Wir haben alle wohl schon mal auf einen Link geklickt und wurden vom Musiker Rick Astley überrascht, der seinen Hit Never Gonna Give You Up vorträgt. Das Internet-Phänomen heißt Rickrolling
, und hat sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag. Es geht dabei darum, andere mit falschen Versprechen davon zu überzeugen, auf einen Link zu klicken. Der führt jedoch zum Musikvideo von Rick Astley. Selbst Astley selbst wurde 2020 schon zum Opfer eines solchen Streichs.
Die Rickroll wandert mindestens seit 2008 durchs Internet und erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Jetzt ist sie auf besonders raffinierte Weise auch in Assassin's Creed: Black Flag Resynced gelandet.
Rickroll ganz ohne Link
Huch, wie soll das denn funktionieren? In der Karibik des 18. Jahrhunderts gab es schließlich weder Rick Astley noch das Internet, damals waren eher Bach und Vivaldi angesagt. Die ursprüngliche Gegenwartsstory wurde ebenfalls gestrichen, wenngleich es einen Ersatz gibt.
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Vergesst epische Seeschlachten! Historiker analysieren AC Black Flag Resynced |mit Geschichtsfenster
Tatsächlich versteckt sich das ikonische Lied in den beliebten Shantys, deren Notenblätter ihr in Black Flag in der Open World einsammelt. Finden wir ein neues Lied, wird es nicht nur von unserer Besatzung gesungen, der Text landet auch in der Datenbank, wo er immer mit demselben Notenblatt illustriert wird. Reddit-Nutzer MutantLeagueMVP hat sich das genauer angeguckt und musste stutzen. Denn die Noten kamen ihm bekannt vor.
Tatsächlich sind auf dem Notenblatt die ersten Takte von Never Gonna Give You Up zu sehen! Der X-Account Access The Animus spielt die Noten in einem kurzen Video vor.
Da habt ihr es: Black Flag Resynced hat euch gerickrolled, wenn ihr schon mal im Codex den Text eines Shantys angesehen habt. Oder zählt es überhaupt als Rickroll, wenn wir gar nicht das Musikvideo sehen? Falls ja, dann ist das wohl die am besten versteckte Rickroll aller Zeiten.
Wenn ihr euch fragt, ob das Notenblatt in der Datenbank von Black Flag Resynced nicht etwas zu modern aussieht, dann seid ihr nicht allein, das ist uns auch aufgefallen. Tatsächlich unterschied sich die Darstellung von Noten im 18. Jahrhundert nicht wesentlich davon, was wir heute kennen. Sogar Taktarten und -Striche gab es damals schon. Allerdings waren handschriftliche Noten zu Edwards Zeit noch weitverbreitet und es ist wohl kaum anzunehmen, dass gerade Piraten-Shantys damals professionell gedruckt wurden.
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