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Einer der größten Shooter-YouTuber behauptet: Call of Duty scheitert an 10 Problemen

Befindet sich Call of Duty in der Krise? Die größten Shooter-YouTuber sagen: Ja. Aber lässt sich das auch belegen?

Einer der größten Shooter-YouTuber behauptet: Call of Duty geht aktuell unter. Wir schauen uns an, was dahinter steckt. Einer der größten Shooter-YouTuber behauptet: Call of Duty geht aktuell unter. Wir schauen uns an, was dahinter steckt.

Eigentlich wirkt Jackfrags wie ein positiver Typ. Mit über vier Millionen Abos gehört der Brite zu den größten Shooter-YouTubern der Welt, agiert vor allem bei Battlefield als eine der wichtigsten Stimmen der Community.

Seine Videos drehen sich selten um Dramen und Skandale, sondern schneiden meist launige Gameplay-Erlebnisse zu den neuesten Patches und Modi aller möglichen Shooter zusammen: aktuell Delta Force, Marvel Rivals, Space Marine 2 und so weiter.

Wenn also ein Jackfrags sein neuestes Video betitelt mit Was zur Hölle ist aus Call of Duty: Warzone geworden?, dann schlägt das fast schon automatisch höhere Wellen als bei Influencer-Kollegen, deren Vermarktungsmodell ohnehin darauf abzielt, sich jede Woche über alles aufzuregen.

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Doch Jackfrags ist damit alles andere als allein. Viele der größten Shooter-YouTuber verkündeten in den letzten sechs Wochen ihren Abschied von CoD oder prophezeien dem Spiel eine sehr, sehr düstere Zukunft.

Beispielsweise Zlaner, einer der besten Warzone-Spieler der Welt. Oder Seth Scump Abner, mit fast drei Millionen Abos ebenfalls ein YouTube-Schwergewicht sowie ehemaliger E-Sport-Profi. Scumps vernichtendes Fazit: Call of Duty war noch nie in so einem desaströsen Zustand.

Die Liste an unzufriedenen Expertinnen und Experten lässt sich noch ein ganzes Stück verlängern, aber alle blasen ins gleiche Horn: Call of Duty befindet sich in einem kritischen Zustand. Doch was genau ist das Problem?

Die 10 Probleme von Call of Duty und Warzone

Jackfrags schmachtet wie viele altgediente Hasen den frühen Tagen von Warzone hinterher, als der Battle Royale zu Beginn der Pandemie Anfang 2020 die Shooter-Welt im Sturm eroberte.

Doch seither kamen fünf neue CoDs auf den Markt. Und unter anderem dort liegt der Hund laut Jackfrags begraben:

  • Warzone sei viel zu aufgebläht: Da jedes neue Call of Duty ins laufende Warzone integriert wird, konfrontiert euch das Spiel jetzt mit fast 200 Waffen, Hunderten von Aufsätzen, Gadgets, Skins und Operatoren. Warzone wirke wie Frankensteins Monster, ein Stückwerk aus unzähligen CoDs.
  • Warzone fehle eine kontinuierliche Designrichtung: Durch diese fortwährende Verschmelzung und zig beteiligte Studios habe Warzone mittlerweile buchstäblich den Faden verloren. Das Movement wurde mal be-, mal entschleunigt, Neuerungen werden hinzugefügt und wieder entfernt, jedes Jahr verändert Warzone seine Identität mal mehr, mal weniger radikal, während ein Counter-Strike beispielsweise seit 30 Jahren auf den gleichen Gameplay-Kern setzt.
  • Warzone sei kein echtes Battle Royale mehr: Seit Modern Warfare 2 wird die sogenannte Downtime in Warzone immer weiter reduziert. Die Spielerinnen und Spieler sollen so wenig Leerlauf wie möglich erleben, es gibt unzählige Respawn-Möglichkeiten – laut Jackfrags nehme das dem eigentlichen Battle Royale den Nervenkitzel, das Ausharren, Looten und Gequatsche miteinander, das es während der Pandemie so spannend gemacht habe.

