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Fazit: Back 4 Blood im Test: Der Koop-Shooter hat ein großes Problem

Fazit der Redaktion

Michael Obermeier
@GameOvermeier

Kaum ein Spiel habe ich in meinem Leben länger gespielt als Left 4 Dead und dementsprechend groß war meine Vorfreude auf eine Fortsetzung vom gleichen Entwicklerteam. Und in den ersten Spielstunden macht Back 4 Blood auch deutlich mehr her als das Original: hübsche Rendersequenzen, detaillierte Waffen- und Charaktermodelle, abwechslungsreiche Aufgaben in der Kampagne, das Camp als Treffpunkt und begehbaren Hub sowie ein Kartensystem, das viel taktische Tiefe verspricht.

Je länger man Back 4 Blood dann aber spielt, umso mehr kommen die Schwächen zum Vorschein. Selbst auf maximalen Grafikeinstellungen ist die Licht- und Schatten-Darstellung ein Rückschritt zu Left 4 Dead, das Waffen-Feedback fühlt sich weniger wuchtig an und es fehlt der für mich wichtigste Modus komplett: die Versus-Kampagne, in der sich Spielerinnen und Spieler abwechselnd als Cleaner und Infizierte durch die linearen Level-Schläuche jagen. Nichtsdestotrotz: Die Kampagne einmal auf hohem Schwierigkeitsgrad zusammen mit Freunden zu meistern macht jede Menge Spaß - ich wage aber schwer zu bezweifeln, dass ich in Back 4 Blood auch nur ansatzweise soviel Zeit wie damals in Left 4 Dead versenken werde.

Rémy Bournizel
@bournizel

Back 4 Blood fehlt eines ganz besonders: die Identität. Geht es um die Kampagne oder um eine Art Endgame nach dem Abschließen eben dieser? Als ehemaliger Left 4 Dead-Spieler könnte man aber auch gut funktionierende PvP-Modi erwarten. All das bieten die Entwickler zwar an, richtig ausgearbeitet wirkt aber keiner der Inhalte. Es hat Spaß gemacht, mit meinen Freunden einmal die Kampagne durchzuspielen, keine Frage. Aber die Betonung liegt auf einmal. Langzeitmotivation hat sich bei mir keine breit gemacht. Dafür ist Back 4 Blood zu repetitiv und eintönig. Die vielen zufälligen Faktoren haben nicht genug Fleisch um dauerhaft zu motivieren. Ebenso die freischaltbaren Gegenstände.

Ein großer Fehler war es, die gut funktionierenden Multiplayer-Modi aus Left 4 Dead zu streichen. Diese haben das Spiel damals aufgewertet und würden es auch heute noch tun. Der Schwarm-Modus ist nämlich nicht mehr als eine nette Dreingabe, die man ein bis zwei mal ausprobiert, um sich dann wieder der Kampagne zu widmen.

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