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Blood Bowl im Test - Launige aber eintönige Football-Taktik

Beim Fantasy-Football Blood Bowl stimmt der Anspruch, doch die Abwechslung fehlt.

von Michael Graf,
26.06.2009 11:04 Uhr

Sport ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. Oder vielmehr mit denselben Mitteln: Schlägen, Tritten, Blut und Morden. Und zwar in Blood Bowl, einem Strategiespiel, das auf den ersten Blick gar keines ist. Denn es dreht sich um American Football beziehungsweise dessen martialisch-derbe Fantasy-Variante. Im Gegensatz zu regulären Sportspielen lenken Sie Ihre Spieler allerdings nicht direkt, sondern mit Mausklicks – entweder rundenweise oder in Echtzeit. Zum Sieg brauchen Sie also keine flinken Gamepad-Finger, sondern die richtigen Spielzüge. Denn der französische Entwickler Cyanide destilliert aus Pässen, Blocks und Schlägereien einen hohen taktischen Anspruch, auch wenn auf lange Sicht die Vielfalt fehlt.

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Blood Bowl - Screenshots ansehen

Vorbild Tabletop

Im Runden-Modus umzingeln wir Gegenspieler vor einem Tackling, um unsere Erfolgschance zu erhöhen. Im Runden-Modus umzingeln wir Gegenspieler vor einem Tackling, um unsere Erfolgschance zu erhöhen.

Cyanide hat Blood Bowl freilich nicht erfunden, der Strategietitel basiert auf dem gleichnamigen Tabletop-Spiel, einem Ableger der Warhammer-Welt. Auch die acht Völker entsprechen der Vorlage, zur Wahl stehen Menschen, Zwerge, Orks, Waldelfen, Goblins, Chaos-Krieger, Echsenmenschen und Skaven-Ratten. Jede Fraktion spielt sich anders. Die Zwerge etwa sind bullig, aber träge, die Waldelfen schwach, aber flink. Außerdem führt jedes Volk individuelle Sportlertypen auf den Rasen. Orkische Trolle etwa werfen kleinere Goblins in die Feindhälfte, Chaos-Tiermenschen nehmen ihre Rivalen auf die Hörner. Die meisten Fähigkeiten sind passiv, zum Beispiel weicht ein Sportler besonders geschickt aus oder geht bei Schlägereien seltener zu Boden. Aktive Talente à la »Sprinten « gibt’s wenige, was den taktischen Spielraum schmälert.

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