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Ardenfall sieht furchtbar aus, aber spielt sich wie Elder Scrolls und ich liebe es

Das Rollenspiel Ardenfall beäuge ich schon länger, jetzt habe ich beim Steam Next Fest endlich die Demo gespielt und muss unbedingt davon erzählen.

Bei Ardenfall müsst ihr vielleicht ein oder zwei Augen zudrücken, aber bekommt dafür ein großartiges Rollenspiel. Bei Ardenfall müsst ihr vielleicht ein oder zwei Augen zudrücken, aber bekommt dafür ein großartiges Rollenspiel.

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Man soll ein Buch nie nach dem Einband beurteilen, heißt es ja. Aber ich mag schöne Einbände und das gilt auch für Spiele. Zwar muss für mich nicht jedes Spiel hyperrealistische 4K-Texturen und Raytracing haben, aber ich wünsche mir einen ansprechenden Grafikstil. Und deshalb wäre Ardenfall bei mir fast durchgefallen.

Zum Glück aber nur fast! Beim Steam Next Fest habe ich mir doch mal die Zeit genommen und die Demo gespielt. Jetzt kann ich euch nur raten: Gebt euch einen Ruck, vergesst die Grafik und gebt Ardenfall unbedingt eine Chance, wenn ihr euch mit einem Lächeln an Morrowind, Oblivion oder Skyrim zurückerinnert.

Spieltiefe statt Optik

Sprechen wir zuerst über den pixeligen Elefanten im Raum: Ardenfall ist nur ein Indiespiel und man sieht es ihm auch an. Ich musste mich mit detailarmen Texturen, flacher Beleuchtung und wenig spektakulären Effekten anfreunden.

Als hübsch wird kaum jemand das Rollenspiel beschreiben. Aber die Welt ist trotzdem liebevoll gestaltet und hat ihren ganz eigenen Charme. Statt einer generischen Fantasyumgebungen mit Rittern, Trollen und Fachwerkhäusern geht es in ein fremdartig wirkendes Land, das am ehesten asiatisch angehaucht ist. Ich erkunde in der Demo eine einsame Küstenregion, deren Vegetation an ein Korallenriff erinnert.

Das bringt mich auch zum zweiten Elefanten im Raum, der aber deutlich willkommener ist: Die Demo von Ardenfall und das Gebiet, das wir erkunden, versprühen reinste Morrowind-Atmosphäre. Das verschlafene Dörfchen Bisawa weckt sicher nicht nur bei mir Erinnerungen an die Ankunft in Seyda Neen.

Und dann wäre da noch der Name Ardenfall, der wohl kaum zufällig nur ein paar Buchstaben von Vvardenfell entfernt ist, der Spielwelt von Morrowind. Aus ihrem großen Vorbild machen die Entwickler definitiv kein Geheimnis. Und tatsächlich fühlt sich das Indie-Rollenspiel auch wie ein Elder Scrolls an!

Küste Bei den Dörfern der Küstenregion denke ich unweigerlich an Morrowind.

Sumpfdorf Bei diesem Sumpfdorf geht es mir ähnlich, erkunden konnte ich es aber noch nicht.

Ebene Statt gewöhnlichen Fantasybauten gibt es in dieser Region Türme und Jurten.

Skills, Traits und absolute Freiheit

Beim Spielstart lege ich das Volk und das Aussehen meiner Figur fest, statt aber Klasse und Geburtszeichen zu wählen, stecke ich Punkte in Attribute (Stärke, Intelligenz, Beweglichkeit, Ausdauer und Charisma) und drei Hauptskills, die schneller Leveln als der Rest. Außerdem wähle ich zwei Traits, die besondere Dialogoptionen und Möglichkeiten freischalten.

Das Ergebnis ist aber ähnlich wie in einem Elder Scrolls: Ich baue mir eine Figur nach meiner Vorstellung mit Stärken und Schwächen: etwa einen Magier, einen Dieb, einen Kämpfer oder einen Alchemisten. Ich lege mich aber nicht starr fest. Niemand kann mich aufhalten, später doch noch ganz andere Fähigkeiten zu leveln und vielleicht doch den berüchtigten Schleichbogenschützen statt des schwer gepanzerten Kriegers zu spielen.

Bedeutung haben meine Entscheidungen aber trotzdem: Bin ich stark genug, kann ich etwa Schutt wegräumen, unter dem eine Kiste begraben ist. Und als Magier sprenge ich das Zeug einfach mit einem Feuerball weg. Immer wieder gibt es in der Welt und in Dialogen also Skill- und Attributs-Checks, oder besondere Möglichkeiten, die ich durch meine Traits bekomme.

Auch die Wahl des Volks hat Auswirkungen: Als Obsidianzwerg werde ich von vielen Einheimischen als hässlich beschimpft, großartig. Auch die Wahl des Volks hat Auswirkungen: Als Obsidianzwerg werde ich von vielen Einheimischen als hässlich beschimpft, großartig.

Aber damit hört es mit Entscheidungen noch nicht auf, die spielen nämlich auch in Quests eine große Rolle. In der Demo wird etwa ein wichtiger Handelsweg von einem riesigen Geisterwesen blockiert. Ich kann es entweder befreien und friedlich davonfliegen lassen, oder ich sprenge die Kreatur in tausend Stücke, was dann aber die Bewohner des nahen Dorfs verärgert und ihren Handelsposten zerstört.

Im Verlauf der Hauptquest kann ich dann, ähnlich wie in Morrowind, mit unterschiedlichen Fraktionen zusammenarbeiten und mein Ansehen steigern. Meine Entscheidungen sollen wie in der Demo-Quest spürbare Auswirkungen haben.

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Wo geht's lang?

Ardenfall legt aber nicht nur viel Wert auf spielerische Freiheit, sondern verzichtet auch darauf, mir die Hand zu halten. Questmarker? Fehlanzeige, ich muss einfach in Dialogen gut aufpassen, wohin mich meine Auftraggeber schicken. Genaue Handlungsanweisungen gibt es auch selten, ich muss selber herausfinden, dass ich eine Art Pflanze reparieren muss, damit sie riesige Luftblasen produziert, in denen ich dann zu einer fliegenden Insel schwebe.

In einer Höhle will ich an eine Truhe auf einem scheinbar unerreichbaren Vorsprung kommen? Dann muss ich wohl einen Levitationszauber ausrüsten oder nach einer magischen Aura suchen, die mich höher springen lässt. Das sind vielleicht Kleinigkeiten, es fühlt sich aber viel besser an, selbst ein Ziel zu finden oder ein Hindernis zu überwinden, anstatt einfach nur Questmarkern hinterherzudackeln und Tutorials zu befolgen.

Ardenfall ist ein Rollenspiel ohne Kompromisse, die Indie-Entwickler wollen und dürfen ihre ganz eigene Vision verfolgen. Dazu gehört dann auch, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Statt Riesen-Welt und Hochglanzoptik gibt's stilisierte Grafik und eine kompakte Open World. Dafür überzeugt Ardenfall mich aber mit tiefen Rollenspiel-Systemen, spielerischer Freiheit und Entscheidungen mit Konsequenzen.

Wie gut Ardenfall dann wirklich wird, wenn es 2026 im Early Access auf Steam erscheint, muss sich natürlich noch zeigen.

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