Battlefield 2042: EA sieht die Zukunft in Service, Mobile und Free2Play

Die Battlefield-Marke soll sich künftig an einem Geschäftsmodell orientieren, das so ähnlich auch Call of Duty zu neuem Erfolg verhilft.

von Christian Just,
06.08.2021 17:27 Uhr

Battlefield 2042 erprobt eine neue Servicepolitik für die Marke. Battlefield 2042 erprobt eine neue Servicepolitik für die Marke.

Battlefield 2042 erscheint am 22. Oktober 2021 und führt die Serie zurück in eine Richtung, die Fans schon lange schmerzlich vermissen. Allerdings gibt es auch alte Elemente in neuem Gewand, wie der große Portal-Modus zeigt.

Diese Ausrichtung ist Teil einer größeren Strategie für die Marke, die sich um Live-Service, Mobile und Free2Play dreht, wie EA-Chef Andrew Wilson in einem Investorengespräch erklärte. Demnach kehrt Battlefield außerdem zu einer zweijährigen Release-Politik zurück. Aber mehr noch: Auch auf Mobile-Geräten soll ein Ableger erscheinen.

Kostenlose Elemente

Ferner wird Battlefield 2042 eine Free2Play-Komponente enthalten. Während Wilson dahingehend nicht konkreter wird, könnte es sich dabei um den noch nicht näher vorgestellten Modus Hazard Zone handeln. Das glaubt zumindest der bekannte Leaker Tom Henderson. Denkbar wäre es, wenn wir einen Blick zum Konkurrenten Call of Duty: Warzone werfen.

Die neuen Aussagen von Andrew Wilson (via wccftech.com) lest ihr hier in der deutschen Übersetzung:

"Glauben wir, dass Battlefield wieder alle zwei Jahre auf den Markt kommen wird? Ich würde sagen - ich denke, das ist unsere Ausrichtung. Aber was noch wichtiger ist: Ich denke, man sollte Battlefield als einen Service betrachten. Was wir angekündigt haben, was wir für die Markteinführung dieses Spiels tun, ist wirklich eine Revolution und eine Neuerfindung unserer epischen Kriegsführung im Kontext des Gameplays.

Darüber hinaus haben wir Battlefield Portal angekündigt, das sich auf nutzergenerierte Inhalte stützt und die langfristige Beschäftigung mit dem Spiel fördern wird. Und obwohl Hazard Zone angekündigt wurde, haben wir noch nicht viel darüber verraten, was dort vor sich geht. Ihr werdet in den kommenden Monaten mehr darüber erfahren.

Dies bildet wirklich die Grundlage dafür, wie wir uns die Zukunft eines Live-Dienstes rund um Battlefield vorstellen, der im Laufe der Zeit auch einen mobilen Start beinhalten wird, einige kostenlose Komponenten enthalten wird und wirklich die Art dessen verändert, was von Release zu Release passiert. Während wir heute darüber nachdenken, ob ein Launch alle zwei Jahre Sinn macht, konzentrieren wir uns wirklich auf eine 365-tägige Beschäftigung mit der Serie auf Plattformebene und auf allen Geräten, auf denen die Kunden spielen möchten."

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Ein Stück vom CoD-Kuchen

Mit dem breiter aufgestellten Geschäftsmodell zieht EA offenbar seine Schlüsse aus den jüngeren Erfolgen von Call of Duty. Der Shooter-Konkurrent feierte mit dem Free2Play-Ableger Warzone, der mobilen Auskopplung Call of Duty Mobile sowie einem funktionierenden Season-Modell zuletzt gigantische Erfolge. Zuvor hatte Activision erklärt, dass die jährlichen Verkäufe nach dem alten Geschäftsmodell von Jahr zu Jahr abnahmen.

Mit dem neuen Geschäftsmodell um einen Season Pass mit kosmetischen Inhalten sowie zahlreichen Mikrotransaktionen wurde Call of Duty: Modern Warfare das erfolgreichste CoD aller Zeiten. Auch der Free2Play-Aspekt von Warzone sorgte für weitere Verkäufe und trug später sogar das darauffolgende CoD: Cold War.

Kein Wunder also, dass sich EA mit Battlefield in eine ähnliche Richtung orientiert. Allerdings wollte auch Battlefield 5 bereits mit Service punkten, scheiterte dann aber daran, dass nicht schnell genug neue Inhalte nachkamen. Es bleibt abzuwarten, ob DICE und EA mit Battlefield 2042 und späteren Releases eine eigene Duftmarke in der Service-Landschaft setzen kann.

Es klingt also danach, dass sich Battlefield 2042 auf Pfade begeben will, die hoher Wahrscheinlichkeit nach profitabel sind. Redakteur Phil hält Battlefield 2042 dennoch für hochriskant.

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