Am Wochenende saß ich mal wieder etwas zu lange vor meinem Monitor. Ein kurzer Blick auf die Uhr: 3 Uhr nachts. Eigentlich ein längst überfälliger Zeitpunkt, um den PC herunterzufahren und mich ins kuschelige Bett zu begeben. Aber ich hing in einer Art Schwebe fest – zu wach, um schlafen zu gehen; zu müde, um jetzt noch komplexe mathematische Paradoxa aufzulösen. Und genau in diesem Moment ist mir bewusst geworden: Manche Videospiele entfalten um diese Uhrzeit eine völlig andere, fast schon magische Wirkung.
Um 3 Uhr nachts scheint die Zeit plötzlich still zu stehen. Der Trubel des Alltags ist längst vorbei und das morgendliche Gewusel hat noch nicht begonnen. Inmitten dieser drückenden Stille fehlt jegliche Ablenkung und ich versinke fast schon hypnotisch in meinem Spiel, lasse die Welten auf mich wirken, ohne sie zu zerdenken. Die Außenwelt existiert in dem Moment eigentlich gar nicht mehr – meine Aufmerksamkeit gilt allein dem Spiel. Jedes noch so kleine Geräusch wie das Gurgeln meines Kühlschranks lässt mich deshalb dreimal so heftig zusammenzucken.
Wahrscheinlich bin ich dabei unterm Strich nur extrem übermüdet, aber bestimmte Spiele ballern um 3 Uhr nachts einfach so viel stärker. Fünf dieser besonderen Erfahrungen möchte ich mit euch teilen.
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1. Dreamcore
Für mich verkörpern Backrooms das ultimative »3-Uhr-nachts-Gefühl« – das sind sogenannte Liminal Spaces, alltägliche Orte wie leere Flure oder Einkaufszentren, die völlig menschenleer plötzlich beklemmend und surreal wirken. Das Internet-Phänomen schafft den Spagat zwischen Vertrautheit und Fremde, drückender Ruhe und schleichender Nervosität, Realität und Traum.
Ich mag meine Backroom-Erfahrungen am liebsten völlig ohne Jumpscares oder Monster – denn hier bin ich komplett mir selbst überlassen. Genau deshalb stampfe ich in Dreamcore so gerne durch ein endloses, verlassenes Hallenbad.
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