Skyrim lässt grüßen - Ärger um Bezahl-Mods bei Arma 3

Am 29. April erscheint die erste kostenpflichtige Mod für Arma 3. Viele Spieler sind weniger erfreut über den Versuch, Fan-Creationen zu monetarisieren.

von Mathias Dietrich,
28.04.2019 09:29 Uhr

In Zukunft sollen qualitativ hochwertige Mods für Arma 3 verkauft werden.In Zukunft sollen qualitativ hochwertige Mods für Arma 3 verkauft werden.

Noch keine zwei Jahre ist es her, da versuchte Bethesda zusammen mit Valve Mods für Skyrim zu monetarisieren. Dass die Spieler darüber nicht erfreut waren, ist eine Untertreibung.

Und ganz nach dem Motto von CJ aus GTA: San Andreas »Ah shit, here we go again!« will diesmal Bohemia Interactive in Arma 3 so genannten »Creator DLC« anbieten. Der soll sich jedoch von »normalen« Bezahlmods unterscheiden.

Third-Party-DLC statt Mod

Was genau ist Creator DLC? Das Entwickler-Team des Taktik-Shooter bezeichnet die Bezahlmods als »Third Party DLC«. Also kurz und einfach: Ganze Erweiterungen für das Spiel, die nicht vom Arma-Team selbst stammen. Eine Beschreibung, die man so auch auf manche Mods anwenden könnte.

Wie unterscheidet dich der Creator DLC von Mods? Nicht jeder kann Creator DLC für Arma 3 veröffentlichen. Die Third-Party-Entwickler gehen einen Vertrag mit Bohemia Interactive ein. Das Team hinter Arma hilft dann bei der Vermarktung, stellt eine gewisse Mindestqualität sicher und unterstützt die Modder auch finanziell.

Arma 3 - Screenshots aus dem »Jets«-DLC ansehen

Was sagt der Entwickler zu den Bezahlmod-Anschuldigungen? In seinem FAQ erklärt Bohemia, dass die Creator DLCs nicht existieren würden, gäbe es diese neue Initiative nicht. Nur durch die Möglichkeit, Inhalte zu monetarisieren, können andere Entwickler Mini-Erweiterungen in diesem Umfang beisteuern und anbieten. Von daher verneint das Studio die Behauptung, es handle sich hierbei um einfache Bezahlmods.

Einen Testlauf gab es bereit. Der 2017 veröffentlichte DLC Jets wurde nicht von Bohemia alleine, sondern in Zusammenarbeit mit Brave Zero One Studios entwickelt. Schon morgen, am 29. April, wird mit »Global Mobilization - Cold War Germany« zudem der erste echte Creator DLC erscheinen. Der Entwickler dessen gibt an, dass man das Projekt ohne die Hilfe von Bohemia wohl niemals hätte fertigstellen können.

Kritik: Es gibt keine Garantie für Kompatibilität

Was kritisieren die Fans? Neben der Abneigung gegenüber dem Bezahlmod-Prinzip als solches, äußern sich manche Spieler kritisch über Ansagen zur Funktionsweise des Systems. So könne die Kompatibilität zwischen verschiedenen Creator DLCs nicht gewährleistet werden.

Erst Ende 2018 kündigte Bohemia an, dass Arma 4 nicht in Entwicklung ist. Stattdessen wird es mehr DLCs für den dritten Teil geben. Die Mod-Community des Spiels ist auch nicht untätig. Erst Anfang des Jahres erschien ein neues Update für die Halo-Mod Operation: Trebuchet.

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