Im September erscheint Patch 7 für Baldur’s Gate 3. Damit erhält das Rollenspiel dann auch endlich den lange erwarteten Mod-Support, mit dem Spieler die Welt von Astarion, Karlach und Co. nach Herzenslust umbauen dürfen.
Für Larian Studios wird das gleichzeitig der Zeitpunkt sein, sich ein stückweit von ihrem mehrfach ausgezeichneten Rollenspiel zurückzuziehen. Das zumindest sagte Larian-CEO Swen Vincke jüngst bei einer Veranstaltung der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA). Ein Video des Gesprächs soll später auf dem BAFTA-Youtube-Kanal veröffentlicht werden.
»Wir wollen neue Dinge tun«
In der Veranstaltung, in der es um die Entwicklung des Spiels und Larians Langzeit-Support ging, sagte Vincke:
Eines der großen Dinge für uns, auf die wir jetzt wirklich hinarbeiten, ist die Möglichkeit für die Spieler, [Baldur's Gate 3] selbst zu modifizieren, weil sie dann in der Lage sein werden, ihre eigenen Dinge zu machen. Und ich denke, das wird der Punkt sein, an dem wir sagen werden: 'Ok, jetzt gehört es ganz euch'.
Derzeit arbeite das Entwicklerteam am Mod-Support. Mit dem Release des Updates werde Larian zwar nicht den gesamten Support für Baldur's Gate 3 einstellen, aber künftig werde man sich dann auf die Behebung kritischer Fehler und Bugs beschränken.
Auf die Frage, ob dies der Moment sei, in dem das Spiel komplett in die Hände der Fans gelegt werde, antwortete Vincke mit »Ja«. Gleichzeitig machte der Larian-CEO deutlich, dass man bereits mehrere neue Titel in der Entwicklungs-Pipeline habe:
Wir arbeiten an unserem neuen Ding, wir sind super aufgeregt wegen der neuen Spiele. Wir sind auch kreative Geister, wir wollen nicht immer das Gleiche machen, wir wollen uns wirklich weiterentwickeln und neue Dinge tun.
Wie sehr Mods Baldur's Gate 3 verändern können, seht ihr im Video, in dem wir den Verdorrten klonen und als unseren Begleiter hinzufügen:
2:40
Baldur's Gate 3: Wir klonen per Mod den Verdorrten und fügen ihn als Begleiter unserer Party hinzu
So wichtig war der Early-Access für Baldur's Gate 3
Zudem sprach Vincke darüber, wie wichtig die langjährige Early-Access-Phase für Baldur’s Gate 3 gewesen ist. Das Feedback der Spieler hätte dazu geführt, dass viele Fehler bereits vor dem Release gefunden und behoben werden konnten. Das habe letztlich auch zum Erfolg des Spiels beigetragen.
Bei der Beurteilung des Feedbacks sei es vor allem auf das Bauchgefühl der Entwickler angekommen und darauf, die Kritik zu filtern:
Man muss auch berücksichtigen, dass es im Universum viele, viele Menschen mit vielen, vielen Meinungen gibt. Es ist also unmöglich, es allen recht zu machen. Man muss nicht unbedingt immer auf die Mehrheit hören, wenn man wirklich an den Inhalt des Spiels glaubt.
Laut Vincke sei der Early-Access ein gutes Modell für Entwicklerstudios. Allerdings seien vier Jahre wie bei Baldur's Gate 3 eine lange Zeit, in der Spieler eines Spiels auch überdrüssig werden könnten.
Man sollte wirklich nicht mit der Einstellung 'ach, es ist ja nur der Early-Access' an die Sache herangehen. Es gibt Spieler, die sich dafür interessieren. Also sollte man sie mit Respekt behandeln.
Bereits Ende April kündigte Larian an, derzeit an zwei neuen Spiele zu arbeiten. Im Mai wurde dann offiziell bestätigt, dass es sich dabei um zwei Rollenspiele handelt. Zudem eröffnete Larian ein neues Studio in der polnischen Hauptstadt Warschau - das mittlerweile siebte. Weitere Niederlassungen befinden sich unter anderem in Malaysia, Irland und Kanada.
Freut ihr euch auf den Mod-Support für Baldur's Gate 3? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
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