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Seite 2: Anno Online im Test - Zeit ist Geld

Schnell & teuer

Denn das geht in Anno Online natürlich auch: Keinen Bock auf War­tezeit, der Nebel soll sofort weg? Kein Prob­lem, kostet halt echte Euro. Der erste Sektor einer Insel liegt bei rund 3,70 Euro, der letz­te auf unserer Hauptinsel bei happigen 25 Euro.

Ganz herausgezoomt: Alle Spieler haben die gleiche Startinsel. Im Osten haben wir vor zwei Monaten mit der Bebauung angefangen. Nach mehreren Umbauten ist das Stadtzentrum jetzt im Westen. Den Norden müssen wir noch freispielen. Ganz herausgezoomt: Alle Spieler haben die gleiche Startinsel. Im Osten haben wir vor zwei Monaten mit der Bebauung angefangen. Nach mehreren Umbauten ist das Stadtzentrum jetzt im Westen. Den Norden müssen wir noch freispielen.

Doch wir können noch viel mehr Geld im Shop lassen: zehn Euro für ein großes Transportschiff etwa, 20 für eine komplett aufgedeckte mittlere Insel, unglaublich dreiste 57 Euro für eine große Insel mit Bie­nenwachs- und Trauben-Vorkommen, aber ohne Nebel. Bitte rechnen Sie unbedingt dreimal nach, bevor Sie im Shop etwas kau­fen - und überlegen Sie dann noch mal ge­nau, ob Ihnen die umgangene Wartezeit das Geld wirklich wert ist.

Ganz wichtig ist aber: Sie müssen nichts kaufen. Anno Online lässt sich komplett (!) gratis spielen. Ein Euro-Transportschiff ist nicht besser als das selbstgebaute, und ein Kontor-Upgrade ist ein Kontor-Upgrade, egal ob selbstgebaut oder per Sofortkauf. Auch die obligatorischen »Das ist ja Pay- 2Win!«-Schreie sind unberechtigt - weil's gar kein »Win« gibt. Denn Anno Online ist dermaßen friedlich, dass es schon weh tut: Es gibt keine Kämpfe, keine Kriegsschiffe, keine Bodentruppen, keine Erdbeben oder Tornados, nicht mal eine klitzekleine Totenkopfflagge ist zu se­hen. Abgesehen von Kühen, Schweinen, pelztragenden Wildtieren und Siegfrieds Bäumen sind keine Opfer zu beklagen.

Anno Online - Annoversary-Event zum 15jährigen Jubiläum im Video 1:51 Anno Online - Annoversary-Event zum 15jährigen Jubiläum im Video

Friedlich & freundlich

Anno Online ist pures Bauen, Produzieren, Schip­pern und Handeln. Trotz des »Online« im Namen spielt im Prinzip jeder für sich allein, man kann zwar indirekt mit anderen Spie­lern handeln, befreundete »besuchen« und seit kurzem ihre Produktionsstätten mittels Fisch, Salat und so weiter kurzfristig schnel­ler arbeiten lassen - das war's aber auch. Im öffentlichen Chat wird wild geknuddelt und geherzt.

Morgenapell: Zwei Erkundungsschiffe, zwei Schatzsucher und ein mittleres Handelsschiff (von oben nach unten) warten auf unsere Kommandos. Morgenapell: Zwei Erkundungsschiffe, zwei Schatzsucher und ein mittleres Handelsschiff (von oben nach unten) warten auf unsere Kommandos.

Zum Glück lässt sich der Chat beiseiteschieben - um ihn wieder vorzuho­len, wenn man eine Frage hat. Denn die Mitspieler und Moderatoren beantworten Fragen schnell, freundlich und kompetent. Und Fragen gibt es viele, denn Anno Online ist komplex. Da kann sogar mehr schiefge­hen als in normalen Annos, die wir immer im Blick haben - bei Anno Online hingegen pendeln die Schiffe ja auch nachts, wenn wir schlafen. Dadurch braucht das Spiel deutlich mehr Planung. Bei einem normalen Anno können wir ja schnell eingreifen, wenn etwas schiefläuft: Die Druckerei hat kein Papier mehr? Schiff anklicken, zur Pa­pierinsel schicken, beladen, heimfahren, ab­laden, fertig. Dauert zwei Minuten oder so. Bei Anno Online dauert's eine halbe Stunde, weil ein Transportschiff ja 15 Minuten für den einfachen Weg braucht. Für Gelegen­heitsspieler ist das Browser-Anno nichts.

Der wichtigste Unterschied in Anno Online: Wir können alle Gebäude einer Insel nach­träglich verschieben. Klingt lapidar, ist aber bitter nötig. Denn wie im klassischen Spiel werden nach und nach mehr Gebäude frei­geschaltet - eine Kirche ersetzt die Kapelle, Kaufleute wollen einen Turnierplatz, zu den Fischerhütten gesellen sich Getreidefarmen, Mühlen, Bäckereien. Kennt man ja. Weil der Bauplatz aber irgend­wann alle ist, können wir entweder tagelang auf die nächste Sektor- Entnebelung warten - oder eine Tetris-artige Umbauaktion starten, Platz für die Kirche freischaufeln, Handwer­kerhäuser heranschieben, die Kornfelder an den Rand pfriemeln. Oder doch lieber per Erkundungsschiff eine Getreideinsel suchen und mit einem Kolonieschiff besiedeln, was zusammen locker einen Tag kostet?

Trotz all seiner Lahmarschigkeit: Die freien Entschei­dungsmöglichkeiten, verschiedenen Takti­ken und prima verzahnten Elemente ma­chen Anno Online zu einem echten Anno, bei dem immer was zu tun ist. Auch für Holzfäller Siegfried.

Anno: Die Aufbau-Reihe - Alle Spiele der Strategie-Serie ansehen

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