Crucible macht Release rückgängig: Wieso der Amazon-Shooter zurück in die Beta muss

Crucible, das Erstlingswerk von Amazon, hat es nicht leicht. Bereits kurz nach Release flüchteten die Spieler. Deswegen geht es zurück in die Beta-Phase.

von Mathias Dietrich,
01.07.2020 08:20 Uhr

Crucible konnte nicht einmal mit seinen knuffigen Charakteren überzeugen. Crucible konnte nicht einmal mit seinen knuffigen Charakteren überzeugen.

Am 20. Mai 2020 erschien ein kleines Stück Videospiel-Geschichte: Der Versandriese Amazon veröffentlichte mit Crucible sein allererstes Videospiel. Wie sich herausstellte jedoch viel zu früh. Das sah der Entwickler selbst ein, und macht die Veröffentlichung deswegen rückgängig.

Zu diesem Schritt entschied sich das Team, nachdem sie bereits im Juni gute zwei Drittel des Titels auf Eis gelegt haben, da es einfach nicht genügend Spieler gab. Ziel des Unterfangens ist nun die Verbesserung des Shooters. An der vorgestellten Roadmap wird sich allerdings nichts ändern. Ab dem 1. Juli 2020 wird Crucible statt wie ein veröffentlichter Titel einfach als Closed Beta gehandhabt.

Was bedeutet das für die Spieler?

Alle Spieler, die bis zum 1. Juli 2020 um 18 Uhr einen Account anlegen oder bereits angelegt haben, werden automatisch Zugang zu der geschlossenen Beta-Phase haben. Wer erst danach mit Crucible beginnen will, muss ein Formular auf der offiziellen Webseite ausfüllen und kommt auf eine Warteliste.

Ihr behaltet sämtliche eurer bereits erspielten Fortschritte und Items. Der Entwickler will jede Woche zusammen mit der Community spielen, um Feedback einzuholen. Nach wie vor dürft ihr zudem streamen sowie Informationen, Bilder und Videos aus dem Spiel teilen.

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Ein weiterer Schritt ist die Gründung eines »Community Councils«. Das Team wird eine Reihe von Spielern der Beta auswählen, mit denen sie besonders eng zusammenarbeiten werden. Bei denen soll es sich nicht nur um Hardcore-Spieler handeln - auch die Meinung von Casual-Spielern will man hören.

Spielt das noch wer?

Nach dem offiziellen Free2Play-Start konnte der Shooter mehr als 25.000 Spieler anziehen. Allerdings nicht sehr lange. Innerhalb der letzten 24 Stunden wagten sich nur noch 187 Nutzer in das Spiel. Da ist es verständlich, dass Amazon drastischere Konsequenzen ergreift und sich nochmal zurück ans Zeichenbrett wagt.

Wieso es das Spiel so schwer hat, habt ihr uns bereits in den Kommentaren zur letzten News mitgeteilt. Besonders häufig lässt sich dabei lesen, dass der Titel in seinem aktuellen Zustand sehr leblos wirkt und aus der schieren Menge an Free2Play-Titeln einfach nicht hervorsticht. Wir haben Crucible ebenfalls schon unter die Lupe genommen und euch über die Stärken und Schwächen des Amazon-Shooter aufgeklärt.

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