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Bad North im Test - Echtzeitstrategie aufs Wesentliche reduziert

Das unschuldig aussehende Bad North entpuppt sich im Test als minimalistische Strategieperle, die allerdings auch für gehörigen Frust sorgen kann.

von Tobias Veltin,
06.01.2019 14:35 Uhr

Bad North - Kurztest im Video: Eine Perle für Taktik-Fans 3:47 Bad North - Kurztest im Video: Eine Perle für Taktik-Fans

Auf den ersten Blick sieht Bad North ziemlich unschuldig aus. Die minimalistische Optik im Stil des erfolgreichen Stardew Valley und die kleinen Strichmännchen-Einheiten sehen aus, als könnten sie kein Wässerchen trüben.

Weit gefehlt.

Denn in Bad North geht es nicht nur ziemlich blutig, sondern auch enorm erbarmungslos zu Sache. Die kleinen Einheiten müssen unter eurer Kontrolle nämlich ein Inselreich verteidigen. Und wenn das nicht gelingt, gibt es knallharte Konsequenzen.

Test der Konsolen-Version
Dieser Test stammt von unseren Kollegen von GamePro.de. Bad North gibt es nämlich auch für PS4, Xbox One und Nintendo Switch. Die PC-Version (erschien auf Steam, GOG.com und Discord) ist inhaltlich aber gleich, nur die Steuerung unterscheidet sich dank Maus. Wir haben das Testvideo daher auf Basis der Switch-Version gemacht und nur den Text an den PC angepasst.

Bis zum letzten Mann

Doch der Reihe nach. In Bad North befehligt ihr mehrere kleine Trupps und müsst ein umfangreiches Inselnetzwerk vor einfallenden Invasorenhorden schützen. Das Ganze geht noch recht gemächlich mit einem einzigen Trupp los, später habt ihr mehrere Einheiten zur Wahl.

Das Ziel ist simpel: Alle Invasoren auslöschen.Das Ziel ist simpel: Alle Invasoren auslöschen.

Jede Insel auf der Karte ist ein eigener kleiner Level, das Ziel stets die komplette Auslöschung der Angreifer. Die kommen anfangs noch recht gemächlich in einzelnen Booten auf die Eilande zugefahren, und eure Standard-Einheit sollte zu Beginn des Spiels damit keine Probleme haben.

Warum erst jetzt der Test?
Im Laufe des Jahres sind uns einige Spiele durchs Netz gegangen und haben dementsprechend keinen Test bekommen - manchmal waren es Zeitgründe, manchmal ist uns ein Titel schlicht nicht genug aufgefallen. Zum Ende des Jahres holen wir das für gewöhnlich nach und testen solche Titel nach. Ganz nach dem Motto: "Vergessene Perlen". Bad North erschien am 16. November 2018.

Bad North funktioniert dabei als minimalistisches Echtzeitstrategiespiel. Dabei positioniert ihr eure Einheiten taktisch auf der Insel um Angreifer abzuwehren. Bei richtiger Platzierung greifen eure Mini-Kämpfer dann selbstständig die Feinde an, selbst kämpfen müsst ihr also nicht.

Welche Einheit hätten's denn gern?

Aber das sind nur die absoluten Grundlagen, die Würze kommt in Bad North erst später hinzu. Denn auf fast jeder Insel gibt es auch eines oder mehrere Häuser, die es ebenfalls zu beschützen gilt. Entgehen die Bewohner den Brandsätzen der Angreifer, belohnen sie euch mit Gold, dass ihr vor dem nächsten Einsatz wiederum in Verbesserungen und Spezialisierungen für eure Trupps investieren könnt.

Gerade auf den größeren Inseln ist mit mehreren Einheiten gute Koordination gefragt. Gerade auf den größeren Inseln ist mit mehreren Einheiten gute Koordination gefragt.

Bogenschützen eignen sich logischerweise ideal für den Fernkampf und werden am besten auf erhöhten Positionen platziert, sind dafür aber im Nahkampf schwach. Und Speer-Einheiten sind zwar relativ langsam, im direkten Duell aber sehr effektiv. Außerdem könnt ihr auch eure Truppengröße erhöhen oder mit Medaillons Spezialangriffe freischalten, das ist auch enorm motivierend.

Zumal ihr eure Truppen zwangsläufig verbessern müsst. Denn schnell wird Bad North sehr fordernd, bereits auf den etwas späteren Inseln schälen sich immer mehr Gegnerboote aus dem Nebel und es gibt neue Feindkategorien wie etwa Exemplare mit Schilden oder Bögen. Spätestens hier verlangt Bad North dann viel Geschick beim Platzieren und Koordinieren der Einheiten und erfordert sehr oft knifflige Entscheidungen, von denen jede das Zünglein an der Waage sein kann.

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