Die Suche nach der perfekten Waffe ist in vielen Spielen enorm wichtig: Egal ob es darum geht, einen starken Build zu vervollständigen, das schickste Schwert im Spiel zu besitzen, oder um einfach Spaß mit dem mächtigen Spezialeffekt zu haben.
Auch in Blades of Fire, dem neuen Actionspiel von MercurySteam (Metroid Dread, Castlevania: Lords of Shadow), ist die Waffenwahl außerordentlich bedeutsam. Allerdings gibt es einen Twist: Statt neue Schwerter und Äxte zu finden, schmiedet ihr sie einfach selbst. Beim Anspielen konnten wir sehen, dass diese einzigartige Mechanik großartig umgesetzt wurde, aber es an anderen Stellen noch hapert.
Was haben wir gespielt?
Wir wurden von Publisher 505 Games nach London eingeladen, wo wir etwa drei Stunden lang den Anfang von Blades of Fire auf einem PC mit Gamepad spielen durften. Anreise, Unterkunft und Verpflegung wurden vom Publisher bezahlt.
Stahl, Magie und die Königin
Die Prämisse von Blades of Fire ist schnell erklärt: In der Fantasy-Welt ist die Schmiedekunst ein Geschenk alter Götter, die ihr Wissen vor ihrem Untergang an die Menschheit weitergaben. Die Menschen machten sich mithilfe des Stahls die Welt untertan, werden aber jetzt selbst bedroht. Eine machthungrige Königin hat mithilfe dunkler Magie alle Waffen in Stein verwandelt, sodass sich ihr niemand entgegenstellen kann.
Außer unser Held natürlich, der den wohlklingenden Namen Aran de Lira trägt. Der Schmied mit edler Herkunft kommt in den Besitz eines Hammers, mit dem er Waffen schmieden kann, denen der Fluch der Königin nichts anhaben kann. Und deshalb ist Aran auch auserwählt, sich der Königin und ihrem Heer entgegenzustellen. Blades of Fire erscheint am 22. Mai 2025 im Epic Store, sowie für Playstation 5 und Xbox Series X/S.
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Blades of Fire - Neues Action-Adventure erinnert an God of War und erscheint schon sehr bald
Waffen für jeden Spielstil
Unsere Figur baut und schwingt so ziemlich jede mittelalterliche Nahkampfwaffe wie Schwerter, Äxte, Speere und Hämmer. Allerdings sind die wenigsten Varianten von Anfang an freigeschaltet. Wir finden entweder beim Erkunden Blaupausen für neue Waffen oder besiegen eine bestimmte Anzahl von Gegnern. Erledigen wir etwa 30 Speerträger, können wir fortan auch einen Speer schmieden.
Insgesamt gibt es sechs Waffenklassen, für die wir jeweils 5 Varianten freischalten können:
- Dolche
- Doppelwaffen (zwei einhändige Waffen wie Äxte oder Schwerter)
- Schwerter (einhändig)
- Langschwerter (zweihändig)
- Stangenwaffen (Äxte und Kriegshämmer)
- Speere
Mit der Auswahl unserer Waffe ist es jedoch längst nicht getan: In der Schmiede müssen wir erst einmal die gewünschten Stahl- und Holzarten wählen sowie die Größe und Form der einzelnen Teile wie Kopf, Klinge, Schaft oder Parierstange anpassen. So bestimmen wir den Schaden und die Reichweite unserer Waffe und sorgen etwa dafür, dass sie länger hält oder einfacher Rüstungen durchschlägt:
Wir wollen einen gigantischen Hammer, der fast alle Gegner mit einem Schlag erledigt? Eine Axt, die durch jede Rüstung schneidet? Ein Schwert, mit dem wir mühelos Angriffe blocken? Fast alles ist möglich, wenn wir über das Material verfügen und die richtigen Teile freigeschaltet haben. Waffen werden aber nicht einfach besser, sondern wir spezialisieren sie immer weiter auf bestimmte Werte wie Durchschlagskraft, Schaden oder Haltbarkeit.
Sorgsame Hammerschläge
Erst jetzt beginnt aber der Schmiedeprozess selbst. Unser glühendes Eisen bearbeiten wir mit gezielten Schlägen, deren Richtung und Stärke wir auswählen. Ziel ist es, unsere Waffe möglichst genau an eine vorgegebene Form anzupassen. Je näher wir der Vorgabe kommen, desto höher ihre Stufe. Allerdings dürfen wir nicht zu lange auf unserer Waffe herumhämmern, sonst sinkt deren Qualität immer weiter.
Wer jetzt an Kingdom Come 2 denkt, liegt nicht ganz falsch, doch das Schmieden in Blades of Fire fühlt sich deutlich weniger nach Simulation an. Stattdessen ist es abstrahierter und taktischer: Vor jedem Schlag sehen wir, wie dieser sich auf die Form der Klinge auswirkt und können ihn genau anpassen. Über rhythmisches Schlagen oder das korrekte Erhitzen des Eisens müssen wir uns dagegen keine Gedanken machen.
Bei diesem Minispiel braucht es etwas Übung. Beim ersten Mal gelang uns nur eine Waffe der Stufe eins, beim dritten Versuch schafften wir es schon zu Stufe drei. Praktisch: Haben wir eine Waffe einmal auf eine höhere Stufe gebracht, können wir sie auf dieser Stufe jederzeit erneut schmieden, ohne noch einmal hämmern zu müssen.
Haben wir uns eine passende Waffe geschmiedet, können wir uns in die Schlacht wagen. Allerdings ist Vorsicht geboten: Unsere Waffe nutzt sich beim Gebrauch ab und wir müssen sie je nach Stabilität schon nach kurzer Zeit reparieren oder ganz neu schmieden. Je nach Stufe können wir sie bis zu vier Mal reparieren, bevor sie hoffnungslos verloren ist.
Unsere Lieblingswaffen schmieden wir deshalb regelmäßig neu, was aber auch eine Gelegenheit ist, Anpassungen vorzunehmen: Wir passen sie mit neuen Teilen oder Materialien an und verstärken die Aspekte, die uns besonders wichtig sind.
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