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Fazit: Anno 2205 im Test - Die Annomalie

Fazit der Redaktion

Heiko Klinge(@HeikosKlinge)

Wenn ich Anno spiele, dann will ich keinen Stress, nicht unter Druck gesetzt werden und - ja - auch nicht allzu sehr grübeln müssen. Sondern mich entspannen und an meinem Inselreich feilen. Dabei bin ich weder Schönbauer noch Eroberer, sondern ich habe in allen bisherigen Serienteilen einfach nur alle verfügbaren Inseln vollgebaut. Zu mehr konnte ich mich nie motivieren. Deshalb trifft Anno 2205 mit seiner massiven Erweiterung des Bauraums genau meinen Nerv. Ich werde nicht ruhen, bis sich mein Imperium über alle neun Regionen erstreckt! Und dafür bin ich persönlich gern bereit, Kompromisse beim Kampf- und Wirtschaftssystem einzugehen. Denn mir würde auch nichts einfallen, wie man Kämpfe, Computergegner und Handelsrouten innerhalb einer Region hätte umsetzen können, wenn alles auch dann funktionieren und Güter liefern muss, ohne dass ich als Spieler gerade anwesend bin.

Deutlich weniger Verständnis habe ich allerdings für die ebenso schlecht erzählte wie spielerisch belanglose Kampagne. Arktis und Mond hätten so viele spannende Geschichten und Missionen hergegeben, stattdessen bekomme ich lediglich ein uninspiriertes Abklappern von Tutorialaufgaben. Ich kann jeden Serienfan verstehen, der mit Anno 2205 nicht warm wird, gerade das simplifizierte Kampfsystem dürfte vielen sauer aufstoßen. Dennoch hatte ich persönlich sogar mehr Spaß als mit Anno 2070. Denn als reines Aufbauspiel funktioniert dieser radikale Neunanfang absolut fantastisch. Mir reicht das.

Jochen Redinger(@JochenRedinger)

Ach, Anno 2205, es hat lange gedauert, bis ich mir zu dir eine Meinung bilden konnte. In den ersten paar Spielminuten bist du so zugänglich, dass du mich fast langweilst - und bei jedem neuen Anlauf schneller in die Arktis aufbrechen lässt. Aber wenn's dann erst mal so weit ist, packt mich das alte Anno-Fieber sofort. So muss das in einem Anno laufen, so entfaltet sich schnell das gleiche Suchtpotenzial wie in den Vorgängern. »Anno bleibt Anno« trifft in den besten Momenten uneingeschränkt zu.

Diese tollen Momente haben allerdings auch hässliche Geschwister. Der Warentausch zwischen den Regionen könnte nicht weiter vom frickeligen, aber letztlich immer befriedigenden Management der Handelsrouten von einst entfernt sein und die Militärmissionen fühlen sich für mich wie absolute Lebenszeitverschwendung an. Dann doch lieber Piraten innerhalb der Aufbaukarte!

Ach, Anno 2205, ich meckere gern über dich und deine großen und kleinen Macken, aber letzten Endes kriegst du mich ja doch - auch wenn du kein 1404 bist. Das Anno-Prinzip ist einfach unverwüstlich und verträgt einige nervige Neuerungen, weil mir der Rest so gut gefällt, dass ich jetzt schon wieder planmäßig eigentlich für Schlaf gedachte Nächte vergessen kann.

Martin Deppe(@GameStar_de)

»Anno bleibt Anno« - das war das Mantra, das erst Sunflowers, dann Ubisoft vor jedem neuen Serienteil gebetsmühlenartig predigte. Und es stimmte. Selbst das futuristische 2070 ließ das fundamentale Spielprinzip intakt. Und nun? Ist Ubi wahnsinnig geworden? Das war mein allererster Gedanke in den ersten Spielstunden. Ausgerechnet meine geliebten Handelsrouten, die vollbepackten Schiffe, die bei ihrer Ankunft hektische Betriebsamkeit auslösen, weil ihre Lieferung von Transporteuren an die händeringend wartenden Betriebe verteilt wird, wo sie wiederum ganze Produktionskettenreaktionen auslösen - ausgerechnet dieses Kernelement ist nun weg, ersetzt durch kastrierte Routen, durch eine automatische, unsichtbare Instant-Warenverteilung? Und dann noch diese strikt getrennten Inselzonen, wie beim letzten Sim City! Das ist doch kein Anno mehr!

Ist es doch. Nur anders. Denn nach dem anfänglichen Schock sitze ich halt doch wieder nächtelang davor, weil es dauernd was zu optimieren gibt, umzubauen, zu verschieben. Wie eine Modellbahn, die auch nie fertig wird. Allein schon die arktischen Regionen, die sich wie ein Super-Tetris spielen, weil ich wirklich jeden Quadratmeter ausnutzen muss, um die schnatternden Bewohner warm zu halten, gleichzeitig die Produktion, Energieversorgung, Logistik und die Gemeinschaftsgebäude im Griff zu behalten. Immer ist irgendwo irgendwas zu tun!

Und im Gegensatz zu Sim City funktioniert auch die Trennung der Inseln in eigene Zonen: Weil die einzelnen Areale einfach riesig sind, und weil der fordernde Güteraustausch ein gut verzahntes Spielelement bildet. Für mich kommt das neue Anno knapp hinter 1404 und 2070 - was es immer noch zu einem verflixt guten Aufbauspiel macht. »Anno bleibt Anno« passt nicht mehr. Eher »Bleibt alles anders« - um mal den Herrn Grönemeyer zu zitieren.

5 von 6

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Kommentare(138)

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