Es gibt Artikel, die fängt man am besten direkt mit einer Spoiler-Warnung an: Wenn ihr auch nach sechs Jahren noch nie Avengers: Infinity War geschaut haben solltet, das aber noch vorhabt, solltet ihr jetzt nicht weiterlesen. Ideale Schmöker-Alternative: So könnt ihr schon jetzt sechs Minuten aus Dune 2 sehen!
Jetzt zum eigentlich Thema: Marvel-Darsteller Paul Bettany hat in einem Interview mit Collider ein bisschen aus dem Nähkästchen über seine Zeit am Set von Avengers: Infinity War geplaudert. Dabei hat er unter anderem verraten, dass eine der wichtigsten Szenen improvisiert werden musste.
Es war urkomisch
Eigentlich sollte man meinen, das eigene Ableben wäre ein Grund zur Trauer. Laut Paul Bettany, der im MCU den Helden Vision verkörpert, war sein Leinwandtod aber urkomisch.
Der Grund: Diese für das Marvel Cinematic Universe bedeutsame Szene war zwar vorab im Drehbuch und auf Konzeptzeichnungen ausgearbeitet worden, doch offenbar lies sie sich nicht wie vorgesehen am Set umsetzen.
Paul Bettany und seine Co-Darstellerin Elizabeth Olsen (Scarlet Witch) erhielten deshalb versimpelt ausgedrückt die Regie-Anweisung: Vision stirbt. Macht mal. Und Action!
Es war urkomisch. Keiner von uns wusste, wer sterben würde, bis zu dem Tag davor oder so. Sie zeigten uns eine Art Vorab-Visualisierung davon, und jeder dachte sich Na ja, ich muss die Kinder wohl von der Privatschule nehmen
.
Die Russo-Brüder [die Regisseure, Anm. d. Red.] kamen auf uns [Bettany und Elizabeth Olsen] zu und sagten: Hey, hört mal, könnt ihr diese Szene einfach improvisieren?
Und ich sagte: Was? Einen Roboter improvisieren, der getötet wird?
Ich hatte keine Referenz!
Was der Schauspieler damit meint: Wie verhält sich ein Roboter, wenn er stirbt? Was würde er sagen? Wie würde er reagieren? Selbst für einen erfahrenen Darsteller wie Bettany dürfte das eine Herausforderung gewesen sein.
Seine Rettung in dieser Situation hört auf den Namen Elizabeth Lizzie
Olsen, denn ihr Umgang mit der Situation soll Bettany da durchgeholfen haben:
Lizzie hat nur darüber gelacht und wir sind so entspannt miteinander umgegangen, dass… ich weiß nicht, wie es anders funktioniert hätte, denn wir beide vertrauen uns wirklich, und irgendwie haben wir etwas gefunden, das funktioniert hat.
Wie sieht Visions Zukunft im MCU aus?
Marvel-Fans wissen: Visions Tod war nicht endgültig, eine oft gehörte Kritik an Comichelden-Universen allgemein. Beliebte Charaktere kehren oft mit irgendwelchen Erklärungen von den Toten zurück. So erging es auch Tony Starks ehemaligem KI-Assistenten.
2021 verkörperte Paul Bettany den Androiden in der Disney-Plus-Serie WandaVision erneut. Auch diese Zusammenarbeit mit Elizabeth Olsen lobt er gegenüber Collider in den höchsten Tönen:
Ich glaube, es hat Lizzie und mir fantastischen Spaß gemacht. Wir lieben es beide, zusammenzuarbeiten. Sie ist eine großartige, großartige Szenen- und Arbeitspartnerin. Sie ist anspruchsvoll, sie ist immer vorbereitet und mutig. Ich liebe es wirklich, mit ihr zu arbeiten, wir haben die große Bühne wirklich genossen.
Im Serienfinale von WandaVision fliegt der inzwischen White Vision
genannte Android mit unbekanntem Ziel davon. Das könnte aber Gerüchten zufolge nicht sein letzter MCU-Auftritt gewesen sein. Schon seit längerem wird gemunkelt, dass er mit Vision Quest seine eigene Disney-Plus-Serie erhalten soll.
Bestätigt ist das Projekt zwar noch nicht. Den obigen Äußerungen nach zu urteilen, dürfte Paul Bettany aber Lust haben, das Superhelden-Cape ein weiteres Mal anzulegen. Und hey: Improvisieren kann er ja inzwischen auch!
2024 wird Vision Quest definitiv nicht starten, denn dieses Jahr sieht es allgemein mau aus an der MCU-Front: Mit Deadpool 3 startet nur ein einziger neuer Kinofilm, während Marvel das zuletzt mehr und mehr in die Kritik geratene Franchise neu ausrichtet. Immerhin soll Deadpool 3 richtig gut werden - behauptet zumindest ein Regisseur mit Superhelden-Erfahrung. Mehr dazu erfahrt ihr in der oben verlinkten News.
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