Wettrüstung
Bei Anno 1602 wirkten die Echtzeit-Schlachten noch aufgesetzt, von den vier Truppentypen nutzte man gerade die Hälfte, nämlich Kavallerie und Kanonen. Anno 1503 rüstet mit zwölf Einheitentypen kräftig auf, darunter Bogenschützen, Musketenträger, Reiter und Artilleristen. Die Soldaten können zwar keine Gebäude ankratzen, doch dafür gibt's Geschütze: Mörser und Katapulte schleudern Geschosse im hohen Bogen über Stadtmauern, während Kanonen im flachen Winkel feuern. Belagerungstürme schaufeln Ihre Mannen auf die Mauern, wo sie sich die Verteidiger im Nahkampf vorknöpfen.
Bis Sie allerdings eine starke Armee aufgestellt haben, müssen Ihre Rüstungsarbeiter malochen: Die militärischen Produktionsketten sind besonders lang. So brauchen Sie für Schwertkämpfer Holz und Erz, um in der Schmelze Roheisen zu gewinnen, das der Waffenschmied zu Klingen hämmert, während der Rüstungsmacher Harnische fertigt. Ein Katapult benötigt Holz und Stricke, die in der Seilerei aus Hanf gedreht werden. Wie beim Belagerungs-Epos Stronghold können Sie bei einigen Produzenten zwischen Waffentypen wählen.
Alles Böse kommt von oben
Bei den Gefechten spielen Höhenunterschiede eine wichtige Rolle - Bogenschützen auf der Stadtmauer schießen weiter als die Angreifer in der Senke. Die müssen obendrein erst einen Pfad anlegen, damit die Kanonen überhaupt bergauf kommen. Auch dichter Wald treibt die Geschützmannschaften in den Wahnsinn, denn die blöden Bäume blockieren den sperrigen Donnerrohren den Weg.
Die Kämpfer beherrschen mehrere Formationen; sie nehmen schwach gepanzerte Einheiten in die Mitte oder rücken gestaffelt vor, um Schützen durch Nahkämpfer zu decken. Ihre Mannen gewinnen mit jedem erledigten Gegner Erfahrung, die mit besseren Kampfwerten belohnt wird. Sunflowers plant drei bis fünf Erfahrungsstufen und bastelt noch an den erreichbaren Boni. Es lohnt sich also, Sanitäter mitzunehmen, um vor allem die Veteranen nicht zu verheizen.

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