CoD: Modern Warfare - Story-Autor reagiert auf Russland-Propaganda-Vorwurf

Modern Warfare wird vorgeworfen, Tatsachen aus der Geschichte zu verdrehen - Story Autor Taylor Kurosaki weist die Propaganda-Vorwürfe jedoch zurück.

von Dennis Zirkler,
31.10.2019 18:01 Uhr

Call of Duty: Modern Warfare wird für die kontroverse Story kritisiert - Infinity Ward antwortete nun. Call of Duty: Modern Warfare wird für die kontroverse Story kritisiert - Infinity Ward antwortete nun.

Call of Duty: Modern Warfares Entwickler Infinity Ward hat auf die Kritik der Spieler zur kontroversen »Highway of Death«-Location geantwortet. Story-Autor Taylor Kurosaki hat in einem Video-Interview mit Gamespot Stellung bezogen und sich bemüht, jegliche Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

Was war passiert?

In Call of Duty: Modern Warfare bekämpfen die Spieler den abtrünnigen russischen General Roman Barkov, welcher mit seiner Armee im fiktiven Land Urzikstan ein Terrorregime errichtet hat. Diese russischen Truppen sind im Spiel für zahlreiche Kriegsverbrechen und Gräueltaten verantwortlich - unter anderem für den »Highway of Death«.

Als »Highway of Death« wird in der Realität ein Luftangriff der USA auf fliehende irakische Truppen während des ersten Golfkrieges in den 1990er Jahren bezeichnet - im Spiel wird er aber den Russen zugeschoben, obwohl sie im echten Leben nicht daran beteiligt waren.

Generell werden die Russen in der Modern-Warfare-Kampagne über weite Strecken als »Die Bösen« inszeniert. Viele Fans, vor allem russische Spieler, reagierten extrem negativ darauf und straften die Entwickler mit einer Flutwelle negativer Reviews ab.

»CoD: Modern Warfare ist keine Propaganda«

Im Interview bezieht Taylor Kurosaki, Narrative Director für CoD: Modern Warfare, Stellung zu den Vorwürfen. Die wichtigsten Punkte:

  • CoD:MW soll zwar von der realen Welt und ihren Konflikten inspiriert worden sein, diese aber nicht 1:1 wiedergeben oder nachstellen.
  • Der »Highway of Death« sei nicht der aus dem Irakkrieg, sondern nur thematisch an diesen angelehnt.
  • Elemente wie den »Highway of Death« ließen sich in den letzten 50 Jahren wiederholt in bewaffneten Konflikten auf der ganzen Welt wiederfinden.

Auf die Frage, ob die Russen im Spiel wirklich die Bösen sind, antwortete Kurosaki folgendermaßen:

"In unserem Spiel gibt es auch amerikanische Charaktere, die das Vertrauen von anderen Charakteren missbrauchen. Es gibt Charaktere aus dem Nahen Osten, die moralisch nicht einwandfreie Taktiken nutzen. Andere Charaktere aus derselben Region verhalten sich hingegen vollkommen gerecht. Dasselbe gilt für die Russen. Wir haben russische Antagonisten und russische Helden im Spiel, und das war auch unser Ziel. Das Spiel ist keine Propaganda. Wir wollen zeigen was in solchen Kriegsgebieten passiert und dass das größte Opfer solcher Stellvertreterkriege die lokale Bevölkerung ist - und besonders dafür wollen wir die Aufmerksamkeit erwecken."

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