6:27 Wreckfest - Testvideo zum besten Zerstörungs-Rennspiel seit FlatOut 2

Autos zerstören will gelernt sein. Das mussten Fans der legendären Crash-Racing-Reihe FlatOut in den letzten Jahren leidvoll erfahren, im wahrsten Sinn des Wortes. Mit wechselnden Studios und Publishern wurde die einst so ruhmreiche Serie mit dem unfassbar miesen FlatOut 3 und dem bestenfalls egalen FlatOut 4 mit Volllgas gegen die Wand gedonnert.

Also müssen es mit den Finnen von Bugbear nun diejenigen richten, die FlatOut einst erfunden und groß gemacht haben. Nach über fünf Jahren Entwicklungszeit ist der Nachfolger im Geiste Wreckfest endlich fertig, und zeigt mit seiner Rückkehr zu den Serienwurzeln allen Nachahmern, wo der Zerstörungshammer hängt.

Ein Fest für Zerstörer

Wenn Stahlkarossen mit hohem Tempo aufeinanderprallen, wäre es reichlich witzlos, wenn dabei bloß der Lack ein bisschen angekratzt würde, obwohl das in den meisten anderen Rennspielen nach wie vor die Regel ist. Über derartige Mängel des Schadensmodells müsst ihr euch in Wreckfest keinerlei Sorgen machen.

Realistisch mag ein kunstvoll zusammengeknautschter Blechbolide vielleicht nicht immer aussehen. Wenn die Karosserie nach einem Zusammenprall aber sämtliche Regeln der Geometrie missachtet oder das bis zur Unkenntlichkeit zusammengedrückte Heck den Blick aufs Hinterrad freigibt, dann ist das ein Fest für Zerstörungsfreunde.

Wreckfest - Screenshots ansehen

Das gilt auch für Umgebungsobjekte wie Reifenstapel oder Begrenzungszäune, die wir bei unserer betont rücksichtlosen Fahrt im Notfall einfach mitnehmen. Schön brachial kracht auch der Sound aus den Boxen. Wenn kurz nach dem Start 24 Autos durch eine enge Kurve wollen oder in der Arena alle auf die Mitte des Platzes zusteuern, entfesselt Wreckfest beim Zusammenprall ein Blechschadengewitter, das dem Urknall gleichkommt.

Ausgerechnet die Motorengeräusche der lizenzlosen Autos fallen allerdings ein wenig ab. Das Grölen eines Mustang-ähnlichen Muscle Cars ist stark, die meisten anderen Fahrzeuge klingen aber eher wie der Zweitaktmotor eines Trabants. Zwischen den Rennen gibt's lizenzierte Rocksongs auf die Ohren. Die stammen zwar anders als beim legendären Soundtrack von FlatOut 2 von eher unbekannteren Bands, passen aber trotzdem wunderbar zum knallharten Vollkontaktsport.

Ohne Leitplanken und mit Gegenverkehr kann ein gut getimter Schubser Wunder wirken.Ohne Leitplanken und mit Gegenverkehr kann ein gut getimter Schubser Wunder wirken.

Stichwort Kontakt: Während in anderen Rennspielen Kontakt in der Regel eher zu vermeiden ist, gehört es in Wreckfest zum guten Ton, Gegner von der Piste zu drängen, Dreher zu provozieren oder ihnen vor einer Kurve voll ins Heck zu fahren. Weshalb auch bremsen, wenn man anders die Geschwindigkeit verzögern kann?

Allerdings fährt eben jeder in Wreckfest so, einschließlich der Computergegner. Und es kann durchaus frustrieren, wenn euch jemand in der letzten Runde von der Strecke schießt, was angesichts des meist dicht zusammen gedrängten Fahrerfelds gern mal zehn Positionen und mehr kosten kann. Wer einmal den Anschluss ans Feld verliert, holt zudem mangels Gummiband-KI nur selten wieder auf. Andererseits sorgt genau das für spannende und glaubwürdige Rennverläufe bis zur letzten Kurve, zumal auch die Gegner nachvollziehbare Fehler machen.

Der Zufall fährt mit

Angesichts des fantastischen Schadensmodells verständlich: Auch ein Großteil der 17 Kurse ist darauf ausgelegt, dass es möglichst häufig amtlich scheppert. Mal fehlen Banden, sodass euch bereits ein kleiner Schubser in den Gegenverkehr befördert, mal gibt es sogar Kreuzungen, was bei bis zu 24 Autos fast schon zwangsläufig zu Massenkarambolagen führt.

Das kann großen Spaß machen, wenn ihr euch gerade so durchschlängeln könnt. Oder gerade zu Karrierebeginn hart nerven, wenn ihr Teil der Karambolage werdet und so der sicher geglaubte Sieg noch flöten geht. Erst im Laufe der Zeit lernt ihr, vorausschauend zu fahren, aber selbst dann lässt sich nicht jeder Crash vermeiden, weil Wreckfest unverständlicherweiser sowohl auf Rückspiegel als auch auf andere Gegneranzeigen verzichtet.

In der Cockpit-Ansicht mangelt es sowohl an Übersicht (kein Rückspiegel!), als auch an Atmosphäre (kein animierter Fahrer!).In der Cockpit-Ansicht mangelt es sowohl an Übersicht (kein Rückspiegel!), als auch an Atmosphäre (kein animierter Fahrer!).

Noch stärker vom Zufall abhängig sind naturgemäß die Destruction Derbys in den drei zugehörigen Arenen. Mit Glück haben die Fahrzeuge bereits viel Schaden genommen, sodass ein leichter Stupser reicht, um ihnen den Rest zu geben. Wenn ihr Pech habt, wird euch ein bereits erlegt geglaubtes Opfer noch vor der Blechnase weggeschnappt.

Taktisch Blechkontakt vermeiden und warten, bis sich die anderen gegenseitig schwächen, ist keine Option, denn in Wreckfest startet ein Disqualifikations-Timer, wenn ihr längere Zeit keine Feindberührung habt. Genauso wie im Klassiker Destruction Derby hat eure Karre nur eine begrenzte Haltbarkeit, bis es zu starken mechanischen Schäden und der Zerstörung kommt. Ist die Frontpanzerung kaputt, müsst ihr also auch mal im Rückwärtsgang attackieren.

FlatOut 3 - Unser legendäres Test-Video zum legendär miesen dritten Serienteil. 4:40 FlatOut 3 - Unser legendäres Test-Video zum legendär miesen dritten Serienteil.

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