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Seite 7: Chat: "Welche Rolle spielt die Wirtschaft?"

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Eingebaute Schutzmechanismen

Moderator: Wie stehen Sie zu Kindersicherungen wie etwa den „Family Settings“ in der XBOX360: Ist das zu begrüßen? Bringt das was? Wäre da ein Industriestandard für PCs, Handhelds und andere Konsolen denkbar? Wünschenswert?

Martin Lorber: Die neuen Konsolen von Sony, Microsoft und Nintendo haben inzwischen alle "Kindersicherungen". Auch das neue Betriebssystem Windows Vista hat eine solche Option. Das begrüßen wir sehr. Und das ist ein wichtiger Beitrag, dass der Jugendschutz auch Realität ist.

Jörg Tauss: Ich bin eher Fan der „Positivliste“, aber das muss sich ja nicht ausschließen. Denn alle Erfahrungen mit technischen Lösungen haben gezeigt, dass spätestens Zwölfjährige ihren pädagogischen „Vorgesetzten“ technisch weit überlegen sind und diese Systeme aushebeln. Deshalb scheint es mir interessanter zu sein, Kinder und Jugendliche auf anderem Weg und ohne erzieherischen Zeigefinger an spannende Computerspiele heranzuführen, wenn sie schon Spaß daran haben.

Lulatsch: Würden die Spieleproduzenten wirklich ins Ausland gehen, wenn „Killerspiele“ in Deutschland nicht mehr hergestellt werden dürften?

Martin Lorber: Da bliebe ihnen ja gar keine andere Wahl. Ich meine natürlich nicht alle.

Jörg Tauss: Natürlich kann man auch von Deutschland aus für den internationalen Markt produzieren. Aber eine strafrechtliche Lösung wäre natürlich für deutsche Entwickler immer ein Problem - selbst dann, wenn sie selbst im Ausland arbeiten und sich dennoch nach inländischem Recht strafbar machen.

mdtdip: In der Killerspiel-Debatte werden die „serious games“ meist nur am Rande erwähnt. Welche Potenziale haben diese Spiele aus Ihrer Sicht und wie können diese Spiele besserer gefördert werden?

Jörg Tauss: Ich bin für eine Förderung von Computerspielen, wie dies andere Länder, zum Beispiel Frankreich vormachen. Zum Thema Preise habe ich mich bereits geäußert. Meines Erachtens sind die Potenziale außerordentlich hoch und eventuell sogar die "Nische" für die kleine einheimische Branche.

Martin Lorber: Serious Games sind sicherlich eine interessante Angelegenheit. Wir selbst stellen allerdings nur Spiele her, die ohne staatliche Förderung Aussicht auf einen Markterfolg haben.

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