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Seite 2: Borderlands im Test - Spannender Genremix

Offene Spielwelt?

Pandora besteht nicht aus einer komplett offenen Spielwelt, sondern ist in mehrere Dutzend Abschnitte eingeteilt. Deren Größe reicht vom kleinen klassischen Shooter-Schlauchlevel zum mittelgroßen Schlachtfeld à la Battlefield 2.

Pandora ist hübsch, wird aber auf die Dauer recht eintönig. Pandora ist hübsch, wird aber auf die Dauer recht eintönig.

Die Gebiete sind aber nicht direkt miteinander verbunden. Stattdessen betätigen Sie einen schmucklosen Ausgangs-Knopf und werden dann in die Nachbarzone teleportiert. Deshalb fühlt sich Pandora nicht wie eine zusammenhängende Spielwelt an. Später dürfen Sie ein Schnellreise-System nutzen, um sich direkt in bestimmte Regionen zu zaubern. Eine Übersichtskarte der Welt gibt es nicht.

Um die größeren Abschnitte von Borderlands nicht zu Fuß ablatschen zu müssen, können Sie an regelmäßig eingestreuten Terminals Autos bestellen, die Ihnen dann vor die Füße teleportiert werden. Die schicken Buggies stören allerdings die Balance des Spiels: Die Dinger sind je nach Wunsch mit einem schweren MG oder Raketenwerfer ausgestattet, jeweils mit unbegrenztem Munitionsvorrat -- totaler Overkill!

Jeder Gegnertyp besitzt eine verwundbare Stelle. Bei diesen Viechern ist es der ungepanzerte Hinterleib. Jeder Gegnertyp besitzt eine verwundbare Stelle. Bei diesen Viechern ist es der ungepanzerte Hinterleib.

Außerdem walzen die Karren sogar die größten Pandora-Monster platt und nehmen dabei nur minimalen Schaden (der sich auch noch regeneriert). Selbst wenn Sie mal eine der Schüsseln zersemmeln, ordern Sie sich einfach eine neue. Die kosten nämlich nichts. Und weil Sie die Mühlen nicht aufrüsten oder individuell verzieren dürfen, entwickeln Sie keinerlei Bindung zu »Ihrem« Auto.

Wenigstens passen die Buggies in manche Levelabschnitte nicht hinein. Außerdem haben sie eine Bedienungsmacke: Die Dinger lenken da hin, wohin die Maus zeigt. Vorwärts fahren und rückwärts schießen geht also nicht.

4:40

» Test-Video zu Borderlands in HD ansehen

Die Waffen

Warum Borderlands letztlich doch nicht langweilt, liegt am bekannten Diablo-Effekt: Das Spiel stellt Ihnen immer wieder bessere Waffen in Aussicht, und sobald erst mal die Sammelkrankheit ausgebrochen ist, lässt sie sich nur schwer wieder eindämmen.

Im Inventar können Sie zwei Waffen miteinander vergleichen. Im Inventar können Sie zwei Waffen miteinander vergleichen.

Wann immer Sie eine neue Bleispritze finden, zeigt Ihnen das Spiel, in welchen Bereichen welche Knarre der anderen überlegen ist, etwa bei der Feuerkraft oder der Präzision. Außerdem können die Flinten besondere Fähigkeiten haben und elementaren Bonusschaden verursachen, etwa durch Elektrizität oder Säure. Dabei werden die Namen der Waffen wie in World of Warcraft aufsteigend nach Güte farbcodiert: weiß, grün, blau, lila und orange. Wer dem Sammelwahn verfallen ist, kriegt entsprechend zittrige Hände, wenn der besiegte Boss etwas Lilaleuchtendes fallen lässt.

Das Levelsystem

Der zweite Motivationsfaktor von Borderlands: das Levelsystem. Sie sammeln nicht nur Waffen, sondern auch Erfahrungspunkte. Mit jedem Stufenaufstieg vergeben Sie einen Talentpunkt im Fähigkeitenbaum Ihrer klassenspezifischen Spezialität. Der Soldat etwa steigert so nach und nach die Feuerkraft seines Geschützturms, der Jäger lässt seinen Falken auf immer mehr Gegner gleichzeitig los.

Die Gegner sehen cool aus, allerdings gibt's nur eine Handvoll unterschiedlicher Feindtypen. Die Gegner sehen cool aus, allerdings gibt's nur eine Handvoll unterschiedlicher Feindtypen.

Je öfter Sie außerdem eine Waffe einer bestimmten Gattung benutzen, desto besser lernen Sie mit diesem Schießeisen-Genre umzugehen. Damit erschöpft sich allerdings die Rollenspiel-Komponente von Borderlands.

Für einen erstklassigen Shooter fehlt es dem Spiel also an Führung, Inszenierung und Story, für ein Rollenspiel kommt die Charakterentwicklung viel zu kurz. Es gibt nicht einmal Kleidungsstücke, die Sie Ihrem Helden anziehen könnten, und selbst wenn es die gäbe, fehlt immer noch die Außenkamera. Borderlands spricht also in erster Linie unser aller Sammeltrieb an, und wer den nicht hat, wird an dem Spiel nicht lange Freude finden.

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