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Baldur's Gate 3: In den erotischen Szenen stecken 12.000 Stunden Arbeit, damit Astarion auch mit Gnomen knutschen kann

Der Cinematic Director des Rollenspiels hat enthüllt, wie viel Arbeitszeit und Mühe in den intimen Momenten steckt – und warum es so kompliziert war.

Astarion hat sogar noch nach Release neue Kuss-Animationen spendiert bekommen. Astarion hat sogar noch nach Release neue Kuss-Animationen spendiert bekommen.

Baldur’s Gate 3 unterscheidet sich in einem Punkt ganz besonders von seinem Vorgänger Divinity: Original Sin 2: den zahlreichen Cinematics. Viele wichtige Momente sind filmähnlich inszeniert, während der Rest des Spiels in der klassischen Iso-Perpektive abläuft. 

Dadurch fühlen sich die Charaktere greifbarer und näher an – ganz besonders natürlich auch in den Romanzen. Wie absurd viel Arbeit das Entwicklerstudio Larian in diese intimen Momente gesteckt hat, erklärte nun Cinematic Director Jason Latino bei der Devcom Developer Conference.

Warum das Liebesgeplänkel tausende Arbeitsstunden brauchte

Zählt man alle romantischen Szenen im Spiel zusammen, waren über 12.000 Arbeitsstunden dafür nötig.

Klingt schon nach viel, aber so richtig vorstellen kann man es sich erst, wenn man sich bewusst macht: Das entspricht 1.500 Arbeitstagen (zu je 8 Stunden), eine einzelne Person würde also über vier Jahre daran sitzen – ohne Wochenenden und Urlaube. Kein Wunder, dass die Entwicklung nicht ohne Crunch auskam.

Warum so viel? Zum einen enthält Baldur’s Gate 3 viele mögliche Romanzen. Die acht mit euren Begleiterinnen und Begleitern sind sehr umfangreich, dazu kommen noch einige weitere optionale Techtelmechtel – etwa mit einer gewissen Cambion-Lady.

Und all diese optionalen Szenen müssen auch noch mit sehr unterschiedlichen Charaktermodellen funktionieren. Herausfordernd dabei sind Größe und Form, Gnome sind etwa nur halb so groß wie Menschen. Wie sieht die Animation also aus, wenn sich etwa Astarion mit Angehörigen der kleinen Völker einlässt? Und wie funktioniert das Knutschen mit einem Drachenblütigen? 

Video starten 41:43 Baldur's Gate 3 sechsmal gespielt: Wie anders ist es wirklich?

Im Vortrag mit dem Titel »Chaos Menu or: How I learned to stop worrying and hug the bear« dröselte Latino das Vorgehen anhand einer Beispielszene auf. Das Motion Capture dafür dauerte nur eine Stunde, dann waren 13 Stunden für das sogenannte »Clean-Up« der Aufnahme nötig. 

Die restliche Überarbeitung kostete nochmal sechs Stunden und dann brauchte es weitere 20 Arbeitsstunden, um die Animation korrekt auf verschiedene Modelle zu übertragen. Ob das im nächsten Spiel von Larian wohl wiederholt oder doch zurückgeschraubt wird?

Insgesamt stecken in Baldur’s Gate 3 ganze 174 Stunden Cinematics, von denen ihr nie alle in einem Durchgang sehen könnt, weil sich viele gegenseitig ausschließen. 

Findet ihr, der Mehraufwand hat sich gelohnt? Haben die zahlreichen Cinematic-Szenen eure Immersion gesteigert oder hättet ihr darauf leicht verzichten können, wie schon im Vorgänger? Schreibt es uns gern in die Kommentare!

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