Video starten 22:47 Seit ich Marvel Rivals spiele, hat CoD jeden Reiz verloren

  • Fahrzeuge machen keinen Spaß mehr: Wo der Truck im ersten Warzone noch für herrliche WTF-Momente sorgte, seien Fahrzeuge jetzt so generft, dass niemand sie mehr benutze.
  • Der Sound sei eine Katastrophe: Warzone leidet seit Jahren an verkorkstem Player Audio. Schrittgeräusche sind nicht zu hören, Profis benutzen mittlerweile Dritt-Software, um mit Equalizern die Fußabdrücke deutlicher zu machen.
  • CoD hat seine Identität verloren: Call of Duty ist mittlerweile ein einziger Skin-Kleiderkreisel. Zwischen all den Kollaborationen mit Fallout, Tomb Raider, Squid Game und Co. sowie dem ganzen bunten Quietschekram im Windschatten von Fortnite habe CoD genau die Identität verloren, die gerade ältere Fans aus Weltkriegs- und Modern-Warfare-Zeiten erwarten. Call of Duty sei längst keine echte Modern-Military-Fantasie mehr.
  • Cheater! Hier sind sich alle YouTuber einig. Cheater sind seit Black Ops 6 ein größeres Problem denn je, sowohl in Warzone, als auch darüber hinaus. Wer im Ranked-Multiplayer Diamant-Ränge erreicht, stößt permanent auf Cheater.
  • SBMM: Das sogenannte skillbasierte Matchmaking gehört zu den größten Zankäpfeln der Community – und das seit Jahren. Jackfrags selbst positioniert sich in der Debatte nicht groß, aber es bleibt nun mal Fakt, dass die ganze SBMM-Debatte die Community eher spaltet als eint.
  • Bugs: Warzone leide immer noch und immer wieder unter Bugs, die viel zu langsam gefixt werden.
  • Serverstabilität: Die Server seien insgesamt zu instabil, besonders in Kombination mit Cheatern.

Jackfrags schließt mit dem Appell, dass Activision aus Warzone doch bitte, bitte ein wirklich eigenständiges Produkt machen möge, unabhängig und losgekoppelt von den jährlich erscheinenden neuen CoDs. Die Devs befänden sich hier auf einem langen Weg, sich das Vertrauen der Community zurückzuverdienen.

Und das Video von Jackfrags schlägt Wellen: Mehr als 1,3 Millionen Abrufe sind inzwischen auf seiner Analyse zusammengekommen.

Was sagen die Zahlen?

Zur Wahrheit gehört aber auch: Activision dürfte derzeit in keiner großen Not wähnen, den eigenen Fahrplan zu ändern. Das neueste Black Ops 6 hat sich Berichten zufolge 60 Prozent besser verkauft als Modern Warfare 3 und sei der größte CoD-Release aller Zeiten.

Auch die Spielerzahlen bewegen sich zumindest auf Steam immer noch im grünen Bereich. Im Tageshoch erreichen Black Ops 6 und Warzone immer noch rund 60.000 gleichzeitig aktive Spielerinnen und Spieler.

Ja, diese Zahl stinkt im Vergleich zum Release-Monat von Black Ops 6 ab, denn im Oktober 2024 pendelten sich die durchschnittlichen Zahlen noch bei über 300.000 gleichzeitig aktiven Fans ein. Doch insgesamt bewegt sich Call of Duty auf Steam recht zyklisch irgendwo zwischen 100.000 und 300.000 Spielerinnen und Spielern.

Die aktuellen Zahlen sind dabei die niedrigsten Werte, die CoD seit 2022 verzeichnen musste, kumuliert mit allen aktiven Leuten auf PlayStation und Xbox reden wir aber immer noch von einer beachtlichen Community. Auch wir hier in der Redaktion haben viel an Call of Duty zu kritisieren, aber die Zahlenbasis legt trotzdem nahe: Für einen Abgesang von Activisions aktueller Strategie ist es noch zu früh.

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