China: Kinder dürfen werktags nur noch 90 Minuten zocken

Die chinesische Regierung verhängt harte Regulierungen für den Gaming-Konsum von Minderjährigen und schränkt Spielzeit und erlaubtes Budget ein.

von Dimitry Halley,
07.11.2019 10:51 Uhr

China verschärft die eigenen Regulierungen, um Gaming für Kinder einzuschränken. China verschärft die eigenen Regulierungen, um Gaming für Kinder einzuschränken.

Die chinesische Regierung nimmt Gaming-Sucht bei Minderjährigen als Problem sehr ernst. Deshalb gibt es nun neue Regulierungen, die den Spielekonsum von Zockern unter 18 drastisch einschränken: Zwischen 22 Uhr abends und 8 Uhr morgens wird das Spielen grundsätzlich untersagt.

Außerdem dürften U18-Spieler werktags nur noch 90 Minuten am Tag spielen, am Wochenende erhöht sich diese Zeit auf drei Stunden. Auch die Möglichkeit, Geld in Spielen auszugeben, wird eingeschränkt: Nur noch 200 Yuan, also umgerechnet etwa 25 Euro, dürfen Kids zwischen 8 und 16 Jahren im Monat investieren. 16- bis 18-jährigen erlaubt die Regierung das Doppelte.

Der Konflikt der chinesischen Regierungen mit dem Gaming-Medium dauert bereits eine ganze Weile an. Obwohl die Spieleindustrie in Fernost prinzipiell über alle Maße floriert, weigerte sich der Staat ab März 2018 für ganze neun Monate, neue Spiele zu lizenzieren. Daraus resultierte ein massiver Einbruch der chinesischen Gaming-Wirtschaft.

Chinas harte Gaming-Regeln

Nachdem Anfang 2019 die Lizenzierungen wieder durchgeführt wurden, sorgten neue Auflagen für zensierte Gewaltdarstellungen in Spielen. Chinas Gaming-Gigant Tencent hatte proaktiv diverse Regularien in die eigenen Spiele integriert, um Minderjährige am exzessiven Konsum ihrer Produkte zu hindern.

Die neuen staatlichen Auflagen gehen einen Schritt weiter: Die Regeln gelten nun verpflichtend für alle Konsumenten und Hersteller in China. Die Regierung arbeitet derweil an Identifikationssystemen, die es Polizei und den Herstellern ermöglichen, die Gaming-Zeiten und Identitäten einzelner Spieler zu überprüfen.

Quelle: BBC

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