Activision wird gleich mehrfach verklagt - Aktionäre fühlen sich durch Bungie-Trennung betrogen

Sammelklagen in den USA sollen Aktionären von Activision Blizzard, die nach der Bungie-Trennung Verluste erlitten haben, eine Anlaufstelle bieten.

von Christian Just,
25.01.2019 14:52 Uhr

Activision Blizzard wird im Kontext der Bungie-Trennung von mehreren Seiten verklagt.Activision Blizzard wird im Kontext der Bungie-Trennung von mehreren Seiten verklagt.

Activision Blizzard und Bungie gehen in Zukunft getrennte Wege, soviel ist bereits bekannt. In der Folge gratulierten Industrie-Vertreter Bungie zur Unabhängigkeit, aber nicht auf allen Seiten herrscht eitel Sonnenschein. Mehrere Anwaltskanzleien kündigten an, Sammelklagen gegen Activision Blizzard zu prüfen.

Und die Zahl der Streiter wächst: Wie die beiden US-amerikanischen Anwaltskanzleien Rosen und Schall Law Firm in Pressemeldungen (via Wccftech) bekannt gaben, reichen sie Sammelklagen gegen Activision Blizzard ein, die dem Publisher falsche und irreführende Aussagen rund um die Bungie-Trennung unterstellen.

Warum kommt die Sammelklage? Aus der Stellungnahme der Anwaltskanzlei Schall Law Firm geht der Vorwurf hervor, dass Anleger Schaden genommen hätten, als »der Markt die Wahrheit über Activsion Bizzard erfuhr«. Bungie nimmt das Destiny-Franchise mit sich, was Schall Law Firm als Faktor für künftig ausbleibende Umsätze bei Activision Blizzard ausmacht.

Wer darf mitklagen? Die Sammelklage beschränkt sich auf Aktionäre, die zwischen dem 2. August 2018 und dem 10. Januar 2019 Anteile von Activision Blizzard gekauft haben. Interessierte haben nun bis zum 19. März 2019 Zeit, sich an der Sammelklage zu beteiligen.

Die Situation ist für den großen Publisher durchaus brisant. Inzwischen haben ganze sechs Anwaltskanzleien juristische Schritte gegen Activision Blizzard eingeleitet.

Zu den Hintergründen

Seit dem Blizzcon-Debakel befindet sich Activision Blizzard zunehmend in Schwierigkeiten. Die Aktie war zunächst nach der Ankündigung des Mobilespiels Diablo Immortal massiv gefallen. Im Nachgang schwankte das Wertpapier und fiel im Anschluss an die Nachricht von der Bungie-Trennung erneut.

Auch in den Reihen der Firmenleitung wechselten kürzlich die Köpfe, ausgerechnet auf den Posten der Finanzchefs. Obgleich personelle Änderungen nicht zwangsläufig auf Probleme zurückgehen müssen, haben Wechsel in der Führungsriege, insbesondere in Krisenzeiten, selten eine beruhigende Wirkung auf Anleger.

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